Menschen in Südlohn:

Es gibt viele Menschen, die sich um Südlohn verdient gemacht haben: Ehrenbürger und Bürgermeister, Pfarrer, Träger von Verdienstorden und nicht zuletzt

Bürger und Bürgerinnen wie du und ich:
Handwerker, Kaufleute, Bauern,
Gastwirte, Ärzte, Unternehmer und viele mehr

Sie alle haben auf ihre Art das Leben in der Gemeinde geprägt und mitgestaltet. Diesen Bürgern gehört diese Rubrik. Wir sind uns im Klaren darüber, dass wir nicht alle erfasst haben, denen ein Platz gebührt.

So erwarten wir gerne zusätzliche Hinweise:

  • Am besten mit Digital-Foto oder auch mit einer Fotografie zum Scannen, das Bild erhalten Sie zuverlässig zurück.
  • Einen begleitenden Text mit einer Kurzbiografie – ausformuliert oder in Stichworten.
  • Unterlagen senden Sie per Mail an: kontakt@heimatverein-suedlohn.de oder geben diese an
  • Ernst Bennemann, Droste-Hülshoff-Straße 18, 46354 Südlohn, Tel. 02862 – 7112

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Südlohn, im Juni 2014
Heimatverein Südlohn e.V.
– Ernst Bennemann –

A – G

Adeltrud, Maria
Albrink, Theodor
Bengfort, Heinrich
Bengfort, Hermann
Bennemann, Bernhard
Bennemann, Elisabeth
Bennemann, Franz
Bennemann, Heinrich
Bennemann, Viktoria
Bleister, Adolf
Bone, Paul
Brauckmann, Hermann
Breuer, Hermann-Josef
Brunzel, Ernst
Bucks, Agnes – geb. Hoff
Bucks, Christel
Bucks, Johannes
Bucks, Franz-Josef
Bütterhoff, Bernhard
Busch, Heinrich
Busert, Franz
Cohausz, Eugen
Deelmann, Werner
Demes, Bernhard
Demes, Franz
Demes, Paul
Demming, Alfons
Demming, Heinrich
Demming, Josef
Dönnebrink, Josef
Dönnebrink, Josef
Doods, Johannes
Doods, Theo
Ebbing, Johannes
Fallbrügge, Hubert
Föcking, Carl
Föcking, Franz
Föcking, Martha
Frechen, Franz
Frechen, Karl
Funke, Franz

Gehling, Josef
Gehling, Paul
Gehling, Peter
Geuking, Bernhard
Glünz, Franzisa

H – R

Hinske,Hubert
Höing, Hannes
Hoff, Maria
Hollad, Bernhard
Hollad, Martin
Hollstegge, Josef
Hövel Gustav,
Hövel, Heinrich,
Hövel, Margret
Hummels, August
Hummels, Heinz-Josef
Hummels, Magdalene
Icking, Heinrich
Isferding, Elisabeth
Klier, Josef
Kloster, Gerhard
Knuth, Helene
Köhne, Heinrich
Köster, Gregor
Krämer, Wilhelm
Krüchting, Bernhard
Krüchting, Josef
Langheim, Richard
Lehmkuhl, Ernst
Liesner, Bernhard
Liesner, Franz
Liesner, Franz-Josef
Lövelt, Ferdinand
Markötter, Pater Elpidius O.F.M.
Meimberg, Dr. Anton
Meinert, Anton
Menke, Bernhard
Meyer, Bernhard
Möllering, August
Nagel, Alois
Neuer, Wilhelm
Niehaus, Arnold
Niehaus, Bernhard
Niehaus, Franz-Josef und Gerda
Niehoff, Leo
Oing, Johannes

Oing, Günther
Opitz, Ernst
Osterholt, Franz
Paß, Hubert
Praest, Josef
Rasper, Erich
Resing, Josef
Robben, Aloys
Robers, Alfred
Robers, August
Robers, Bernhard
Robers, Bernhard
Robers, Gerhard
Robers, Josef
Robers, Josef
Robers, Joseph
Röttger, Ferdinand
Röttger, Heinz
Röttger, Heinz
Rüther, Franz

S-Z

Schmeing, Aloys
Schmeing, Gerhard
Schmeing, Johann
Schmittmann-Wehning, Wilhelm
Schmitz, Paul
Schreiber, Walter
Schrieverhoff, Bernhard
Schrote, Leo
Siemens, Peter
Sparwel, Heinz

Stegemann, Georg
Schültingkemper, Hermann
Schulze Herking, Bernhard
Schulze Wehninck-Oenning, Josef
Schulze Wehninck-Siebing, Elisabeth
Schwieters, Dr. Anton
Südfels, Hubert
Sutterlütty, Gisela
Tecker, Hubert
Telöken, Ewald
Telöken, Franz
Telöken, Heinrich
Tenbrake, Berta
Tenbrake, Karl-Heinz
Tenhagen, Johanna
Tenhagen, Dr. Josef
Tenk, Heinrich
Terbrack, Gerhard
Terhedebrügge, Dr. Hubert
Terhörne, Heinrich
ter Hürne, Otger
Thesing, Josef – Pater OMI
Thies, Alfred
Thomes, Paul
Tombrock, Josef
Tophof, Dr. Hermann
Uphaus, Berhard
van Almsick, Franz
Vedder, Dr. med. Bernhard
Vierhaus, Dieter

