Menschen in Südlohn:
Es gibt viele verstorbene Menschen, die sich um Südlohn verdient gemacht haben: Ehrenbürger und Bürgermeister, Pfarrer, Träger von Verdienstorden und nicht zuletzt Bürger und Bürgerinnen wie du und ich:
Handwerker, Kaufleute, Bauern, Gastwirte, Ärzte, Unternehmer und viele mehr
Sie alle haben zu Lebzeiten auf ihre Art das Leben in der Gemeinde geprägt und mitgestaltet. Diesen Bürgern gehört diese Rubrik. Wir sind uns im Klaren darüber, dass wir nicht alle erfasst haben, denen ein Platz gebührt.
So erwarten wir gerne zusätzliche Hinweise:
- Am besten mit Digital-Foto oder auch mit einer Fotografie zum Scannen, das Bild erhalten Sie zuverlässig zurück.
- Einen begleitenden Text mit einer Kurzbiografie – ausformuliert oder in Stichworten.
- Unterlagen senden Sie per Mail an: bennemann.suedlohn@t-online.de oder geben diese an
- Ernst Bennemann, Droste-Hülshoff-Straße 18, 46354 Südlohn, Tel. 02862 – 7112
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Südlohn, im Juni 2014
Heimatverein Südlohn e.V.
– Ernst Bennemann –
Schmeing, Aloys
Schmeing, Gerhard
Schmeing, Johann
Schmittmann, Hermann
Schmittmann-Wehning, Wilhelm
Schmitz, Paul
Schmitz, Rudi
Schreiber, Walter
Schrieverhoff, Bernhard
Schrieverhoff, Richard
Schrote, Leo
Siemens, PeterSparwel, Heinz
Steinmetz, Ulrich
Stegemann, Georg
Schültingkemper, Hermann
Schultz, Günter
Schulze Herking, Bernhard
Schulze Wehninck-Oenning, Josef
Schulze Wehninck-Siebing, Elisabeth
Schwieters, Dr. Anton
Späker, Heinrich
Südfels, Hubert
Sutterlütty, Gisela
Tecker, Hubert
Tegeler, Konrad
Telöken, Ewald
Telöken, Franz
Telöken, Heinrich
Tenbrake, Berta
Tenbrake, Karl-Heinz
Tenhagen, Johanna
Tenhagen, Dr. Josef
Tenk, Heinrich
Terbrack, Gerhard
Terhedebrügge, Dr. Hubert
Terhörne, Heinrich
ter Hürne, Bernhard
ter Hürne, Otger
Thesing Alfons
Thesing, Josef – Pater OMI
Thies, Alfred
Thies, Veronika
Thomes, Joseph
Thomes, Paul
Tombrock, Josef
Trepmann, Martha
Tophof, Dr. Hermann
Uphaus, Berhard
van Almsick, Franz
Vedder, Dr. med. Bernhard Vierhaus, Dieter
Vieth, Karl
Wanning, Heinrich
Wansing, Josef
Wehning, Gerhard Wilhelm
Wehning, Maria
Wehr, Alfred
Wehr, Elisabeth
Wehr, Hubert
Wentingmann, Brigitte
Wentingmann, Josef
Wetter, Bernhard
Wigger, Bernhard
Winkelhues, Walter
Wobbe, Robert
Worle, Gertrud
Wullweber, Ewald
Nach seiner Ausbildung als Schlosser besuchte Aloys Schmeing die Ingenieurschule in Lage / Detmold. Als Maschinenbauingenieur gründete er 1947 mit seiner Ehefrau Franziska im Mühlenkamp in einem angemieteten Schuppen eine Handlung für Landmaschinen mit Reparaturwerkstatt. 1952 wurde ein Grundstück an der Bahnhofstraße erworben und bebaut. Nach seinem Tod wurde der Betrieb von seiner Ehefrau und von Josef Keppelhoff weitergeführt. Verstärkt wurden Stahlkonstruktionen für den Hallenbau hergestellt. 1978 entstand ein neues Betriebsgebäude am Weseker Weg. Die Söhne Gregor und Berthold Schmeing traten 1980 in das Unternehmen ein und entwickelten es weiter zu einem erfolgreichen Unternehmen mit drei Säulen: Schmeing Stahlbau, Landtechnik und Werkmarkt.
2014 – © heimatverein-suedlohn.de
Mit Gerhard Schmeing sind viele Südlohnerinnen und Südlohner zur Schule, zur Arbeit, auf Reisen und in die Ferien gefahren. Er gehörte als Busfahrer zum Team, das 1967 die erste Fahrt nach Mellau unternahm. Gerhard Schmeing war bekannt für seinen Humor und immer zu einem Pröötken bereit. Er konnte mit Begeisterung singen, kannte unzählige, auch plattdeutsche Lieder und begleitete diese gern mit seinem Trecksack. Ab den 60er Jahren leitete Gerhard Schmeing mehr als ein Jahrzehnt lang als Sitzungspräsident den beliebten Kappenball der Kolpingfamilie. Er war vor allem der Kirchengemeinde eng verbunden. In den 70er und 80er Jahren vertrat er als Vorsitzender des Pfarrgemeinderates und später als Vorsitzender des Kirchenvorstandes mit großem Engagement die Interessen der St.-Vitus-Gemeinde.
2014 – © heimatverein-suedlohn.de
Der in Weseke geborene Johann Schmeing erlernte den Beruf des Maurers. Die Meisterprüfung absolvierte er 1937 in Bielefeld. Im Zweiten Weltkrieg war er im Fronteinsatz, wurde in Stalingrad verletzt und vor der Einkesselung ausgeflogen. Nach dem Kriege übernahm er das von seinem Vater gegründete Baugeschäft und baute dies in der Folgezeit erfolgreich aus. Johann Schmeing war begeisterter Sportler, er spielte in den Gründerjahren in der 1. Fußballmannschaft des SC Südlohn 28, war aktives Mitglied der Turnergruppe und musizierte in dem damaligen Mandolinenclub mit. Aus der 1947 geschlossenen Ehe mit Josefine Schmeing geb. Bennemann gingen sieben Töchter hervor.
2014 – © heimatverein-suedlohn.de
Hermann Schmittmann war Landwirt und Gastwirt in Südlohn. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Anni Schmittmann, geborene Hilbert Lansing aus dem „Hilberts Winkel“ in Stadtlohn, die er im Oktober 1965 geheiratet hat, übernahm er den elterlichen Hof mit der an der Bahnhofstraße gelegenen Gaststätte. Diese wurde im Jahr 1902 eröffnet. Zum Betrieb gehörten neben der Landwirtschaft und der Gastwirtschaft auch eine Viehwaage sowie eine Fahrzeugwaage. Bis zur Öffnung der europäischen Grenzen im Jahr 1982 erfolgte auf dem Hof zudem die Zollabfertigung der gewogenen Güter. Durch die Nähe zu den ortsansässigen Firmen war die Gaststätte besonders nach Feierabend ein sehr beliebter Treffpunkt. Ebenso bestand eine enge Verbindung zur Genossenschaft. Bis diese über eine eigene Waage verfügte, wurden die Wiegungen bei Schmittmann durchgeführt. Die Gastwirtschaft wurde sehr geschätzt und war stets gut besucht; Hermann und Anni Schmittmann führten sie mit spürbarer Verbundenheit zu ihren Gästen. Im Jahr 1993 wurde die Gaststätte geschlossen. Der Hof wird bis heute weitergeführt.
2026 – © Heimat Südlohn, Band 2
Geboren wurde Wilhelm Wehning als 6. von 12 Kindern im Wienkamp rechts 9. Nach dem Besuch der Volksschule absolvierte er in Vreden eine landwirtschaftliche Ausbildung. Auch Wilhelm wurde – wie fünf seiner Brüder – zur Wehrmacht eingezogen. Nach sechs Wochen in russischer Gefangenschaft kam er abgemagert zu Fuß wieder in Südlohn an. Nach Tätigkeit als Landwirtschaftsgehilfe in Stadtlohn und Borken kam er 1950 auf den Geburtshof seiner Mutter – den Hof Schmittmann in der Tünte. Er wurde adoptiert und nahm den Namen Schmittmann an. Handwerklich geschickt und an Vielem interessiert, modernisierte er den Hof und brachte ihn zu wirtschaftlicher Blüte. Wilhelm Schmittmann-Wehning gehörte zu den Gründern der Südlohner Landjugend. Er war heimatverbunden, zusammen mit seinem Bruder Gerhard Wehning gehörte er im Jahr 1964 zu den Gründungsvätern des Heimatvereins und wirkte in den Folgejahren am Aufbau des Vereins mit.
