Bildungsreisen

Reisen bildet!

Dieses prägnante Stichwort war und ist Leitgedanke der verschiedenen durchgeführten Fahrten des Heimatvereins. Nicht nur die Aufarbeitung und Bewahrung der Geschichte und Gegenwart unserer Gemeinde ist ein schönes Ziel, auch Fahrten zu historischen Orten gehören traditionell zum Heimatverein Südlohn. Mittlerweile hat sich eine richtige „Fangruppe“ gebildet, die immer wieder an den Fahrten teilnimmt.

Geplant und durchgeführt wurden die Reisen von 2002 bis  2012 überwiegend von Helmuth Emmerich. Seit 2013 übernimmt Doris Bennemann Organisation und Durchführung der Fahrten mit einer guten Mischung aus Bildung, Erlebnis und Erholung.

Nachfolgend Kurzbeschreibungen der Reisen – keine Reiseberichte:

2002:

Kloster Corvey
Vor den Toren der Stadt Höxter thront das Kloster Corvey. Die weitläufige Schlossanlage beeindruckt durch imposante Außenanlagen. Das Kloster wurde 822 von französischen Mönchen gegründet und stellte in der Folgezeit ein kulturelles und politisches Zentrum dar. Im 19. Jahrhundert wurde das Kloster zum Schloss umgewandelt.

2003:

Künstlerdorf Schöppingen und Stift Asbeck
Abb. Internet Pfarrkirche St. Brictus oder Asbeck Dormitorium
Das Künstlerdorf Schöppingen besteht aus zwei renovierten Bauernhöfen aus dem 19. Jahrhundert. Besonders sehenswert ist die ehrwürdige Pfarrkirche St. Brictius und natürlich das Stift Asbeck mit Dormitorium und Kreuzgang.

2004:

Lüneburger Heide + Niederhaverbeck
Niederhaverbeck war der ideale Ort, um die ausgedehnten Heideflächen, Wacholderbestände, wunderschönen Dörfer und Hügelgräber zu erkunden. Das Naturschutzgebiet Lüneburger Heide hat dazu eingeladen, Landschaft und Kultur gleichermaßen zu genießen.

2005:

Eversberg – das Bundesgolddorf im Hochsauerland
Eine gelungene Tour: Eversberg liegt in einer der schönsten und landschaftlich reizvollsten Gegenden im Sauerland, im Land der tausend Berge. Romantische Fachwerkhäuser und idyllische Plätze laden zum Verweilen ein.

2006:

Giethoorn – Hollands „Klein – Venedig“
 „Einfach märchenhaft“ – so die einhellige Aussage der Reiseteilnehmer. Das ganze Dorf ist eine Sehenswürdigkeit. Bestimmt wird das Bild von Giethoorn durch Grachten, kleine Holzbrücken und mit Schilf gedeckten Bauernhäuser. Diese Atmosphären haben den Ort den Ruf des„grünen Venedig“ gebracht.

2007:

Greetsiel und Schloss Clemenswerth
Angekommen in Greetsiel, waren alle fasziniert von dem über 600 Jahre alten Fischereihafen mit seiner beeindruckenden Krabbenkutterflotte und den malerischen Gassen.
Das Jagdschloss Clemenswerth wurde 1737 bis 1747 nach Plänen des berühmten Barockarchitekten Johann Conrad Schlaun errichtet. Das Schloss ist eines der sehenswertesten Kulturdenkmäler Norddeutschlands.

2008:

Bad Zwischenahn im Ammerland
Moor, Heide, Wald und Wiesen, gepflegte Parkanlagen mit mächtigen Bäumen bestimmen die Landschaft. Als „Perle des Ammerlandes“ wird das Zwischenahner Meer bezeichnet. Aal und Grünkohl haben einige Reiseteilnehmer genossen. Ob auch „Schnaps aus dem Löffel“ dazugehörte, bleibt ein Geheimnis.

2009:

Weimar, Buchenwald und die Wartburg
 
Weimar wurde 1999 zur „Kulturstadt Europas“ ernannt. Die kulturgeschichtliche Bedeutung wurde von der UNESCO gewürdigt durch Aufnahme in die „Welterbeliste“. Alle Sehenswürdigkeiten auch nur ansatzweise zu beschreiben, sprengt den Rahmen dieser kurzen Reiseübersicht.
Buchenwald ist ein Begriff für das dunkelste Kapitel der deutscher Geschichte. Bedrückend die Erlebnisse, schweigend verneigten sich die Teilnehmer bei der Niederlegung des Kranzes zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus und der Gewaltherrschaft.
Die Wartburg lässt Geschichte pur erleben. Das prägnanteste Ereignis in der Geschichte der Wartburg: 1521 übersetzte Martin Luther das Neue Testament unter Zugrundelegung des griechischen Urtextes ins Deutsche.