Vieth, Karl
Wanning, Heinrich
Wansing, Josef
Wehning, Gerhard Wilhelm
Wehning, Maria
Wehr, Elisabeth
Wehr, Hubert
Wentingmann, Brigitte
Wentingmann, Josef
Wetter, Bernhard
Winkelhues, Walter
Worle, Gertrud
Wullweber, Ewald

Adeltrud, Maria – Franziskanerin

geb. Elisabeth Platzköster

geboren:       19.02.1928
gestorben:    12.07.2017

Schwester Maria Adeltrud wurde in Bottrop-Kirchhellen geboren und trat 1953 in den Orden der Franziskanerinnen von Münster-Mauritz ein. Nach ihrer Ausbildung zur Krankenschwester absolvierte sie eine Umschulung zur Köchin und Diätassistentin. Nachdem sie als Küchenschwester in verschiedenen Einrichtungen gearbeitet hat, kam sie 1986 kam sie zum damaligen Altenkrankenheim Henricus-Hospital nach Südlohn, sie übernahm die Leitung der Großküche. Mit dem Bezug des Neubaus des Henricus-Stiftes im Jahre 1996 gab sie die Küchenleitung in jüngere Hände ab. Danach arbeitete sie als Küsterin in der Pfarrkirche St. Vitus. Bis zu Ihrem Tod erledigte sie immer noch den Küsterdienst in der Nikolauskapelle des Henricus-Stiftes und war im Nähzimmer für alle anfallenden Näh- und Flickarbeiten zuständig. Im April 2016 konnte sie das diamantene Professjubiläum feiern. Schwester Adeltrud hat sich um das liturgische Leben in der Kirchengemeinde verdient gemacht. Viele Südlohner erinnern sich an ihre bescheidene, liebenswürdige Art und Weise, an ihre gute Laune und an ihren Humor. Sie lebte nach der Regel der Franziskanerinnen: Geborgen im Glauben – nah bei den Menschen.

2017 – © heimatverein-suedlohn.de

Albrink, Theodor

geboren: 04.07.1897
gestorben: 28.10.1968

Theodor Albrink war langjähriger Vorsitzender der KAB. Seit 1915 war er Mitglied, seit 1948 im Vorstand und seit 1963 der erste Vorsitzende. In der Zeit des Nationalsozialismus war er streitbarer Gegner des Regimes. Nach dem Krieg hat er die Renovierung des Vereinshauses vorangetrieben. Den Altentag der KAB hat er ins Leben gerufen, unvergessen sind seine Einsätze an den Nikolaustagen.

2014 – © heimatverein-suedlohn.de

Bengfort, Heinrich

geboren: 14.10.1933
gestorben: 24.04.1989

Als ältester Sohn des bei der Firma Gebr. Deelmann tätigen Holzfällers Hermann Bengfort (1907 – 1961) musste der Sohn Heinrich 1960 den heimischen Hof übernehmen. Die Hofstelle befand sich im heutigen Vitusring. Nach der Heirat mit Elisabeth Schlettet aus Hundewick gründete Heinrich Bengfort im Jahre 1964 das „Betonsteinwerk Südlohn“ in der Gemarkung Scharperloh, dem heutigen Wohngebiet Scharperloh, am westlichen Rand von Südlohn in Richtung Vreden gelegen. Kurz vor seinem Tod wurde das Betonsteinwerk verkauft. Heinrich Bengfort war Musiker mit Leib und Seele. Ab 1940 war er Trompeter in der Musikapelle Südlohn. Später spielte er die Tuba – wie sein Vater. Der Name Bengfort ist mit dem Klangkörper der Musikkapelle aufs engste verbunden: Nicht nur sein Vater war Mitglied der Kapelle, auch seine Söhne folgten der Tradition. Sie musizieren und tragen seit 1969 zur Klangkörperverstärkung der weit über die Grenzen von Südlohn hinaus bekannten Musikkapelle Südlohn bei.

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Bengfort, Hermann

geboren: 09.04.1907
gestorben: 09.01.1961

Als jüngstes Kind des Müllers Hermann Bengfort musste Sohn Hermann früh den heimischen Hof übernehmen. Nach dem 2. Weltkrieg kam er aus russischer Gefangenschaft zurück und wurde im Jahre 1946 der erste Vorsitzende der Musikkapelle Südlohn. Dieses Amt übte er bis 1955 aus. Bis zu seinem Tod spielte er in der Kapelle die Tuba. Hermann Bengfort war Holzfäller bei der Firma Deelmann und Bauer auf dem heimischen Hof. Musik prägt das Leben mehrerer Generationen der Familien Bengfort: Fast alle acht Kinder, Enkel und sogar Urenkel folgten der Tradition und musizierten oder musizieren bis heute in der Musikkapelle Südlohn.