2014 – © heimatverein-suedlohn.de
Das Wirken von Paul Schmitz erlangte über die Gemeinde Südlohn hinaus für die ganze Region besondere Bedeutung. Seit 1952 war er als hauptamtlicher Sekretär der Katholischen-Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) tätig. Als Mitglied der Amtsvertretung des Amtes Stadtlohn, als langjähriges Mitglied des Gemeinderates, des Kreistages und des Landtages versuchte er, auf politischer Ebene die Ziele der katholischen Soziallehre umzusetzen. Für sein Engagement wurde er vielfach ausgezeichnet. Südlohn hat Paul Schmitz viel zu verdanken. Er unterstützte mit seinem Einfluss unterschiedliche Projekte in Südlohn. Den Neubau des im Jahre 1994 eingeweihten Henricus-Stiftes – entstanden aus dem Henricus-Krankenhaus – trieb er gemeinsam mit Pfarrer Walter Winkelhues voran. Dieses Objekt steht stellvertretend für viele andere Aktivitäten.
2014 – © heimatverein-suedlohn.de
Rudi Schmitz wohnte seit 1975 nicht mehr in Südlohn, war aber Zeit seines Lebens ein Südlohner. In der Doornte als Sohn von Paul Schmitz (1920 – 1993) aufgewachsen, waren ihm politische Aktivitäten in die Wiege gelegt: 1989 – 2009 Mitglied des Kreistages, 1989 – 1994 des Gemeinderats der Gemeinde Heek, 1991 – 1995 CDU-Kreisvorsitzender und mehr als 50 Jahre Mitglied der CDU. Mit seinen fundierten politischen Kenntnissen prägte er die Entwicklung des Westmünsterlandes. Das berufliche Wirken von Rudi Schmitz begann 1975 mit Eintritt in den Schuldienst. Von 1987 bis zu seinem Ruhestand im Jahre 2009 war er der Schulleiter der Bischof-Martin-Grundschule in Nienborg. Neben seiner beruflichen Tätigkeit prägte Rudi Schmitz das Dorfleben in Südlohn und Nienborg. Er gehörte zu den ersten Betreuern des Südlohner Ferienlagers in Mellau. Mit diesen Erfahrungen hat er auch in Nienborg ein „Mellaulager“ aufgebaut. Über 15 Jahre war Rudi Schmitz in Südlohn der Nikolaus. In dieser Rolle besuchte er im Rahmen des Nikolausumzuges die Bewohner des Henricus-Stiftes, bevor er in der St. Vitus Pfarrkirche die Kinder beschenkte. Die humorvolle Art von Rudi Schmitz in Verbindung mit Leichtigkeit und Klarheit wurde von allen Weggefährten geschätzt und geachtet. Verheiratet war Rudi Schmitz mit Anneliese Schmitz, geborene Nagel.
2023 – © heimatverein-suedlohn.de
Ein Dorfpolizist muss so sein wie Walter Schreiber: mit einem Auge des Gesetzes auf Recht und Ordnung achtend und mit dem anderen Auge die Verbundenheit zur Bevölkerung lebend. Geboren wurde Walter Schreiber in Emden. Nach der kaufmännischen Lehre diente er während des Zweiten Weltkrieges bei der Kriegsmarine auf dem Hilfskreuzer „Komet“. Walter Schreiber besuchte 1944/45 die Polizeischule in Münster. 1947 wurde er als Polizist in Velen eingesetzt. Von 1953 bis zum Eintritt in den Ruhestand 1979 war er 26 Jahre Polizist in Südlohn. Walter Schreiber hatte viele Interessen: Schützenverein, Schachverein und den Kegelclub „Pudel“, für den er Jahrzehnte die Chronik führte, heute ein Buch der Zeitgeschichte. 63 Jahre war Walter Schreiber mit Marianne Schreiber, geb. Wehmeier, aus Anholt verheiratet. Aus der Ehe gingen drei Töchter hervor.
2014 – © heimatverein-suedlohn.de
Bernhard Schrieverhoff war von 1979 bis 1984 Mitglied des Rates der Gemeinde Südlohn und Mitglied in verschiedenen Ausschüssen. Er war viele Jahre der Ortsvorsitzende der Freien Demokratischen Partei. (FDP) Darüber hinaus war er im Landwirtschaftlichen Betriebshilfsdienst und im Wasser-und Bodenverband aktiv. Für sein Engagement erhielt er am 25. Januar 1990 die Verdienstmedaille der Bundesrepublik Deutschland.
2014 – © heimatverein-suedlohn.de
Familie, Feuerwehr, Schützenverein und Henricus-Stift waren Lebensinhalte von Richard Schrieverhoff. Im Henricus-Stift war er von 2004 bis 2019 als Hausmeister beschäftigt und kümmerte sich zuverlässig und hilfsbereit um Bewohner und Bewoh-nerinnen des Stiftbereiches. Als engagierter Kamerad der Feuerwehr Südlohn erhielt er für seinen Einsatz im Jahre 2004 das Feuerwehr-Ehrenzeichen des Landes Nord-rhein-Westfalen in Silber und im Jahre 2014 das Ehrenzeichen in Gold. Dem St. Vitus Schützenverein war er verbunden, erstmalig im Jahre 1979 als Thronadjutant und ab 1988 Oberst-Adjutant. 1999 berief der Vorstand Richard Schrieverhoff zum Oberst-leutnant, ab 2009 war er der Vizepräsident des Vereins. Höhepunkt seiner Laufbahn im Schützenverein war sein Königsschuss im Jahre 2009, gemeinsam mit seiner Kö-nigin Monika Röttger regierte er als König die St. Vitus Schützen. Richard Schriever-hoff fühlte sich dem Motto des Schützenvereins „Ordnung – Eintracht – Frohsinn“ über 40 Jahre lang verpflichtet und verbunden. Verheiratet war Richard Schrieverhoff mit Hiltrud Schrieverhoff, geborene Bucks. Aus der Ehe gingen zwei Töchter hervor.
2025 – © heimatverein-suedlohn.de
Der Ursprung der Bäckerei Schrote geht auf das Jahr 1871 zurück. Leo Schrote hat in Düsseldorf das Bäckerhandwerk gelernt. Wie so viele wurde auch er zur Wehrmacht eingezogen und war Teilnehmer des Zweiten Weltkrieges. Als Kriegsversehrter kam er in die Heimat zurück. Anfang der 1950er Jahre übernahm er das Geschäft von seinem Vater, der mit Vornamen ebenfalls Leo hieß. (geb. 17.11.1881, gest. 01.07.1964) Der „Leo-Bogen“ – am Südwall gelegen – erinnert noch heute an den traditionsreichen Namen. Aus der Ehe mit Gisela Schrote, geb. Weber, aus Düsseldorf gingen fünf Kinder hervor. Im Jahre 1980 wurde die Bäckerei von seinem Sohn übernommen, der traditionsgemäß ebenfalls den Namen Leo trägt.
2014 – © heimatverein-suedlohn.de
Der Lebensweg von Peter Siemens zeigt das Schicksal einer ganzen Generation auf, verursacht durch die Wirren des Zweiten Weltkrieges in Deutschland und ganz Europa. Bis 1943 war die Familie Siemens in Blumenfeld in der Ukraine beheimatet. Beim Rückzug der Wehrmacht fand die Familie in Polen einen neuen Aufenthalt. Die Mutter wurde am 16. Januar 1945 durch die Sowjetarmee nach Sibirien verschleppt. Peter Siemens Flucht endete zunächst in Siegen, später dann im Rahmen einer „Hamsterfahrt“ zufällig in Südlohn. Er landete auf dem Hof von Heinrich und Sophia Eping, die den jungen Mann mit Essen versorgten und aufnahmen. Mit 21 Jahren wurde Peter Siemens von Pfarrer Bleister in der St. Vitus-Kirche getauft, 1952 heiratete er Hedwig Loker, gründete eine Familie und arbeitete bei der Firma Wehling & Busert und beim Textilunternehmen Schulten. Erst im Jahre 1956 hat er seine Mutter über den Suchdienst des DRK wieder gefunden und 1979 wieder gesehen. Vielen Südlohnern wurde Peter Siemens bekannt als Kastellan im Haus der Vereine von 1972 – 1980. Er war in der Gemeinde bestens integriert und aktiv in der Feuerwehr und im Schützenverein. 1966 gelang ihm der Königsschuss, seine Königin war Adelgunde Frechen. Im Jahre 2016 wurde Peter Siemens als erster Goldkönig des Schützenvereins geehrt.
© 2017 – heimatverein-suedlohn.de
Heinz Sparwel war gelernter Maurer, die Maurerlehre absolvierte er beim Baugeschäft Josef Ehling in Borken. Sein Vater Theodor Sparwel war Inhaber des gleichnamigen Baugeschäftes, er verunglückte tödlich durch einen Motorradunfall im Jahre 1954. Im Alter von gerade einmal 20 Jahren übernahm Heinz Sparwel 1959 das Baugeschäft im Beckedahl und führte es weiter. Viele Bauvorhaben Südlohner Bewohner und darüber hinaus wurden von Heinz Sparwel verwirklicht. Als interessierter Bürger der Gemeinde war Heinz Sparwel vielfach aktiv: im Schützenverein St. Vitus, im Sportverein SC Südlohn 28, 50 Jahre Mitglied im Kegelklub „Fall um“ und natürlich in seiner Nachbarschaft Beckedahl. Hier errichtete er 1978 mit Hilfe vieler Nachbarn die Schutzhütte des Spielplatzes an der Rosenstraße. Seitdem ist diese Schutzhütte Treffpunkt der Nachbarschaft für groß und klein. Verheiratet war Heinz Sparwel mit Ursula Sparwel, geborene Klöpper. Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor.