2010:

Goslar, Lager Friedland und das Grenzmuseum „Schifflersgrund“.
 
Goslar – die Kaiserstadt und Weltkulturerbe der UNESCO zu erleben war ein besonderes Erlebnis. Die Altstadt mit über 1.500 Fachwerkhäuser unterschiedlicher Epochen haben die Geschichte dieser Stadt auf Schritt und Tritt erleben lassen.
Grenzdurchgangslager Friedland: Seit der Gründung 1945 war das GDL für mehr als 4 Millionen Menschen die erste Anlaufstelle in der Bundesrepublik Deutschland. Deshalb wird es auch heute noch als „Tor zur Freiheit“ bezeichnet. Unvergessen sind die Bilder der Heimkehr der deutschen Soldaten aus russischer Kriegsgefangenschaft im Jahre 1955 – zehn Jahre nach Beendigung der Kriegshandlungen.
Grenzmuseum „Schifflersgrund“: Im Besucherzentrum wurde deutlich, wie das Nadelöhr zwischen den Welten Ost und West organisiert war. Die Geschichte der innerdeutschen Teilung, die historischen Zusammenhänge und die oft unmenschlichen Kontrollmechanismen der Grenzorgane der ehemaligen DDR wurden uns nochmals vor Augen geführt.
„Auch wenn sie nun ein Teil der Geschichte ist, auch wenn die Gitterzäune, Stacheldrähte, Sperr – und Selbstschussanlagen demontiert sind, die Minenfelder geräumt, die Wachtürme gesprengt, die Gräben zugeschüttet und vom frischen Grün überwachsen sind – für alle, die mit ihr leben und unter ihr leiden mussten, ist die menschenverachtende Grenze, die über vierzig Jahre Deutschland spaltete, nicht vergessen.“

2011:

Spiekeroog – die Nordseeinsel
Die Insel Spiekeroog zeigte sich den Gästen des Heimatvereins in buntem Farbenspiel. Blauer Himmel und Sonnenschein begleiteten die Reisegruppe bei ihrem Gang über die grüne Insel. Bei der geführten Inselbesichtigung erkannten die Besucher, dass die Bewohner Sinn und Platz für viel Individuelles haben. Die älteste ostfriesische Inselkirche stellte den Besuchern Zeugnisse der Vergangenheit vor. Kein Autolärm und nichts, was den Alltag unerträglich macht, bedrängt die Urlauber – eine besondere Erfahrung für die Gäste aus dem Münsterland.

2012:

Auf den Spuren des heiligen Vitus A

In diesem Jahr führte die Reise ins Weserbergland. Ziel war die Klosteranlage Corvey. Wie in der Heimatpfarre Südlohn ist der Heilige Vitus Patron der Corveyer Kirchengemeinde. Eine Führung erschloss der Reisegruppe vom Heimatverein das heutige Schloss und die ehemalige Abtei. Bauhistorisch sind die barocke Kirche aus dem 17. Jahrhundert und das karolingische Westwerk aus dem 9. Jahrhundert als Weltkurturerbe im Gespräch.
Am Nachmittag folgte die Reisegruppe einer Einladung der koptisch-Orthodoxen Bischofs Damian, der im Höxteraner Stadtteil Brenkhausen residiert. Die koptisch-orthodoxe Kirche ist in Ägypten entstanden, sie führt sich auf den Heiligen Evangelisten und Märtyrer Markus zurück, der in Ägypten gewirkt hat. Eine gemeinsame Kaffeetafel im Kloster des Bischofs Damian bildete den Abschluss der Reise.


2013:

Ab dem Jahre 2013 werden die Reisen geplant, organisiert und durchgeführt von Doris Bennemann, ehemalige Rektorin der Roncalli-Hauptschule Südlohn.

04.04.2013: „Ladykillers“ begeistern Freunde der plattdeutschen Sprache

Der Heimatverein Südlohn machte sich mit dem 1. Vorsitzenden Franz-Josef Bucks und Doris Bennemann auf den Weg zur Niederdeutschen Bühne am Theater Münster, um einen Klassiker der schwarzen britischen Komödie zu sehen, basierend auf dem gleichnamigen Kultfilm von 1955. Die Krimikomödie spielt auf zwei Etagen: oben die Ganoven, unten die prinzipientreue Kapitänswitwe mit ihren temperamentvollen Freundinnen. Die ebenso spannende wie mit schwarzem Humor gefüllte Komödie wurde von Hannes Demming ins Münsterländische Platt übertragen. Alle 13 Vorstellungen dieses Klassikers in plattdeutscher Sprache waren ausverkauft. Doris Bennemann konnte frühzeitig ein Kartenkontingent für den Heimatverein reservieren und organisierte die erste Fahrt des Vereins zu einem Theaterbesuch. Die Heimatvereine bemühen sich sehr um den Erhalt der plattdeutschen Sprache, auch vor diesem Hintergrund war der Theaterbesuch zu sehen. Im nächsten Jahr wird von der Niederdeutschen Bühne das Stück „Moos frie Huus“ aufgeführt, ebenfalls in plattdeutsch und sicher ebenfalls auch wieder mit einer interessierten Gruppe des Heimatvereins Südlohn.