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Bennemann, Bernhard

geboren: 22.06.1936
gestorben: 21.09.1996

Der Schneidermeister Bernhard Bennemann eröffnete im Jahre 1959 in seinem Elternhaus an der Friedhofstraße eine Schneiderwerkstatt mit dem Verkauf von Maß- und Fertigkleidung. Im November 1965 erfolgte der Umzug in das neu errichtete Geschäftshaus in der Holzstraße. Das in moderner Rundbauweise errichtete Gebäude fügt sich in seiner Gesamtanlage harmonisch in das Bild der Holzstraße ein. Betrieben wurde ein Geschäft für Maß- und Fertigkleidung und traditioneller Handel mit Textil- und Kurzwaren. Aus der 1965 geschlossenen Ehe mit Cäcilia Bennemann geb. Rensing gingen drei Kinder hervor. Nach dem Tode von Bernhard Bennemann wurde das Geschäft von Ehefrau Cäcilia bis zum 31.12.2007 weitergeführt.

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Bennemann, Elisabeth

geboren: 13.07.1923
gestorben: 17.06.2007

Elisabeth Bennemann erhielt im Textilhaus J.B. Busch in Südlohn eine Ausbildung zur Verkäuferin im Textilhandel. Nach weiteren beruflichen Stationen im Textilhaus Paul Arntzen in Südlohn und im Textilhaus Pottgießer in Weseke gründete sie im Jahre 1953 in der Kirchstraße Nr. 5 eine Handlung für Textilwaren. Das Geschäftshaus „Moden Bennemann“ war über Jahrzehnte ortsprägend. Im Jahre 2005 wurde das Geschäft aus gesundheitlichen Gründen aufgegeben. 1964 war Elisabeth Bennemann Schützenkönigin mit dem König Clemens Schulze – Besseling.

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Bennemann, Franz

geboren: 15.03.1930
gestorben: 28.01.1983

Im März 1887 stellte der Bäcker Franz Bennemann einen Antrag auf Erteilung einer Konzession zum Betrieb einer Gastwirtschaft. Der Sohn Franz Bennemann jun. übernahm die Gastwirtschaft 1928. Dessen Sohn, der gelernte Bäcker Franz Bennemann, übernahm die Traditionsgaststätte Bennemann am Fürstenberg im Jahre 1956. Als aktives Schützenmitglied errang er 1960 die Königswürde, mit Marianne Deelmann als Königin. Nach dem Tode führte seine Frau Hedwig, geborene Frehe, die Gastwirtschaft, den Lebensmittelladen und einen Getränkehandel weiter. Heute wird die Gaststätte in der fünften Generation von Wolfgang Bennemann und seiner Ehefrau Christa, geborene Siebenbrock, geführt.

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Bennemann, Heinrich

geboren: 24.03.1933
gestorben: 11.03.2016

Als erstes von neun Kindern der Eheleute Johannes und Antonia Bennemann erblickte Heinrich Bennemann das Licht der Welt. Nach Beendigung der Schulzeit erlernte er von 1947 bis 1950 den Beruf des Elektrikers bei dem Elektromeister Heinrich Höing in der Kirchstraße, der nicht nur Elektroarbeiten ausführte, sondern auch Radiogeräte verkaufte. Nach einer Zeit als Geselle besuchte er in Oldenburg die Meisterschule für das Elektro-Handwerk, die 1947 gegründet wurde und 1950 etabliert war. Heinrich Bennemann war einer der ersten Meisterschüler. Mit dem Meisterbrief für das Elektrohandwerk in der Tasche machte er sich selbstständig, zunächst im Elternhaus an der Bahnhofstraße. 1976 erfolgte der Umzug in ein neues Gebäude, ebenfalls an der Bahnhofstraße. Bis 1999 wurden hier neben den Elektroarbeiten auch elektrische Geräte jeglicher Art angeboten. Heinrich Bennemann war Mitglied des St. Vitus Schützenvereins und Gründungsmitglied des Spielmannszuges Südlohn. Entspannung fand er in dem 1950 gegründeten Kegelclub „Pudel“, der bis Ende der 1980-er Jahre bestand. 49 Jahre war Heinrich Bennemann mit Cilli Bennemann, geborene Graf verheiratet. Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor.
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Bennemann, Viktoria,

geb. Emmerich

geboren: 19.02.1904
gestorben: 24.11.1998

Nach dem Tode hinterließ Viktoria Bennemann ihrer Familie ein einzigartiges Dokument der Zeitgeschichte: Jahrzehntelang führte sie ihr Tagebuch und hat Südlohner Ereignisse und Familiengeschichte festgehalten, aufgelockert durch Gedichte und Dönekes. Erwähnt sind im Laufe der Jahrzehnte 770 Namen Südlohner Bürger mit Geschichten, Berichten und Hintergründen. Deutlich wird, wie sich die Gesellschaft im Laufe der Jahre verändert hat. Sohn Ernst Bennemann und Enkel Dirk Bennemann haben das Tagebuch abgeschrieben und im Eigenverlag herausgegeben.

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Bleister, Adolf

geboren: 30.09.1877
Priesterweihe: 28.05.1904
gestorben: 23.06.1952

Adolf Bleister war nach der Priesterweihe als Kaplan in Neuenkirchen, Warendorf und Coesfeld tätig. Am 1. März 1929 wurde er zum Pfarrer von Südlohn ernannt, am 29. April 1929 wurde er als Pfarrer von St. Vitus eingeführt. Unter seiner Regie wurde die St. Vitus Pfarrkirche im Jahre 1936 erweitert. Zum einen in der Verlängerung des dreischiffigen Langhauses um ein Joch, zum anderen wurde vor dem Langhaus ein Querschiff mit einem neuen Turm errichtet. Ein niedriger Anbau erweiterte die Kirche im Süden. Den Architekten ist es gelungen, die damaligen Raumprobleme zu lösen und gleichzeitig die wertvolle Bausubstanz zu erhalten.