2017 – © heimatverein-suedlohn.de
Bevor Ulrich Steinmetz in Bonn das Lehramtsstudium absolvierte, hatte er in einem Installateurbetrieb gearbeitet. Von 1974 bis zum Erreichen der Altersgrenze im Jahre 2007 war er Lehrer an der ehemaligen Roncalli-Hauptschule. Er unterrichtete Deutsch, Geschichte, Erdkunde, Musik und evangelische Religion. Seine Leidenschaft waren die naturwissenschaftlichen Fächer. Mit Biologie, Physik und vor allen Dingen mit Chemie bringen ihn Generationen von Schülerinnen und Schüler in Verbindung. Als gebürtiger Leipziger organisierte er viele Klassenfahrten in die noch geteilte Stadt Berlin. Im Dorfleben hat sich Ulrich Steinmetz engagiert, er war 1989 Gründungsmitglied des Männerchors Südlohn. Im Jahre 2000 wurde ihm die Ehrenmitgliedschaft ausgesprochen. Als geschichtlich interessierter Mensch engagierte sich Ulrich Steinmetz seit 1985 im Heimatverein. 20 Jahre lang – von 1985 – 2005 – war er Schriftführer im geschäftsführenden Vorstand und im Anschluss daran von 2005 bis 2014 Beisitzer im Vorstand. In dieser Zeit hat er den Heimatverein geprägt und mitgestaltet.
2023 – © heimatverein-suedlohn.de
Georg Stegemann wurde in Sinsen bei Marl geboren. Berufsbedingt zog er 1928 nach Südlohn und folgte dem Ruf von Heinrich Deelmann, um als Buchhalter in die damalige Holzschuhfabrik einzutreten. Diese Tätigkeit führte er bis zum Jahre 1949 aus. In Südlohn war Georg Stegemann vielfältig aktiv: er war von 1945 bis 1967 Rendant der katholischen Kirchengemeinde St. Vitus unter den Pfarrern Bleister und Möllering. Sein Nachfolger wurde Josef Brinkmann. Von 1932 bis 1970 war Georg Stegemann Schriftführer und Kassierer des Arbeitervereins St. Josef, der späteren Katholischen Arbeitnehmer Bewegung. (KAB) Für die KAB war er jahrzehntelang Organisator der Nikolaus-Umzüge. Aber nicht nur das: er war Mitglied der Kolping-Familie, aktiv im Kirchenchor St- Cäcilia von 1928 bis 1973 und aktiv in der Freiwilligen Feuerwehr Südlohn von 1930 bis 1946.
2014 – © heimatverein-suedlohn.de
Der Name Schulze Herking ist in Südlohn verbunden mit bäuerlichem Engagement: 1883 stiftete Heinrich Herking 2.000 Taler für den Bau des Südlohner Krankenhauses. Dessen Urenkel Bernhard Schulze Herking war der jüngste von fünf Kindern, aufgewachsen auf dem elterlichen Hof im Eschlohn 4. Nach dem Besuch des Gymnasiums in Borken wurde er – wie so viele andere auch – als junger Mann 1943 zur Wehrmacht eingezogen. Nach Rückkehr aus der Gefangenschaft übernahm er 1952 nach dem Tod seines Vaters den elterlichen Hof und bewirtschaftete ihn bis 1982, sein Sohn Hermann führt den Hof weiter. Aus der im Jahre 1956 geschlossenen Ehe mit Elisabeth Schulze Herking, geborene Wigger, gingen sechs Kinder hervor. Zeit seines Lebens war Bernhard Schulze Herking Bauer mit Leib und Seele, tiefgläubig und geradlinig mit allen Tugenden bäuerlicher Handelns.
2014 – © heimatverein-suedlohn.de
Nach dem Besuch der Südlohner Volksschule war Hermann Schültingkemper bei der Weberei Föcking & Cohausz beschäftigt. Wie so viele Männer der Generation wurde auch er zur Wehrmacht einberufen. Nach Rückkehr aus russischer Gefangenschaft im Jahre 1946 betrieb Hermann Schültingkemper im Nebenerwerb seine Landwirtschaft. In Südlohn hat sich Hermann Schültingkemper ehrenamtlich engagiert. Als Vorstandsmitglied der Katholischen Arbeitnehmerschaft (KAB) und als Kirchenvorstand trieb er den Wiederaufbau des durch Bomben zerstörten Vereinshauses voran. Ebenso sorgte er gemeinsam mit dem damaligen Pfarrer August Möllering für die Erschließung des Baugebietes Hagerkamp. Bekannt wurde Hermann Schültingkemper auch durch seine Tätigkeit als Fleisch- und Trichinenbeschauer bei den damals üblichen Hausschlachtungen. Darüber hinaus war er als Schiedsmann tätig in der vorgerichtlichten Streitschlichtung nach dem Motto: schlichten – nicht richten.
2014 – © heimatverein-suedlohn.de
In Südlohn geboren, in Südlohn gewohnt und mit großer Verbundenheit in Südlohn gelebt. Das gilt für Günter Schultz, der Zeit seines Lebens dem Ort uneingeschränkt verbunden war. Neben seinen beruflichen Tätigkeiten waren Familie, Nachbarschaft und Vereinswesen sein Umfeld, welches er in besonderer Weise kannte und pflegte. Es gibt nicht viele Ehrenmitglieder des St. Vitus Schützenvereins Südlohn 1606 e.V., Günter Schultz war einer, der diese Ehrenmitgliedschaft verdient hat. Er begann seine Offizierslaufbahn 1973 im Junggesellen-Schützenverein als Fahnenoffizier. Ab 1982 war er mehr als 10 Jahre lang Kompanieoffizier der 2. Kompanie, zunächst als Leutnant und seit 1991 als deren Hauptmann. In dieser Zeit hat er mit Engagement und Herzblut viele Jungschützen für die Sache des Schützenvereins begeistert. 1986 wurde Günter Schultz in den Vorstand des Schützenvereins gewählt. Viele Jahre lang war er als Umzugsleiter verantwortlich für die Aufstellung und Durchführung der Festumzüge und hat so den Festablauf entscheidend geprägt. 2013 wurde Günter Schultz verabschiedet und von der Generalversammlung zum Ehrenmitglied ernannt.
2021 – © heimatverein-suedlohn.de
Josef Schulze Wehninck-Oenning war jahrelang in Südlohn kommunalpolitisch tätig. Von 1975 bis 1989 war er ehrenamtlicher Bürgermeister der Gemeinde. Dieses Engagement würdigte der Rat mit der Verleihung des Ehrenringes der Gemeinde Südlohn. Der Ehrenring wurde aufgrund der besonderen Verdienste von Josef Schulze Wehninck-Oenning zum ersten Mal verliehen.
2014 – © heimatverein-suedlohn.de
Frau Elisabeth Schulze Wehninck-Siebing, geb. Schulze Herking, wuchs unbeschwert auf ihrem elterlichen Hof auf. Nach der Heirat 1937 war sie aktiver Mittelpunkt des Hofes Siebing. Sie war den Menschen in besonderer Weise zugewandt, ihre Gastfreundschaft und Heimatliebe waren bezeichnend. Elisabeth Schulze Wehninck – Siebing war dem Südlohner Heimatverein eng verbunden. 13 Jahre lang – von 1972 bis 1985 – war sie die erste Vorsitzende des Heimatvereins. Während dieser Zeit hat sie den Verein geprägt und nach der ersten Gründungsphase 1964 in stabiles Fahrwasser geführt und zukunftsfähig gemacht. Der Heimatverein Südlohn hat Elisabeth Schulze Wehninck-Siebing viel zu verdanken.
2014 – © heimatverein-suedlohn.de
Anton Schwieters war geborener Legdener, im Mai 1911 kam er nach Südlohn als Nachfolger von Dr. Söbbeke. Er versorgte seine Patienten auch in den Nachbargemeinden Oeding, Burlo, Weseke und Holthausen. Den Krieg 1914/18 machte Anton Schwieters als Feldarzt mit. In den Bombennächten des zweiten Weltkrieges blieb der Arzt Anton Schwieters helfend im Dorf bei Verletzten, Verwundeten und Kranken. 44 Jahre hat er in Südlohn gewirkt, er erwarb sich das Vertrauen der ganzen Südlohner Bevölkerung.