21.09.2013: Maritime Erlebnisse in Ostfriesland

Leer in Ostfriesland war das Ziel einer Tagestour des Heimatvereins Südlohn, geleitet von Doris Bennemann. Erster Programmpunkt des Tages war die Besichtigung des im deutsch – niederländischen Renaissancestil erbauten Rathauses von 1894. Das Rathaus ist nicht nur von außen eine Augenweide, die inneren Deckenmalereien, Mosaikfußböden und Säle sind beeindruckend. Die Altstadt von Leer mit ihren Lagerhäusern, kleinen Läden und Teestuben ist weitgehend erhalten und zeugt von der Vergangenheit als Handels- und Hafenstadt. Leer ist nach Hamburg der zweitgrößte Reederstandort in Deutschland. Die Hafenrundfahrt mit dem Grachtenboot „Koralle“ führte in den Museums- und Industriehafen mit zahlreichen maritimen Attraktionen. Der Tagesabschluss wurde im Leeraner Miniaturland gemacht. Diese Anlage in Leer ist die zweitgrößte ihrer Art in Deutschland nach dem Hamburger Miniatur Wunderland.

 


06.03.2014: Kloster Gerleve und Theater Münster 

Leer in Ostfriesland war das Ziel einer Tagestour des Heimatvereins Südlohn, geleitet von Doris Bennemann. Erster Programmpunkt des Tages war die Besichtigung des im deutsch – niederländischen Renaissancestil erbauten Rathauses von 1894. Das Rathaus ist nicht nur von außen eine Augenweide, die inneren Deckenmalereien, Mosaikfußböden und Säle sind beeindruckend. Die Altstadt von Leer mit ihren Lagerhäusern, kleinen Läden und Teestuben ist weitgehend erhalten und zeugt von der Vergangenheit als Handels- und Hafenstadt. Leer ist nach Hamburg der zweitgrößte Reederstandort in Deutschland. Die Hafenrundfahrt mit dem Grachtenboot „Koralle“ führte in den Museums- und Industriehafen mit zahlreichen maritimen Attraktionen. Der Tagesabschluss wurde im Leeraner Miniaturland gemacht. Diese Anlage in Leer ist die zweitgrößte ihrer Art in Deutschland nach dem Hamburger Miniatur Wunderland.


09.09.2014: Paderborn und Büren sind eine Reise wert!

Ziel der diesjährigen Tagesfahrt des Heimatvereins Südlohn unter Leitung von Doris Bennemann war die 1.200 jährige Bischofs- und Universitätsstadt Paderborn. Die karolingische Kaiserpfalz, der Dom mit den Reliquien des Hl. Liborius, das Rathaus im Stil der Weserrenaissance und vieles mehr wurde erkundet. So auch die Quellbereiche der Pader, die mitten in der Stadt  aus 200 Quellen über 5.000 Liter pro Sekunde ausschütten. Das Quellgebiet gehört zu den stärksten Quellen in Deutschland. Der Name Paderborn setzt sich zusammen aus „Pader“ und „Born“ – einer früheren Bezeichnung für Quelle. Nach dem Mittagessen im historischen Gewölbekellers des Rathauses führte die Fahrt nach Büren – einer kleinen Stadt am Südrand der Paderborner Hochfläche.
Doris Bennemann – ehemalige Rektorin der Roncalli-Schule – hatte als Ziel das
Bürener Schulmuseum ausgesucht. Unter welchen Bedingungen lernten die Schüler zu Kaisers Zeiten? Das Schulmuseum Büren zeigt einerseits Dokumente, an denen sich

geschichtliche Entwicklungen ablesen lassen und  andererseits möglichst anschauliche Beispiele der Unterrichtsgestaltung durch den agierenden und erklärenden Museumslehrer Heinz Wördenweber. Die Südlohner Besucher/innen des Heimatvereins fühlten sich zurückversetzt in die Zeiten des eigenen Schulbesuches, so manche Erinnerung wurde wieder lebendig. So war es auch möglich, die deutsche Sütterlinschrift zu entziffern, die 1942 durch die lateinische Schrift ersetzt wurde.
Abgeschlossen wurde die Reise mit einem Besuch des historischen „Café Stilbruch“, erbaut in einem ehemaligen mittelalterlichen Lagerhaus der Edelherren von Büren.