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Bone, Paul

geboren: 27.06.1948
gestorben: 19.01.2016

Paul Bone wurde als 2. Kind der Eheleute August und Gertrud Bone-Bröker in Ramsdorf geboren. 11 Jahre alt war Paul Bone, als er mit seiner Mutter nach Südlohn zog, hier wohnten sie für einige Jahre bei Heinrich und Maria Terhörne in der Holzstraße. In Gescher erlernte er bei der Firma Rensinghoff den Beruf des Tischlers. Im Laufe der Jahre ist Paul Bone mit seinem freundlichen Wesen und vielfältigen Aktivitäten ein Südlohner geworden. Neben der Liebe zu seinen Tieren engagierte sich Paul Bone im SC-Südlohn und im Sportverein Rot-Weiß Trimbach, er gehörte 1973 zu den Gründungsmitgliedern des Vereins. Im Schützenverein St. Vitus war er aktiv, er war Leutnant der 1. Kompanie. 1999 gelang ihm der Königsschuss, Königin war Dorothe Ladenberger. Für Paul Bone war es selbstverständlich, auch Mitglied des Heimatvereins Südlohn zu werden. Verheiratet war Paul Bone mit Mechtild Bone, geborene Tübing, aus der Ehe gingen 4 Kinder hervor.
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Brauckmann, Hermann

geboren: 10.06.1928
gestorben: 15.09.2008

Bankdirektor Hermann Brauckmann war Vorstandsmitglied der Volksbank Stadtlohn und in Personalunion Leiter der Niederlassung Südlohn. Der aus Datteln im Kreis Recklinghausen gebürtige Hermann Brauckmann kam 1964 als Rendant zur damaligen Spar- und Darlehenskasse. 1991 wurde er in den Ruhestand verabschiedet. Hermann Brauckmann verkörperte in besonderer Weise den regional vernetzten Bankkaufmann, der für Jedermann ansprechbar war.

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Breuer, Hermann-Josef

geboren: 01.02.1876
gestorben: 29.01.1940

Der aus Bonn stammende Apotheker Hermann-Josef Breuer führte die Südlohner Apotheke von 1905 bis zu seinem Tode im Jahre 1940. Als Rheinländer hat er sich schnell und leicht in die dörfliche Gemeinschaft eingefügt und war fester Bestandteil des Südlohner Geschehens.

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Brunzel, Ernst

geboren: 15.06.1927
gestorben: 24.05.2014

Die Eltern von Ernst Brunzel siedelten im Jahre 1908 berufsbedingt aus Schlesien nach Südlohn um. Ernst Brunzel war das jüngste von drei Kindern. Vor dem Kriegsdienst 1944 absolvierte er bei der Spar-und Darlehenskasse eine Ausbildung zum Bankkaufmann. Von 1945 bis 1964 war er bei der Spar-und Darlehenskasse in Südlohn beschäftigt. Im Anschluss daran von 1964 bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand im Jahr 1990 war er bei der heutigen Sparkasse Westmünsterland tätig. Von 1964 bis 1998 gehörte er dem Presbyterium der Evangelischen Kirchengemeinde an und engagierte sich als Kirchmeister. Ernst Brunzel war Zeit seines Lebens ein unabhängiger Geist, er trat für Frieden und Menschenwürde ein. Das Schicksal der jüdischen Gemeinde Südlohn hat er mit dem Buch „Nie gehört“ aufgearbeitet und dokumentiert, erschienen 1989 im Selbstverlag. Seine Erlebnisse während der Zeit des Nationalsozialismus haben ihn nicht ruhen lassen, im „Arbeitskreis gegen Rechtsradikalismus und Gewalt – für Toleranz“ war er treibende Kraft.

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Bucks, Johannes

Bucks, Agnes – geb. Hoff

Bucks Johannes:
geboren: 05.10.1909
gestorben: 22.07.1995

Bucks, Anges:
geboren: 11.03.1911
gestorben: 09.01.1999

Bis zum Bombenangriff am 22.März 1945 befanden sich an der Bahnhofstraße 2 – dem Elternhaus von Agnes Hoff – eine Schuhmacherei und ein Hut- und Mützengeschäft der Familie Hoff. Das Haus wurde beim Bombenangriff auf Südlohn am 22. März 1945 zerstört. Nach dem Wiederaufbau eröffnete im Jahre 1952 der Bäckermeister Johannes Bucks mit seiner Ehefrau Agnes Bucks, geborene Hoff, eine Bäckerei mit Lebensmittelgeschäft. Ab 1977 führte der Sohn Bäckermeister Franz-Josef Bucks mit seiner Ehefrau Christel, geborene Liesbrock, das Geschäft bis zum Jahre 2000 weiter. Mit Eintritt in den Ruhestand von Franz-Josef Bucks wurde die Räumlichkeiten im Jahre 2010 an die Bäckerei Mensing aus Ramsdorf verpachtet.