2014 – © heimatverein-suedlohn.de
Wie so viele Männer seiner Generation hat Heinrich Späker ein bewegtes Leben gehabt. Als Kind besuchte er die „Knabenschule“, die heutige Kultur- und Bildungsstätte „Haus Wilmers“. Als junger Mann wurde Heinrich Späker zur Wehrmacht eingezogen und von 1939 bis 1945 an der Ostfront eingesetzt. Nach einer Kriegsverletzung erfolgt die Versetzung zur Westfront. Hier geriet er in amerikanische, später dann in englische Gefangenschaft. Wegen seiner Englischkenntnisse wurde er von der Besatzungsmacht oft zum Dolmetschen eingesetzt. Nach der Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft arbeitete er wieder in der Weberei Föcking & Cohausz. Durch seine Schulung in der Schweiz zum Webstuhlmeister, arbeitete er bis zu seinem Renteneintritt bei der Weberei Föcking & Cohausz. Als Mitbegründer des SC Südlohn 28 war er bis zu Kriegsbeginn begeisteter Turner und Fußballspieler beim DJK Südlohn (heute SC Südlohn 28). Später stand er dem SC Südlohn als Ansprechpartner beim Jugendfußball beratend zur Seite. Verheiratet war Heinrich Späker mit Elisabeth Späker, geborene Müller aus Arnsberg. Aus der Ehe gingen vier Kinder hervor.
2023 – © heimatverein-suedlohn.de
Hubert Südfels hat bei der Firma Föcking & Cohausz den Beruf des Webers erlernt, später absolvierte er eine Ausbildung zum Mechaniker. Von 1939 bis 1945 hat er in der Wehrmacht gedient, als Kriegsteilnehmer war er überwiegend in Norwegen eingesetzt. Anfang der 1950-er Jahre machte er sich an der Eschstraße mit einer Kfz-Werkstatt selbstständig. Zusätzlich wurde eine Zweiradhandlung betrieben, ebenso ein Tankstellenbetrieb. Nach seinem Tod wurde das Unternehmen Mitte 1989 an den Kfz.-Meister Erwin Höing verkauft, der die Werkstatt bis heute weiterbetreibt.
2014 – © heimatverein-suedlohn.de
Ist Gisela Sutterlütty eine Südlohnerin? JA sagen schätzungsweise rund 3.000 Südlohner, die Teilnehmer des Ferienwerks der St. Vitus Kirchengemeinde in Mellau (Vorarlberg/Österreich) waren. Ziel war das Ferienheim der Familie Sutterlütty. Wie viele Südlohner danach in den Ferienzeiten den Ort als ihr Familienziel ausgewählt haben, kann nicht geschätzt werden. Frau Sutterlütty war über Jahrzehnte Gastgeberin, herzlich und zupackend gleichermaßen. Pastor Walter Winkelhues war der Initiator des Ferienwerkes. Die Leitung hatten Josef und Brigitte Wentingmann. Nach deren Tod wird das Ferienwerk weitergeführt von Pfarrer Stefan Scho, Jochen Albers, Hendrik Lukas, Manfred Schlichte und Margret Wentingmann.
2014 – © heimatverein-suedlohn.de
Hubert Tecker – genannt „Hutek“ war ein Original im Südlohner Dorfleben. Seine freiberufliche Tätigkeit als fahrender Händler für Gastronomiebedarf gab ihm Raum für vielfache Aktivitäten im dörflichen Zusammenleben: Aktives Mitglied im Traditionsclub Schalke 04, Aktivitäten auf der Kegelbahn, Organisation von Kegelturnieren, Schiedsrichter des SC 28, Schützenkönig 1983 und.. und.. und…! Der plötzliche Tod hat viele Südlohner betroffen gemacht.
2014 – © heimatverein-suedlohn.de
Mit dem Tod von Konrad Tegeler verlor die Gemeinde Südlohn einen Bürger, der sich vielfach in der Gemeinde engagiert hat. 1959 begann er seine Ausbildung bei der Holz- und Baustoffhandlung Wehling & Busert und arbeitete über Jahrzehnte dort als kaufmännischer Angestellter bis 1988. Von 1988 bis zu seinem Ruhestand war er Geschäftsführer des Unternehmens. Konrad Tegeler war Kommunalpolitiker aus Überzeugung. Viele Jahre war er Vorsitzender der Unabhängigen Wählergemeinschaft (UWG) Südlohn-Oeding e.V. Von 1979 bis 1989 war er Mitglied des Rates der Gemeinde Südlohn und von 1981 – 1988 Fraktionsvorsitzender der UWG. Von 1994 – 1998 engagierte sich Konrad Tegeler als stellvertretender sachkundiger Bürger im Bau- und Planungsausschuss der Gemeinde. Unvergessen ist sein Engagement in der Katholischen Arbeiter Bewegung (KAB), er war über 2 Jahrzehnte im Vorstand als Schriftführer oder Beisitzer tätig. Er organisierte 15 Jahre lang von 2006 bis 2020 gemeinsam mit seiner Frau Maria die Urlaubsfahrten der Seniorengemeinschaft der KAB. Auch sein jahrelanger Einsatz im Hausrat des Vereinshauses ist unvergessen.
2022 – © heimatverein-suedlohn.de
Das Akkordeon – im Volksmund „Schifferklavier“ – gehörte zum Handwerkszeug von Ewald Telöken. Mit diesem Instrument und mit seinem Liedgut gehörte er unbestritten zu den Südlohner Originalen. Im Alter von 17 Jahren brachte er sich das Akkordeonspielen selbst bei und spielte seitdem auf ungezählten „Gratulieren“ und Hochzeiten. Ewald Telöken war mit seinen beruflichen Aktivitäten als Allianz Hauptvertreter und seinen privaten Interessen für Kegelsport, Schützenverein und die Jedermann-Sportgrupe aktives Mitglied der Gemeinde.
2014 – © heimatverein-suedlohn.de
Die große Leidenschaft von Franz Telöken war die Musik. Er war 70 Jahre Mitglied der Musikkapelle Südlohn 1908 e.V. Dort spielte er im Hauptorchester mit Begeisterung das Tenorhorn, welches in der Volksmusik und Blasmusik eine bedeutende Rolle spielt. In den letzten Jahren als Musiker gründete er mit einigen Mitspielern die Seniorenkapelle und eignete sich noch das Saxophon spielen an. Mit der gleichen Leidenschaft sang er auch jahrelang im Südlohner Männerchor e.V. Franz Telöken war ein geselliger Mensch. Er war Mitglied im Kolping und lange Zeit Präsident der Nachbarschaft Beckedahl.
2018 – © heimatverein-suedlohn.de
Als Heinrich Telöken im Jahre 1919 geboren wurde, war der Erste Weltkrieg gerade beendet, der deutsche Kaiser Wilhelm II. war im Exil im niederländischen Haus Doorn. Nach seiner Ausbildung zum Fotografen wurde er zur Wehrmacht einberufen. Der Zweite Weltkrieg endete für Heinrich Telöken in Kriegsgefangenschaft. Hier hat er ein Dokument der Zeitgeschichte geschaffen. In Tagebucheintragungen beschrieb er seine Zeit als Soldat an der Ostfront, über seine Verwundung, als Kriegsgefangener und über die Rückkehr nach Südlohn im Jahre 1948. Alles war zerstört, das elterliche Schreibwarengeschäft geplündert. In den Trümmern fand Heinrich Telöken eine noch funktionierende Kamera mit einem Film. Damit sind Bilder des zerstörten Südlohn entstanden, ebenfalls Dokumente der Zeitgeschichte. Die Nachkriegszeit stand im Zeichen des Aufbaus des Geschäftes am Kirchplatz Nr. 6. Zusammen mit seiner Ehefrau Elisabeth führte er das Schreibwarengeschäft bis 1990. Heute wird „Schreibwaren Telöken“ von der Tochter Maria und dem Schwiegersohn Hans-Werner Terhechte in dritter Generation geführt.
2015 – © heimatverein-suedlohn.de
In jeder Gemeinde gibt es Bewohner, die besonders eng mit dem Gemeinwesen verbunden sind. Für Südlohn trifft das auch auf Berta Tenbrake zu. Sie war stets interessiert am gemeindlichen Leben und in besonderer Weise dem Heimatverein verbunden. Von 2002 bis 2005 war Berta Tenbrake Mitglied des Vorstandes. Viele Jahre lang war sie als Verwaltungsangestellte beim Amtsgericht Vreden und bei der Verbandssparkasse Vreden beschäftigt. Der Heimatverein profitierte von ihren Kenntnissen und Fähigkeiten als Verwaltungsangestellte. Sie hat sich vielfach eingebracht. So hat sie als Zeitzeugin sehr eindrucksvoll über ihre Erlebnisse während des Bombenangriffes am 22. März 1945 berichtet. Die Darstellungen von Berta Tenbrake in dem 2006 vom Heimatverein produzierten Film „775 Jahre Südlohn – Ein Gang durch die Geschichte“ sind Zeugnisse der Geschehnisse und Mahnung an die Nachwelt, diese nicht zu vergessen. Verheiratet war Berta Tenbrake mit dem 1999 verstorbenen Südlohner Bernhard Tenbrake von der Friedhofstraße.
2017 – © heimatverein-suedlohn.de
Der Name Karl-Heinz Tenbrake ist verbunden mit dem Schützenwesen in Südlohn. Sein Engagement begann 1979 mit dem Königsschuss und anschließender jahrzehntelanger Vorstandsarbeit. Er war Kassierer, Geschäftsführer, Oberst und 12 Jahre Präsident des St. Vitus Schützenvereins Südlohn 1606 e.V. Nach seiner Verabschiedung als Präsident im Jahre 2011 wurde Karl-Heinz Tenbrake von der Generalversammlung zum Ehrenpräsidenten des Schützenvereins ernannt.