 


21.02.2015: Eingebildeten Kranken erlebt

 
Einen der berühmtesten Komödienklassikern von Molière hatte Doris Bennemann für den Theaterbesuch in Münster ausgesucht: „Der eingebildete Kranke“, eine Produktion der Niederdeutschen Bühne am Theater Münster.  43 Mitglieder des Südlohner Heimatvereins erlebten diese Komödie nach einem Zwischenstopp im Stevertal.
Hannes Demming hat die Komödie mit dem Titel „Malatt in’n Kopp of de Hypochonder“ ins westfälische Platt übersetzt und spielte selbst die Hauptrolle. Die Handlung wurde ins Münster des 17. Jahrhunderts verlegt. Gisbert van Boland, ein reicher Kaufmann, bildet sich ein, krank zu sein. Er beschäftigt nicht nur viele Ärzte und Apotheker, sondern möchte auch seine Tochter gegen ihren Willen mit einem Arzt verheiraten. Mit Hilfe des Dienstmädchens Mimi erhält sie am Ende doch den richtigen Mann und Gisbert van Boland werden in vielfacher Hinsicht die Augen geöffnet.
So erlebten die Zuschauer eine turbulente Komödie rund um die angebliche Krankengeschichte des Hauptdarstellers. Nach zweieinhalb Stunden gab es viel Applaus für das gesamte Ensemble.

 


09.09.2015: Münsterland grüßt Sauerland

 
Unter diesem Motto fand unter Leitung von Doris Bennemann eine Tagesreise des Heimatvereins Südlohn nach Brilon im Hochsauerland statt. 63 Mitglieder machten sich auf den Weg ins Sauerland, um einen Besuch des Briloner Heimatbundes SEMPER IDEM  am  20. Mai 2015 in Südlohn zu erwidern.
Der Weg nach Brilon führte zunächst in den Ortsteil Scharfenberg – der Heimat von Doris Bennemann. Nach Erläuterung der prunkvollen im Barockstil erbauten St. Laurentius-Pfarrkirche durch Dietmar Bange, den stellvertretenden Vorsitzenden des Kirchenvorstandes, erkundete die Südlohner Gruppe die Schützenhalle. Gerhard Aust, Ehrenoberst der St. Josef Schützenbruderschaft, berichtete über das Scharfenberger Schützenwesen. Dabei wurden die Unterschiede zwischen den Scharfenberger und den Südlohner  Schützenfesten herausgearbeitet. In Scharfenberg: keine Kutschen, kein Throngefolge, beschränkte Thronkapazität. Aber: Umzug aller Schützen mit weißen  Hosen und schwarzem Jacket.

 

Für die Stadtführung in Brilon hatte Doris Bennemann ebenfalls engagierte Gästeführer gewinnen können. Fasziniert war die Gruppe vom „Museum Haus Hövener“, der Vorsitzende Winfried Dickel erläuterte die eindrucksvolle Geschichte des Hauses. Wolfgang Kraft, Mitarbeiter der VHS Brilon, übernahm die Stadtführung und der Ehrenbürgermeister Franz Schrewe die Stadtrundfahrt mit vielen interessanten Informationen über Geschichte und Gegenwart der ehemaligen Hansestadt.

 

Abschluss der Tour bildete stilgerechtes Kaffeetrinken in der Hiebammen-Hütte, direkt am Rothaarsteig gelegen. 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

06.03.2016: Theater kann auch anders sein

Plattdeutsche Sozialkomödie der Niederdeutschen Bühne

 
Einen der berühmtesten Komödienklassikern von Molière hatte Doris Bennemann für den Theaterbesuch in Münster ausgesucht: „Der eingebildete Kranke“, eine Produktion der Niederdeutschen Bühne am Theater Münster.  43 Mitglieder des Südlohner Heimatvereins erlebten diese Komödie nach einem Zwischenstopp im Stevertal.
Hannes Demming hat die Komödie mit dem Titel „Malatt in’n Kopp of de Hypochonder“ ins westfälische Platt übersetzt und spielte selbst die Hauptrolle. Die Handlung wurde ins Münster des 17. Jahrhunderts verlegt. Gisbert van Boland, ein reicher Kaufmann, bildet sich ein, krank zu sein. Er beschäftigt nicht nur viele Ärzte und Apotheker, sondern möchte auch seine Tochter gegen ihren Willen mit einem Arzt verheiraten. Mit Hilfe des Dienstmädchens Mimi erhält sie am Ende doch den richtigen Mann und Gisbert van Boland werden in vielfacher Hinsicht die Augen geöffnet.
So erlebten die Zuschauer eine turbulente Komödie rund um die angebliche Krankengeschichte des Hauptdarstellers. Nach zweieinhalb Stunden gab es viel Applaus für das gesamte Ensemble.