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Bucks, Christel, geb. Liesbrock

geboren: 24.07.1947
gestorben: 22.01.2016

Als ältestes Kind der Eheleute Christine und Hermann Liesbrock wurde Christel Bucks in Oeding geboren. Nach Beendigung der Schulzeit kam sie als Haushaltshilfe in den Geschäfts- und Bäckereihaushalt von Johannes und Agnes Bucks nach Südlohn. 1975 heiratete sie den Bäckermeister Franz-Josef Bucks aus Südlohn. Zusammen mit Ihrem Ehemann führte sie das Bäckereifachgeschäft an der Ecke Kirchstraße / Bahnhofstraße. Ihr Mann Franz Josef Bucks war Bäcker mit Leidenschaft, Christel Bucks war im Ladengeschäft der Bäckerei die Seele des Betriebes. Durch ihre offene Art gewann sie schnell das Vertrauen der Kunden. Vielen Südlohner Kunden war sie Ratgeberin und Gesprächspartnerin gleichermaßen. Mit ihrem Mann Franz-Josef Bucks hatte sie eine weitere Leidenschaft: das Engagement für den Heimatverein Südlohn. Von 2005 bis zu ihrem Tod war sie mehr als nur ein Vorstandsmitglied, sie war Antriebskraft und Motor für vielfache Aktivitäten. Ihre Hauptaufgabe fand sie in der Verwaltung und Archivierung historischer Dokumente und Unterlagen. Christel Bucks arbeitete sich in die Welt der Kalligraphie ein und konnte so ihre Kreativität zum Ausdruck bringen.
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Bucks, Franz-Josef

geboren: 20.01.1947
gestorben: 27.12.2014

Franz-Josef Bucks war der älteste Sohn des Bäckermeisters Johannes Bucks und seiner Ehe-frau Agnes Bucks, geborene Hoff. Den Beruf des Bäckers erlernte Franz-Josef Bucks im elterlichen Betrieb. Nach der Gesellenprüfung arbeitete er zwei Jahre bei der Meisterbäckerei Pohlmeyer in Münster. Die Meisterprüfung legte er 1967 ab, er war der jüngste Bäckermeister im Kammerbezirk. Nach dem Tod seiner Eltern führte Franz-Josef Bucks von 1977 bis 2000 zusammen mit seiner Ehefrau Christel Bucks die Bäckerei mit Lebensmittelhandel an der Bahnhofstraße 2 weiter. Nach seinem Eintritt in den Ruhestand engagierte er sich im örtlichen Heimatverein. Ab 2010 führte er den Heimatverein als 1. Vorsitzender. Dort engagierte er sich mit der gleichen Leidenschaft wie in seinem erlernten Beruf. Durch seinen unermüdli-chen Einsatz für den Heimatverein, sein fundiertes Wissen und sein ausgleichendes Wesen führte er den Heimatverein souverän und erfolgreich in die Zukunft.

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Bütterhoff, Bernhard

geboren: 26.08.1927
gestorben: 21.08.1996

Der Kaufmann Bernhard Bütterhoff stammt aus einer Stadtlohner Kaufmannsfamilie. Betrieben wurde der Handel mit Haushaltswaren, Eisenwaren und Automobilen. Südlohn wurde als zusätzlicher Standort ausgewählt. Bernhard Bütterhoff eröffnete im März 1949 ein Geschäft an der Bahnhofstraße. Im März 1950 erfolgte der Umzug zur Holzstraße in das frühere Haus Ebbing / Röttger. 1952 wurde das Trümmergrundstück Arntzen an der Kirchstraße gekauft und ein Geschäftshaus gebaut, welches 1955 eröffnet wurde. Das Geschäft mit Eisen-und Haushaltswaren wurde bis zum Tod von Bernhard Bütterhoff geführt. Der Stadtlohner Bernhard Bütterhoff war beliebt und im Südlohner Dorfleben fest verankert.

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Busch, Heinrich

geboren: 08.03.1894
gestorben: 26.12.1974

Nach seiner Lehre als Kupferschmied & Installateur in Lüdinghausen hat Heinrich Busch im 1. Weltkrieg ab 1916 als Soldat in einem Armeekorps auf dem Balkan gedient. 1927 heiratete er Anna Marks, aus der Ehe sind 7 Kinder hervorgegangen. 1927 hat sich Heinrich Busch als Klempner & Installateur in Südlohn selbstständig gemacht. Im Jahre 1958 hat Sohn Fritz Busch das Geschäft übernommen und es bis zum Jahr 1992 weitergeführt. Im Laufe dieser Jahre wurde die Brunnentechnik mehr und mehr Gegenstand des Geschäftes. Damit war Fritz Busch weit über die Grenzen von Südlohn hinaus erfolgreich.

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Busert, Franz

geboren: 31.08.1921
gestorben: 30.12.1995

„Wehling + Busert“ – nach dem Zweiten Weltkrieg war dieser Name über Jahrzehnte Inbegriff der florierenden Holz- und Baustoffhandlung an der Eschstraße in Südlohn. Franz Busert erlernte den Beruf des Holzkaufmanns in Ahlen bei der Holzhandlung Seiling. Er war Teilnehmer des Zweiten Weltkrieges und diente beim Afrika-Korps unter Generalfeldmarschall Rommel. 1947 wurde er aus kanadischer Gefangenschaft entlassen. Als Holzkaufmann trat er in die bereits bestehende Holzhandlung ein, welche bis 1980 betrieben wurde. Das Unternehmen „W+B“ war nicht nur in Südlohn und Umgebung ein Markenzeichen. Beliefert wurden Kunden mit Bauholz und Holzwerkstoffen weit über Südlohn hinaus, bis ins Ruhrgebiet und zum Niederrhein. Aus der 1952 geschlossenen Ehe mit Josefine Busert, geb. Winkens, gingen drei Töchter hervor.