2014 – © heimatverein-suedlohn.de
Es gibt Menschen, die gerne im Hintergrund wirken. Als Johanna Tenhagen im Jahre 2009 für ihr ehrenamtliches Engagement den Bürgerpreis der Gemeinde erhielt, war die Aussage von ihr: „Ich möchte das nicht, was ich tue, ist doch selbstverständlich“. Über 30 Jahre war sie im Vereinshaus tätig und sorgte für die Ausrichtung der Treffen der Frauengemeinschaft. Sie richtete das Frühstück aus Anlass der Jubelkommunionen. Sie war Gründungsmitglied der Kleiderstube und sorgte Jahrzehnte für Organisation und Abwicklung. Jeden Monat rückt sie die Tische und Stühle für das Treffen der Senioren und besorgte Einkäufe für das Frühstück. Hunderte Kinder schätzten „Hanni“ Tenhagen über Jahre als bewährte Kochfrau in den Ferienlagern von St. Vitus in Lembeck und im Sauerland. Johanna Tenhagen hat gezeigt, wie Ehrenamt funktioniert.
2015 – © heimatverein-suedlohn.de
Josef Tenhagen ist gebürtiger Alstätter. Nach dem Besuch der Volksschule legte er am Gymnasium Paulinum in Münster im Jahr 1926 das Abitur ab. Er studierte anschließend Zahnmedizin an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster. 1932 schloss er das Studium mit der Promotion zum Dr. med. dent. ab. Zunächst arbeitete er in Luxemburg als Medizinalassistent, um sich dann in Südlohn als Zahnarzt niederzulassen. 1939 wurde er zum Kriegsdienst eingezogen. Nach der Entlassung aus britischer Gefangenschaft im Juni 1945 war Dr. Tenhagen wieder als Zahnarzt in Südlohn tätig, hier praktizierte er bis Januar 1972. Viele Jahre war er im Schützenverein und im Fußball eine tragende Säule. Aktiv war er auch im Kirchenvorstand und im Krankenhauskuratorium.
2014 – © heimatverein-suedlohn.de
Der aus Weseke stammende Bäckermeister Heinrich Tenk heiratete 1947 die Tochter des Gründerehepaares, Auguste Bomkamp. An der Kirchstraße wurde eine Bäckerei und Konditorei betrieben. Sohn Heinrich Tenk (geb. 1950) übernahm den Betrieb 1974. Dessen Sohn Michael führt die Bäckerei seit Januar 2006. Im Jahre 2002 konnte die Familie auf eine 100-jährige Tradition zurückblicken. Heute ist das Familienunternehmen die einzige bestehende Bäckerei, in der noch wirklich gebacken wird. Der Name „Tenk-Bomkamp“ ist in Südlohn ein Begriff für traditionelles Bäcker- und Konditorhandwerk.
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Wofür erhalten Menschen ein Bundesverdienstkreuz? Verliehen wird es in Anerkennung besonderer Verdienste um den Staat und für das Volk. Gerhard Terbrack erhielt das Verdienstkreuz am Bande am 1. Mai 1962, verliehen vom Bundespräsidenten Heinrich Lübke und überreicht vom damaligen Regierungspräsidenten Dr. Schneeberger. Gerhard Terbrack war Vater von sechs Kindern und ein Leben lang bei der Sitzmöbelfabrik Gebr. Deelmann beschäftigt. Sein Sohn hat ebenfalls bei Deelmann gearbeitet, genau wie schon sein Vater. Die über 50-jährige Betriebstreue war dann auch der Grund für die Verleihung des Verdienstkreuzes. Was hat Gerhard Terbrack in diesen 50 Jahren alles erlebt: 1912 Eintritt in die Firma, die Inflation von 1914 bis 1923, Machtergreifung 1933 und den anschließenden Nationalsozialismus, die furchtbaren Ereignisse des Zweiten Weltkrieges, die Judenverfolgungen, den Bombenangriff auf Südlohn und die Zeit des Wiederaufbaus. Ein ganzes Leben gelebt mit Erlebnissen, Erfahrungen und Arbeit bei einem Unternehmen – der Firma Deelmann.
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Hubert Terhedebrügge wurde auf dem Hof Hagemann in der Horst geboren. Seine Mutter wurde frühzeitig Witwe und heiratete Bernhard Terhedebrügge. Der Sohn Hubert besuchte das Gymnasium. Anschließend absolvierte er das Studium der Veterinärmedizin. Bereits vor dem Zweiten Weltkrieg führte er auf dem Hof Hagemann eine Tierarztpraxis, bevor er von 1939 bis 1945 zur Wehrmacht eingezogen wurde. Als Hauptmann und Stadtkommandant in der Normandie / Frankreich sah er sich nicht als Besatzer, er praktizierte als Tierarzt und erwarb sich die Achtung der einheimischen Bevölkerung. Die Tierarztpraxis in Südlohn führte er von 1945 bis 1978. Aus der 1947 geschlossenen Ehe mit Maria Terhedebrügge, geb. Stewering, aus Gemen gingen fünf Kinder hervor.
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Zusammen mit seiner Frau Maria Terhörne, geb. Bone, gründete er im März 1979 eine Gaststätte am Weseker Weg. Aus kleinsten Anfängen heraus entwickelte sich im Laufe der Jahre die Gaststätte zu einem weit über die Grenzen von Südlohn bekannten gastronomischen Betrieb mit verschiedenen Veranstaltungsräumen, Kegelbahnen, der Festhalle für Großveranstaltungen und einem Taxibetrieb. Heinrich Terhörne war Gründungsmitglied des Fußballvereins Rot-Weiß Trimbach und des Tennisclubs Grün-Weiß Südlohn e.V. Nach seinem Tod wurde der Betrieb zunächst von seiner Frau Maria weitergeführt. Aus der Ehe gingen fünf Kinder hervor. Am 31.12.1999 übernahm Sohn Helmut mit seiner Ehefrau Nicole das Unternehmen „Haus Terhörne“ und entwickelte es erfolgreich weiter.
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Bernhard ter Hürne leitete das Unternehmen ter Hürne GmbH & Co. KG als geschäftsfüh-render Gesellschafter und Inhaber jahrzehntelang mit Leidenschaft, Weitsicht und Verantwor-tungsbewusstsein. Über 30 Jahre prägte er die Firma, die sein Vater Otger ter Hürne im Jahr 1959 gegründet hat. Bernhard ter Hürne war ein Visionär, der die Fähigkeit hatte, ein inspirie-rendes Zukunftsbild zu entwerfen, zu kommunizieren und mit seinem Team umzusetzen. So ist durch sein Denken mit hoher Kreativität und Entschlossenheit aus dem „Holzwerk ter Hürne“ ein modernes Unternehmen der holzverarbeitenden Industrie mit überregionaler Be-deutung geworden. Er gab seinem Team und darüber hinaus der ganzen Branche Orientie-rung in Zeiten des Wandels. Das äußere Zeichen seines Wirkens war Planung und Umset-zung des im Jahr 2022 gebauten Kommunikations- und Ausstellungszentrums „Raum 1“. Bernhard ter Hürne war Familienmensch, heimatverbunden, optimistisch und den Menschen zugewandt. Nach seinem Tod übernahmen seine Ehefrau Celia ter Hürne und Torsten Nien-haus die Geschäftsführung, um das Unternehmen in seinem Sinne weiterzuentwickeln.
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Als Otger ter Hürne im März 1943 aus der Schule entlassen wurde, tobte der Zweite Weltkrieg. In diesem Umfeld ist Otger ter Hürne aufgewachsen und sicherlich auch geprägt worden. In den letzten Kriegsjahren erlernte er das Schreinerhandwerk und sammelte nach der Ausbildung Erfahrungen in Handwerksbetrieben und Möbelfabriken. Im Alter von 28 Jahren übernahm er die elterliche Schreinerei in Stadtlohn. Schon frühzeitig begannen seine Überlegungen zur industriellen Ausrichtung, die 1959 in der Gründung des Holzwerkes Otger ter Hürne in Südlohn mündete. Das Unternehmen wurde unter seiner Führung im Laufe der Jahre Marktführer für Paneele, Vertäfelungen und Parkettprodukte. Mit zeitweise mehr als 300 Mitarbeitern war / ist das Unternehmen ein bedeutender Wirtschaftsfaktor in Südlohn. Mitte der 1990er Jahre übergab er den Betrieb an seine Söhne Erwin und Bernhard. Neben seiner Tätigkeit als Unternehmer war Otger ter Hürne vielfach ehrenamtlich engagiert: Vorsitzender des SC Südlohn 28, Mitglied des IHK-Regionalausschusses, Gründungsstifter der Bürgerstiftung und Mitglied des Heimatvereins.