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Cohausz, Eugen

geboren: 15.11.1904
gestorben: 11.03.1995

Nach einer Webereilehre und weiteren Stationen der Ausbildung zum Diplomingenieur trat Eugen Cohausz 1925 in den elterlichen Betrieb, die Südlohner Weberei Föcking & Cohausz, ein. Nach Beseitigung massiver Kriegsschäden wurde die Weberei mühevoll wieder aufgebaut. Anschließend liefen in dem Unternehmen 100 Webstühle und gaben vielen Familien Arbeit und Brot. Von 1932 bis 1944 war Eugen Cohausz Oberbrandmeister der freiwilligen Feuerwehr. Zu dieser Zeit rettete er die gotische Glocke von St. Vitus aus der Zeit um 1300. Die Glocke sollte eingeschmolzen werden und war bereits zum Abtransport bereitgestellt. Das Leben von Eugen Cohausz war geprägt von vielseitiger Betätigung. So arbeitete er mit Pastor Winkelhues lange Jahre zusammen und übernahm die kunstvolle Ausmalung des Evangeliars.

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Deelmann, Werner

geboren: 07.04.1927
gestorben: 01.02.1986

Als Jugendlicher musste Werner Deelmann seine kaufmännische Ausbildung unterbrechen, da er in den Reichsarbeitsdienst und mit 17 Jahren als Funker zur Wehrmacht einberufen wurde. Nach Rückkehr aus amerikanischer Gefangenschaft im April 1946 setzte er seine Ausbildung am Niederrhein und bei der Städtischen Sparkasse Ahlen fort. Mit der Umstellung der Produktion von Holzschuhen auf Sitzmöbel stieg Werner Deelmann im Oktober 1949 in den elterlichen Betrieb ein. Nach dem Ausscheiden seines Vaters Heinrich Deelmann im Jahre 1965 führte Werner Deelmann den Betrieb bis zu seinem Tod weiter. Er war mit Marianne Deelmann, geb. Stegmann, verheiratet. Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor.

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Demes, Bernhard

geboren: 30.04.1922
gestorben: 30.09.1989

Schon mit 20 Jahren war der gelernte Gast-und Landwirt Bernhard Demes kriegsbedingt auf Kreta und in Afrika. Nach dem Krieg baute er das zerstörte Gasthaus am Markt wieder auf und errichtete 5 Jahre später Südlohns erste Kegelbahn. 1957 heiratete er seine Frau Gundi, geb. Robers. Das „Alte Gasthaus Demes“ galt als das älteste Gasthaus in Südlohn. Im Dezember 1970 brannte das Gasthaus aus und wurde im altdeutschen Stil wieder aufgebaut. Aus gesundheitlichen Gründen wurde die Gaststätte später verpachtet. Im September 1992 wurde die Gaststätte geschlossen und in Wohnraum umgewandelt.

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Demes, Franz

geboren: 04.10.1921
gestorben: 01.06.2005

Bei der Firma Waning in Vreden absolvierte Franz Demes seine Ausbildung zum Raumausstatter. Nach seiner Teilnahme am Zweiten Weltkrieg und nach Rückkehr aus russischer Gefangenschaft übernahm er 1965 das von seinem Vater Franz Demes im Jahre 1910 gegründete Sattler und Polsterer – Dekorateurgeschäft. In zweiter Generation baute er es zu einem führenden Südlohner Geschäft seiner Branche zusammen mit seiner Ehefrau Hedwig Demes, geb. Drießen, aus Gescher weiter aus. Im September 2000 wurde Franz Demes von der Kreishandwerkerschaft der Goldene Meisterbrief als Raumausstattermeister überreicht. Nach seinem Tod führen die Kinder das Geschäft in dritter Generation weiter.

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Demes, Paul

geboren: 18.05.1925
gestorben: 01.11.1984

Der gelernte Bäckermeister Paul Demes war als langjähriger Vereinswirt des SC Südlohn 28, eine Institution. Die Gaststätte an der Kirchstraße war Anlaufpunkt der Sportler, für die Paul Demes immer ein offenes Ohr hatte. Nach dem Tode von Paul Demes wurden die Gaststätte und der angeschlossene Imbiss von Sohn Heinrich und Tochter Renate weitergeführt. Im Anschluss daran wurde das Haus an der Kirchstraße von dem aus Stadtlohn stammenden Unternehmer Stephan Kropp übernommen und zunächst verpachtet. 2002 wurde die Gaststätte aufgegeben und in Wohnraum umgewandelt.

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Demming, Alfons

geboren: 29.02.1928
Priesterweihe: 21.12.1953
Ernennung zum Weihbischof: 19.11.1976
gestorben: 31.10.2012

Im Dezember 1953 erhielt Alfons Demming im Dom zu Münster die Priesterweihe. Nach Stellen als Kaplan und Dechant wurde er 1976 zum Weihbischof in Münster ernannt. Die Bischofsweihe durch Bischof Heinrich Tenhumberg empfing Alfons Demming am 9. Januar 1977. Er wurde besonders für die Seelsorge der Gläubigen in der Region Borken / Steinfurt bestellt. Seiner Heimatgemeinde Südlohn blieb Alfons Demming bis zu seinem Tode immer eng verbunden.

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Demming, Heinrich

geboren: 09.08.1917
gestorben: 15.01.1997

Zeit seines Lebens war der in Südlohn selbstständige Malermeister Heinrich Demming vielfältig aktiv. Er war ehrenamtlich tätig als Ratsmitglied, stellvertretender Bürgermeister, Mitglied des Kirchenvorstandes, Mitglied des Kuratoriums für das Henricus-Krankenhaus, Schöffe am Landgericht und Schiedsmann. Darüber hinaus war er von 1972 bis 1987 Präsident des St. Vitus Schützenvereins Südlohn 1606 e.V.

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Demming, Josef

geboren: 14.06.1919
gestorben: 25.06.1989

Seine Ausbildung zum Friseur erhielt Josef Demming im Salon Kipker in Stadtlohn. Nach Ablegen der Meisterprüfung zum Friseurmeister machte er sich im August 1945 selbstständig. Das Geschäft befand sich an der Kirchstraße in dem Haus Deelmann zwischen der Bäckerei Bucks und dem Hotel Föcking. (Heute Südlohner Hof) 1950 wurde das neue Geschäftshaus in der Eschstraße Nr. 5 gebaut, 1952 erfolgte die Geschäftseröffnung. Josef Demming war mit Maria Demming geb. Bürger verheiratet. Aus der Ehe gingen sechs Kinder hervor. Nach seinem Tod wurde das Geschäft übernommen und weitergeführt von Martin Demming, ebenfalls Friseurmeister.

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Dönnebrink, Josef

geboren: 05.03.1930
gestorben: 19.02.2013

Der Kaufmann Josef Dönnebrink war lange Jahre als Prokurist bei der Landmaschinenfabrik Kemper in Stadtlohn tätig. Im Südlohner Gemeindeleben war er über Jahre präsent: Ratsmitglied von 1969 bis 1975, 1. stellvertretender Bürgermeisters von 1969 bis 1975 und von 1992 bis 2005 Mitglied des Kuratoriums der Stiftung Henricus Hospital. Als stellvertretender Kirchenvorstandsvorsitzender setzte er sich über Jahre für die Kirchengemeinde St. Vitus ein. Die Königswürde errang er beim Schützenfest des Allgemeinen Bauernschützenvereins Südlohn im Jahre 1968.

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Dönnebrink, Josef

geboren: 03.04.1955
gestorben: 20.10.2012

Ob Wiegboldfest, Krammarkt oder Kirmes – Josef Dönnebrink von der Gemeinde Südlohn war dabei: als Organisator und Koordinator war er Ansprechpartner aller Aussteller und Betreiber. Immer kompetent und freundlich und immer bestrebt, die dörflichen Veranstaltungen weiterzuentwickeln und zu fördern. Neben seiner beruflichen Aktivität als Angestellter der Gemeinde Südlohn war Josef Dönnebrink im Vorstand des Bundes der Vollziehungsbeamten e.V. aktiv. Auch hier betrieb er Wirtschaftsförderung: Die Vorstandssitzungen des Landesverbandes NRW fanden in Südlohn im Gasthaus Nagel statt. Gleichzeitig war Josef Dönnebrink Betriebsratsvorsitzender der Verwaltung der Gemeinde Südlohn und sorgte durch sein ausgleichendes Wesen für ein gutes Miteinander.

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Doods, Theo

geboren: 05.09.1938
gestorben: 10.01.2017

Alle haben Theo Doods gekannt und er hat alle gekannt. Aufgewachsen ist er als 6. von 12 Kindern im Elternhaus des Milchbauern Bernhard und seiner Ehefrau Johanna Doods an der Bahnhofstraße. Schon in seiner Jugend war er in die Arbeit des Milchgeschäftes eingebunden und führte Hauslieferungen durch. Nach der Schulzeit absolvierte er eine Lehre als Weber bei der Firma Föcking & Cohausz. Im Anschluss daran war er Bügler bei der Firma Schulten. Bekannt wurde er als „Theo Tank“ vielen Südlohnern während seiner 20-jährigen Tätigkeit als Tankwart und Zweiradverkäufer bei der Tankstelle Südfels an der Eschstraße. Er war den Menschen zugewandt und hatte immer einen flotten Spruch parat. Diese Fähigkeit nutzte er in der Bütt des Kolping-Karnevals zur Freude der Besucher. Bis zu seinem Renteneintritt war Theo Doods Lagerist bei der Firma Bauer an der Eichendorffstraße. Sein Leben lang war er dem Sport beim SC-Südlohn 28 verbunden, 25 Jahre als aktiver Fußballspieler und danach als Jugendtrainer. Verheiratet war Theo Doods mit Irmgard Doods geb. Hayk, aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor.