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Es gibt Menschen, die der Heimat Südlohn in besonderer Weise verbunden sind, auch wenn sie nicht in Südlohn geboren wurden. Alfons Thesing gehörte dazu. Geboren in Marbeck bei Borken erlernte er den Beruf des Tischlers, machte 1954 seinen Meister, zog 1960 nach Südlohn und heiratete seine Frau Elisabeth, geborene Könning. Die Tischlerei Thesing im Beckedahl wurde in kurzer Zeit zu einem Markenzeichen als „Rundum“-Versorger für Haus und Hof. Fenster, Türen, Dachstühle und vieles mehr gehörte zum Leistungspaket. Als Handwerker im Tischlergewerbe war er Sarglieferant und führte Bestattungen aus. Bis heute ist das Bestattungswesen eine Säule der Unternehmensleistung. 2004 wurde Alfons Thesing der goldene Meisterbrief verliehen, 2014 der Diamantene Meisterbrief. Als Südlohner war Alfons Thesing nicht nur anerkannter Unternehmer, über 40 Jahre war er dem Reit- und Fahrverein verbunden, viele Jahre war er im Vorstand des Allgemeinen Bauernschützenvereins Südlohn. Das Geschäft der Zimmerei und Bauschreinerei und des Bestattungsunternehmens wird vom Sohn Ewald Thesing weitergeführt, ebenfalls Zimmer- und Tischlermeister.
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2016 – © heimatverein-suedlohn.de
Wie viele junge Männer seiner Generation wurde auch Alfred Thies zur Wehrmacht eingezogen. Nach Rückkehr aus der Gefangenschaft hat er das zerstörte Elternhaus an der Eschstraße wieder aufgebaut und als Wirt betrieben. 1955 wurde Alfred Thies als Vertreter für Büromaschinen aktiv, 1968 wurde die Firma Alfred Thies Büro- und Reprotechnik gegründet. Das Unternehmen entwickelte sich gut, sodass 1972 ein Neubau mit Werkstatt, Büro und Lager errichtet wurde. Alfred Thies war dem Sport verbunden: Von 1965 bis 1980 im SC Südlohn, als 1. Vorsitzende von 1972 bis 1975. Er integrierte 1972 die Breitensportabteilung in den SC. Für die Kreisspruchkammer im Fußball war er 10 Jahre tätig. Nach seinem Tod übernahm Sohn Hubert Thies das Geschäft und entwickelte es erfolgreich weiter. 1993 wurde der Betrieb nach Stadtlohn verlagert.
2014 – © heimatverein-suedlohn.de
Der Tod von Veronika Thies im Alter von 93 Jahren erinnert an das Schicksal einer ganzen Generation, verursacht durch die Wirren des Zweiten Weltkrieges. Veronika Scholz wurde 1946 mit 7 Geschwistern von der russischen Besatzungsmacht aus ihrer schlesischen Heimat vertrieben. Das niedersächsischen Bad Gandersheim war die erste Station nach der Vertreibung. Nachdem sich das Leben in der Nachkriegszeit langsam erholte, besuchte Veronika Scholz in den Jahren 1948 und 1949 eine Landwirtschaftsschule und hat anschließend auf verschiedenen Bauernhöfen den Haushalt geführt. Nach einem Familienbesuch 1955 in Südlohn änderte sich das Leben von Veronika Scholz. Sie lernte ihren zukünftigen Mann Alfred Thies kennen, der 1968 das Unternehmen Thies Büro- und Reprotechnik gründete. Das Unternehmen wird heute in der dritten Generation unter dem Namen „thies-for work“ weitergeführt. Aus der im Jahre 1956 geschlossenen Ehe zwischen Alfred und Veronika Thies gingen 6 Kinder hervor.
2022 – © heimatverein-suedlohn.de
Kaum einer war mehr mit dem Dorf Südlohn verbunden als Joseph Thomes. Er hat den Beruf des Tischlers bei der damaligen Schreinere Tubes an der Wassermühle erlernt. Nach einigen Berufsjahren in der elterlichen Schreinerei an der Friedhofstraße legte er die Meisterprüfung im Tischlerhandwerk ab. Schon früh entwickelte Joseph Thomes künstlerische Aktivitäten, alle mit dem Werkstoff Holz verbunden. An der Kunstakademie Bonn erfolgte die Ausbildung zum Holzbildhauer. Mit diesen Fähigkeiten fertigte er Skulpturen an, z.B. das Bildnis des hl. Josef in Lebensgröße für die St. Vitus Pfarrkirche. Auch der Krippenstall der St. Vitus Kirche wurde von Joseph Thomes gebaut. Vielen Schülerinnen/Schülern der ehemaligen Roncalli-Hauptschule ist Joseph Thomes durch seinen Kunstunterricht in Erinnerung. Seinen Lebensunterhalt verdiente er von 1973 bis 1990 als Mitarbeiter des Bauamtes des Kreises Borken. Joseph Thomes war im Jahre 1965 Gründungsmitglied des Heimatvereins Südlohn e.V. Von 1985 bis 1991 war er der 2. Vorsitzende und von 1991 bis 2002 der 1. Vorsitzende. Der Heimatverein hat Joseph Thomes viel zu verdanken, er hat den Verein nachhaltig geprägt.
2020 – © heimatverein-suedlohn.de
Als 23-jähriger Mann kam Josef Tombrock im Jahre 1949 von Venne bei Senden nach Südlohn. Er heiratete die verwitwete Berta Rensing, geb. Große-Geldermann, mit sieben Kindern. Das 1936 von Bernhard Rensing gegründete Geschäft für Schuhe und Schuhreparaturen war angesiedelt im Katerhook. Ca. 1941 wurde das Haus am Marktplatz gekauft. Das Geschäft wurde 1950 von Josef Tombrock übernommen. Aus der Ehe mit Berta Rensing gingen 3 Kinder hervor. Nach dem Tode von Josef Tombrock wurde das Geschäft aufgelöst.
2014 – © heimatverein-suedlohn.de
Im Herbst 1945 begann der aus dem Krieg heimgekehrte Münsteraner auf Veranlassung seines Onkels, des Landrates Felix Sümmermann, mit einer ärztlichen Praxis in der Doornte. Sein ärztliches Wissen und sein den Menschen zugewandtes heiteres und ehrliches Wesen fanden hohe Anerkennung. Die Südlohner Bevölkerung war tief betroffen vom plötzlichen Tod des beliebten Hausarztes. Dr. Hermann Tophof war über die Grenzen der Heimatgemeinde Südlohn bekannt und beliebt. Nach seinem Tod wurde die Praxis weitergeführt von seiner Ehefrau Dr. Reinhild Tophof und Sohn Franz Tophof.
2014 – © heimatverein-suedlohn.de
In Südlohn gab es eine Gaststätte, die mit der Geschichte der Westfälischen Landeseisenbahn (WLE) und des Bahnhofs in Südlohn verbunden war: die Bahnhofsgaststätte im Bahnhofsgebäude. Franz Osterholt aus Ramsdorf übernahm im Oktober 1922 den Betrieb der Schankwirtschaft im Bahnhofsgebäude. Ab Dezember 1955 übernahm seine Tochter Martha die Betriebsführung der Gaststätte. Martha Trepmann geborene Osterholt war Gastwirtin mit großer Hingabe. Mit dem Rückzug der WLE konnte der Gaststättenbetrieb nicht mehr aufrecht erhalten bleiben. 1970 wurde der Güterverkehr aufgegeben, 1974 wurde die Bahnstrecke von Borken nach Burgsteinfurt stillgelegt. Die Gemeinde hat das Bahnhofsgebäude gekauft und 1977 abreißen lassen. Martha Trepmann jedoch war Gastgeberin mit Leidenschaft: von 1984 bis 1990 übernahm sie die Gastwirtschaft im Haus der Vereine. Auch diese Gaststättenära ging zu Ende mit dem 2013 getroffenen Beschluss, das „Vereinshaus“ abzureißen und das Gelände für die Errichtung der Caritas Tagespflege zu nutzen.
2023 – © heimatverein-suedlohn.de
Von seinem Vater übernahm Bernhard Uphaus im Jahre 1936 die elterliche Huf- und Wagen-schmiede in der Eschstraße. Bernhard Uphaus war das älteste der neun Kinder des Ehepaares Karl-Heinrich und Maria-Anna Uphaus. Nach der Lehre als Schmied und einer Weiterbildung in Münster, die ihn zum Hufbeschlag befähigte, übernahm er die Schmiede. Die Meisterprüfung im Schmiedehandwerk legte er 1934 ab, die Schmiede führte er bis Mitte 1967. Zur damaligen Zeit wurden die in der Landwirtschaft eingesetzten Pferde bei den Schmieden mit neuen Hufeisen versorgt. Heute werden Reit- und Hobbypferde in der Regel von mobilen Schmiedefahrzeugen aus versorgt. Verheiratet war Bernhard Uphaus mit Sofie Uphaus geborene Wehning, aus der Ehe gingen drei Kinder hervor.
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Die Gründung des Schuhhauses van Almsick geht auf das Jahr 1886 zurück. Gerhard van Almsick eröffnete im Katerhook eine Schuhmacherwerkstatt. 1933 wurde der heutige Firmensitz in der Holzstraße gekauft. Der Sohn Josef van Almsick übernahm das Geschäft 1936 und führte auch den Ladenverkauf ein. Der Schuhmachermeister Franz van Almsick übernahm im Jahre 1954 das Geschäft und baute es weiter aus. 1978 übernahm Orthopädie-Schuhmachermeister Sohn Christian das Geschäft in der 4. Generation. Insgesamt kann das Schuhhaus van Almsick auf eine über 120-jährige Geschichte zurückblicken und gehört damit zu den etablierten alteingesessenen Betrieben der Gemeinde.
2014 – © heimatverein-suedlohn.de
Dr. Bernhard Vedder kam gebürtig aus Waltrop. Nach seinem Studium zum Dr. med. war er als Arzt in Münster, Essen und Datteln tätig. Im Jahr 1957 übernahm er die Praxis seines Schwiegervaters, des im gleichen Jahr verstorbenen Südlohner Arztes Dr. med. Anton Meimberg. Fast 40 Jahre – bis zu seinem Tod im Jahre 1996 – führte er die Praxis mit Hingabe und Leidenschaft. Unzähligen Südlohner Bewohnern war er nicht nur Arzt sondern auch Beistand und Ratgeber – ein echter Landarzt, eng verbunden mit der Bevölkerung. Aus der Ehe mit Gerda Meimberg gingen vier Kinder hervor. Der Sohn Dr. med. Thomas Vedder führt die Praxis in der dritten Generation weiter.
2014 – © heimatverein-suedlohn.de
Vielen Südlohnern ist Dieter Vierhaus bekannt und in Erinnerung als Architekt und Baumeister. Geboren als 1. Kind des Schreinermeisters Josef Vierhaus an der „Alten Stadtlohner Straße“, war Dieter Vierhaus seit frühester Kindheit mit dem Thema Bauen und Wohnen verbunden. Nach dem Realschulabschluss absolvierte er im Jahre 1962 erfolgreich die Ingenieurschule in Aachen. Als Architekt machte er sich in Südlohn selbstständig und hat für viele Bewohner das Haus geplant und gebaut. Auch größere Objekte, wie 1975 der Bau von 31 Altenwohnungen am Henricus-Stift und 1981 der Neubau der Volksbank Südlohn am Nordwall tragen seine Handschrift. 1976 begann er am Standort Eichendorffstraße mit dem Entwurf und Bau von Treppen aus dem Werkstoff Holz. Dieter Vierhaus war Mitglied des Gemeinderates von 1975 bis 1980. Im Jahre 2006 übernahm Sohn Karsten Vierhaus das Treppengeschäft, der Standort wurde 2015 zur Ramsdorfer Straße 30 verlagert.
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Die erste Zweigstelle der Kreis-und Stadtsparkasse Ahaus wurde in Südlohn im Jahre 1927 im Hause des Kaufmanns Franz Vieth am Kirchplatz eröffnet. Franz Vieth hat die Zweigstelle 27 Jahre nebenamtlich verwaltet. Anfang 1955 übernahm der Sohn Karl Vieth die hauptamtliche Verwaltung der Zweigstelle. Nach 30 Jahren Leitung der Sparkassenfiliale in Südlohn wurde Karl Vieth im Juni 1985 verabschiedet. Seine Nachfolge trat der aus Legden stammende Sparkassenbetriebswirt Herbert Lenger an.
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Die Musikkapelle Südlohn wurde von Heinrich Wanning im Jahre 1908 gegründet. Mit Fleiß und Ausdauer hat er die Kapelle gegründet und so manches Mal in die Tasche gegriffen, wenn es galt, Instrumente und Noten zu kaufen. Bis in die 1960er Jahre nannte man die Musikkapelle einfach die „Wanningsche Kapelle“. Seinen Lebensunterhalt verdiente „Opa Wanning“ 31 Jahre als Gemeindearbeiter.
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Als zweites von acht Kindern der Eheleute Maria und Johann Wansing wuchs Josef Wansing in seinem Elternhaus im Wienkamp auf. Nach dem Besuch der Volksschule und weiterführenden Schule fühlte er sich zum Priesteramt berufen. Am 14. Juni 1924 empfing er im Dom zu Münster die Priesterweihe. Nach seinem Wirken als Kaplan in Osterwick, in Recklinghausen und Buer-Hassel übernahm er 1934 das Pfarrrektorat Christ-König in Bockum-Hövel. 1952 wurde er zum Pfarrer der St. Bartholomaeus-Gemeinde in Laer ernannt. Hier wirkte er bis 1973, um dann nach Dülmen zu gehen, wo er in der St. Viktor-Gemeinde weiterhin als Seelsorger für die Menschen da war. Josef Wansing hat fast 60 Jahre als Priester in den verschiedenen Gemeinden gewirkt. Ein Südlohner ist er immer geblieben.
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Maria Wehning wurde als drittes von zehn Geschwistern in Weseke geboren. Sie heiratete am 05. Juni 1951 Gerhard Wehning und zog auf den Hof im Südlohner Wienkamp. Bei einem tragischen Unglücksfall im Wienkamp am 28. Januar 1985 mit 4 Toten kam der jüngste Sohn und Hoferbe Johannes um´s Leben, ein Schicksalsschlag für ganze Familie. Auch der dritte Sohn Josef verstarb viel zu früh mit 58 Jahren. Neben ihrer Arbeit in Haus und Hof engagierte sich Maria Wehning schon früh kirchlich als Lektorin und in der KFD, im Diözesanteam und im Heimatverein. Für über 40-jährige Treue zum Heimatverein wurde ihr im Jahre 2017 die Ehrenurkunde überreicht, denn sie hat sich in besonderer Weise um den Verein verdient gemacht. Für alle Aufgaben stand sie uneingeschränkt zur Verfügung und war Ansprechpartnerin für alle Belange. Von 2002 bis 2005 war Maria Wehning Mitglied des Vorstandes.
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Als ältester von 12 Geschwistern wurde Gerhard Wilhelm Wehning auf dem Hof seiner Eltern im Wienkamp rechts 9 geboren. Der Hof gehört zu den ältesten von Südlohn und wurde erstmalig 1341 urkundlich erwähnt unter der Eintragung von Wulfardus Weninc im damaligen „Eschlohner Esch“. Gerhard Wehning absolvierte eine landwirtschaftliche Ausbildung und übernahm nach dem Zweiten Weltkrieg den elterlichen Hof. Er war verheiratet mit Maria Böcker-Osseler, gebürtig aus Weseke. Aus der Ehe gingen fünf Kinder hervor. Ein schwerer Schicksalsschlag traf die Familie am 28. Januar 1985, als der designierte Hofnachfolger zusammen mit den Eltern eines Nachbarn und deren Sohn Bernd bei einem tragischen Unfall ums Leben kam. Gerhard Wehning war jahrelang Mitglied des Kirchenvorstandes, er war aktiv im Landwirtschaftlichen Ortsverein und Vorstand im Bauernschützenverein. Der Heimatverein hat Gerhard Wehning viel zu verdanken: er war Gründungsmitglied im Jahre 1964 und hat damit den Grundstein für die Vereinsarbeit gelegt.
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Südlohn und Alfred Wehr: das war eine unverwechselbare Einheit von Dorf und Person. Bodenständig, heimatverbunden, unverwechselbar und fest verankert im Gefüge der Gemeinde. Jahrzehntelang war er dem SC-Südlohn 28 verbunden, auch als aktiver Spieler zwischen den Torpfosten. Ebenso war er über 60 Jahre Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr. 1955 eingetreten, Löschzugführer von 1981 – 1985, stellvertretender Leiter der Feuerwehr von 1983 – 1985. Die Leitung der Feuerwehr hatte er von 1985 bis 1992 inne. Alfred Wehr wurde mehrfach ausgezeichnet: 1981 bekam er das Feuerwehrabzeichen und im Jahr 1990 das Feuerwehrehrenabzeichen in Gold verliehen. Seit 1992 gehörte er als Ehrenhauptbrandmeister der Ehrenabteilung an. Alfred Wehr war 30 Jahre lang, von 1963 bis 1995 bei der Gemeinde als Vorarbeiter des Bauhofes beschäftigt. Nach seinem Einstieg ins Rentenleben im Jahre 1995 hat er das Ordnungsamt bei Veranstaltungen und Märkten unterstützt.
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Als Elisabeth Wehr im Jahre 1932 die erste Tankstelle in Südlohn eröffnete, waren Automobile noch nicht weit verbreitet. Die Namen der Autobesitzer konnte man an zwei Händen abzählen: Dr. Meimberg, der Busunternehmer Paul Gehling, der Bierverlag Robers und wenige andere. Nach dem Umzug 1932 von Vreden nach Südlohn wurde auch das Dachdeckergeschäft eröffnet. Die Tankstelle wurde nach dem Tod von Elisabeth Wehr von Walburga Wehr bis zum Jahre 1998 betrieben. Das Dachdeckergeschäft übernahm Sohn Hubert, nach dessen Tod führt Sohn Reinhard Wehr das Dachdeckergeschäft in der dritten Generation weiter.
2014 – © heimatverein-suedlohn.de
Der Name Wehr ist in Südlohn mit dem Dachdeckergeschäft Wehr verbunden. Der Vater Johannes Wehr gründete das Geschäft im Jahre 1927 in Vreden. 1932 erfolgte die Umsiedlung nach Südlohn. Seine Zwillingssöhne Hubert und Heinz erlernten in Ahaus Anfang der 1940er Jahre ebenfalls den Beruf des Dachdeckers. Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges wurde Hubert noch zur Wehrmacht eingezogen. Nach Rückkehr aus dem Kriegsdienst trat er in das elterliche Dachdeckergeschäft ein. Neben diesem wurde an der Bahnhofstraße von Ehefrau Walburga eine Tankstelle betrieben. 1999 erfolgte die Verlegung des Betriebsgebäudes an den Weseker Weg. Nach dem Tod von Hubert Wehr übernahm Sohn Reinhard das Geschäft in dritter Generation und führt es zusammen mit seiner Ehefrau Rita. Hubert Wehr war viele Jahre Vorstandsmitglied des Schützenvereins St. Vitus.
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Die Lehrerin und Pädagogin Brigitte Wentingmann unterrichtete seit 1963 an Südlohner Schulen. Zunächst an der Volksschule, ab 1971 an der Roncalli-Hauptschule. Zusammen mit Ihrem Mann Josef Wentingmann hat Brigitte Wentingmann das Ferienwerk der St. Vitus Kirchengemeinde aufgebaut und geleitet. Das Wirken von Brigitte Wentingmann wurde 1989 mit der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes gewürdigt.
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Nach seinem Schulbesuch absolvierte Bernhard Wetter bei der Tischlerei Tubes in Südlohn eine Lehre als Tischler. Es folgten Gesellenjahre und 1955 die Prüfung zum Tischlermeister. Bis Oktober 1961 arbeitet er in Oeding selbstständig mit dem Schreinermeister Gerhard Niehaus zusammen. Ende 1961 gründete Bernhard Wetter an der Eschlohner Straße 26 in Südlohn sein eigenes Unternehmen im Tischler- und Zimmereihandwerk. Ungezählte Dachstühle hat er im Laufe der Jahre gerichtet, ebenso Ausbauten im Innen- und Außenbereich der Häuser und landwirtschaftlichen Gebäude. 2005 wurde er mit dem „Goldenen Meisterbrief“ geehrt, der „Diamantene Meisterbrief“ folgte 2015. Bernhard Wetter war verbunden mit der Bevölkerung im Dorf und in den Bauerschaften. Als Handwerker war er Mitglied der Kolpingfamilie und 1962 Schützenkönig des Allgemeinen Bauernschützenvereins. Verheiratet war Bernhard Wetter mit Hildegard Wetter geb. Tenbusch, aus der Ehe gingen fünf Kinder hervor. Seinen Beruf führte Bernhard Wetter mit Leidenschaft aus. So machte er seinen Beruf zur „Berufung“. Die Schreinerwerkstatt war sein Leben – bis zu seinem Tod im Alter von fast 88 Jahren.
2017 © – heimatverein-suedlohn.de
Fast vier Jahrzehnte – von 1962 bis 2001 war Josef Wentingmann Lehrer in Südlohn. Zunächst an der Volksschule und ab 1971 an der Roncalli-Hauptschule. Ab dem 1. August 1988 war Josef Wentingmann Konrektor der Schule. Der gebürtige Billerbecker war vielfach aktiv: im Kirchenvorstand, im Pfarrgemeinderat und im Kreuzbund. Zusammen mit seiner Frau Brigitte baute er das Ferienwerk der St. Vitus Kirchengemeinde auf und leitete es über Jahrzehnte. Der Bundespräsident würdigte seine Verdienste mit der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes.
2014 – © heimatverein-suedlohn.de
1963 legte Bernhard Wigger den Grundstein für die heutige BEWITAL Unternehmensgruppe. Was als kleines Unternehmen begann, hat sich im Laufe der Jahre mit viel Einsatz und unternehmerischem Weitblick zu einem der bedeutendsten Hersteller für Tierspezialnahrung entwickelt. Entstanden sind im Laufe der Jahre unter dem Dach der BEWITAL Unternehmensgruppe die Firmen BEWITAL agri, BEWITAL petfood und die westrans-Speditionsgesellschaft. Daneben hat Bernhard Wigger mit Petrotec Biodiesel ein weiteres Unternehmen initiiert, dass allerdings nicht mehr zum BEWITAL gehört. Bernhard Wigger war ein Visionär, der den Grundstein für die Familienunternehmen der Unternehmensgruppe legte: mit klaren Werten, mit Verbundenheit für die Menschen, tief verwurzelt in der Region und immer auf der Suche nach den besten Lösungen.
2026 – © heimatverein-suedlohn.de
Mit dem Tode von Pfarrer Walter Winkelhues verlor die Gemeinde Südlohn eine Persönlichkeit, die 32 Jahre segensreich gewirkt hat, nicht nur in der Kirchengemeinde, sondern für das gesamte Gemeinwesen. Bereits kurz nach seiner Ernennung zum Pfarrer von St. Vitus am 26. Februar 1967 widmete er sich der Verbesserung des Angebotes für Jugendliche. Er gründete das Ferienwerk der Kirchengemeinde. Viele Kinder und Jugendliche verlebten im österreichischen Mellau, im Sauerland und in der Midlicher Mühle ihre Ferienfreizeiten. Weit darüber hinaus gibt es eine große Anzahl Aktivitäten und Verdienste die unvergessen bleiben: Die Umgestaltung des Hauses der Vereine, Kindergärten, Bücherei, Henricus-Stift, Altenwohnungen, Erhalt der Pfarrkirche und vieles mehr wurde von Pastor Winkelhues angestoßen und durchgeführt. Am 29. November 1989 wurde Pastor Winkelhues anlässlich seines 40-jährigen Priesterjubiläums das Ehrenbürgerrecht der Gemeinde Südlohn verliehen.
2014 – © heimatverein-suedlohn.de
„Mir wird ein treuer Begleiter fehlen“ – so kommentierte Pfarrer Stefan Scho seine Zusammenarbeit mit dem Diakon Robert Wobbe, der im Alter von 58 Jahren verstarb. Im Oktober 1995 begann Robert Wobbe seinen Dienst als Pastoralreferent in St. Vitus. Im November 2007 empfing er die Diakonenweihe in Münster und war seitdem Diakon der Doppelgemeinde St. Vitus und St. Jakobus. Bei Predigten, Taufen, Hochzeiten und Beerdigungen hat er immer die richtigen Worte gefunden. Er organisierte den Ferienspaß und war Präses der KAB und aktives Mitglied der Feuerwehren Südlohn und Oeding und selbstverständlich auch Mitglied des Heimatvereins. Eine besondere Aufgabe von Robert Wobbe war seit 2013 die Notfallseelsorge und die Polizeiseelsorge im Kreidekanat Borken. So hat er in Krisensituationen oder nach Schicksalsschlägen beratend zur Seite gestanden und Polizisten bei der Überbringung einer Todesnachricht begleitet. Robert Wobbe war den Menschen zugewandt, vielen Menschen gab er Halt, Stärke, Trost und Zuversicht. Er war verheiratet mit Luise Wobbe, aus der Ehe gingen drei Kinder hervor.
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Gertrude Worle, geb. Emmerich, wanderte im Jahre 1936 nach New York aus. Zusammen mit ihrem aus Süddeutschland stammenden Ehemann Stephan Worle baute sie in New York ein Fleischwarengeschäft auf. In den schwierigen Nachkriegsjahren versorgte sie ihre Südlohner Verwandten mit Nahrungsmitteln. Ihrer Heimat blieb Gertrud Worle immer verbunden. Viele Besuche in der Heimat zeugten davon. Die plattdeutsche Sprache hatte sie nicht verlernt. Unvergessen für die Auswandererin Gertrud Worle und für Mitglieder des Südlohner Spielmannszuges war die Teilnahme an der Steubenparade in New York im Jahre 1985.
2014 – © heimatverein-suedlohn.de
Als Ewald Wullweber 1951 in die Feuerwehr eintrat, hatte diese 17 Mitglieder. Als Einsatzfahrzeug diente ein amerikanisches Militärfahrzeug. 1960 wurde Ewald Wullweber zum Truppführer ernannt, die Ernennung zum Brandmeister erfolgte 1967 und zum Oberbrandmeister 7 Jahre später. Die Führung des Löschzuges Südlohn wurde ihm 1981 übertragen. Mit dem Erreichen des 60. Geburtstages schied Ewald Wullweber nach 38 Jahren Freiwilligendienst aus der Feuerwehr aus.



































