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Doods, Johannes

geboren: 26.06.1937
gestorben: 23.03.2003

Zeit seines Lebens war Johannes Doods im elterlichen Geschäft für Milch und Milchprodukte beschäftigt. 1966 hat er das Geschäft von seinem Vater Bernhard Doods übernommen. Bis in die 1980er Jahre wurden die Kunden in Südlohn mit einem Kleintransporter von Haus zu Haus bedient. Im Jahre 1971 erwarb er das Haus Bahnhofstraße 16, um von 1977 bis 1993 in diesem Haus ein Lebensmittelgeschäft mit seiner Frau Maria Doods zu betreiben.

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Ebbing, Johannes

geboren: 16.01.1939
gestorben: 07.09.2013

Als Johannes Ebbing in den 1970er und 1980er Jahren mit seiner Schmalfilmkamera das dörfliche Leben und Treiben festhielt, hat er bestimmt nicht damit gerechnet, einen wichtigen Beitrag zur Dokumentation der Zeitgeschichte zu leisten. Die Einführung von Pfarrer Winkelhues, die Entdeckung der Fresken in der St. Vitus-Pfarrkirche, Ortsansichten, die Renovierung der Menke Mühle und vieles mehr hat Johannes Ebbing festgehalten. Die 9mm Filme hat er dem Heimatverein übergeben, sie wurden digitalisiert und sind heute Dokumente der dörflichen Entwicklung.

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Fallbrügge, Hubert

geboren: 31.10.1904
gestorben: 14.07.1983

Hubert Fallbrügge wurde in Rorup im Kreis Coesfeld geboren. Nach einjähriger Verwaltungstätigkeit und Lehrtätigkeit an der Landwirtschaftsschule in Billerbeck nahm er am Zweiten Weltkrieg teil. Danach war er Lehrer an der Volksschule in Havixbeck. Im Mai 1955 wurde er Rektor an der St. Vitus Grundschule, die er bis 1971 führte. Neben seiner pädagogischen Tätigkeit war er viele Jahre Präsident und Förderer des Südlohner Spielmannszuges.

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Föcking, Carl

geboren: 27.08.1912
gestorben: 29.11.1995

Nach dem Studium Fachrichtung Elektrotechnik, einigen Berufsjahren und nach der Rückkehr aus der Gefangenschaft im Jahre 1949 trat Carl Föcking in die Leitung der Frottierweberei Föcking & Cohausz ein. Über 100 Webstühle in der Weberei gaben vielen Südlohnern Arbeit und Brot. Carl Föcking oblag nicht nur die Führung der Weberei, auch als Heimatforscher hat er sich einen Namen gemacht. Er war Gründungsmitglied des Heimatvereins Südlohn e.V. und lange Jahre im Vorstand tätig. Carl Föcking hat das Südlohner Archiv und die heimatgeschichtliche Sammlung aufgebaut. Sein großes Verdienst war auch die Flurnamenforschung in Südlohn.

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Föcking, Franz

Föcking, Martha – geb. Harpering

Föcking, Franz:
geboren: 18.11.1908
gestorben: 09.07.1990

Föcking, Martha;
geboren: 06.03.1918

Jahrzehntelang war Franz Föcking in Südlohn eine Institution: Fast 40 Jahre – von 1933 bis 1972 – war er ehrenamtlicher Standesbeamter der Gemeinde Südlohn. Diese von seinem Vater übernommene Stellung bekleidete er bis zur Übernahme des Standesamtes durch die Gemeinde Südlohn. Das Südlohner Standesamt war seit 1883 ununterbrochen im Hause Föcking beheimatet. Das Hotel Föcking führte er zusammen mit seiner Frau Martha, die sich unermüdlich um das Wohlergehen der Gäste bemühte und für eine persönlich-familiäre Atmosphäre sorgte. Das renommierte Hotel Föcking war immer ein Teil der Südlohner Geschichte: 1828 wurde hier die erste Briefsammelstelle eingerichtet, 1902 wurde vor dem Hotel Föcking die letzte Postkutsche abgefertigt.

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Frechen, Franz

geboren: 12.04.1885
gestorben: 10.02.1966

Im Oktober 1957 trat Franz Frechen nach 50-jähriger Tätigkeit als Küster und Chorleiter in den wohlverdienten Ruhestand. Die Jahre zuvor war sein Großvater Heinrich Frechen ebenfalls als Küster tätig. Die Familie Frechen konnte somit auf eine über 100-jährige Tradition zurückblicken. Drei Pfarrern hat Franz Frechen gedient: Pfarrer Meiners, Pfarrer Bleister und Pfarrer Möllering. Franz Frechen war ebenfalls 45 Jahre als Chorleiter tätig, er gehörte zu den Gründern des Männergesangvereins „Cäcilia“.

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Frechen, Karl

geboren: 12.04.1885
gestorben: 10.02.1966

Es gibt Menschen, die sich außergewöhnlich und uneigennützig für das Gemeinwohl einsetzen und dabei nahe am Menschen bleiben. Dazu gehörte Karl Frechen. Bis zur Ernennung zum Gemeindedirektor war er in der Verwaltung des Amtes Stadtlohn tätig. Insgesamt war er 47 Jahre lang im kommunalen Bereich tätig. Herausragendes Merkmal seiner Tätigkeit war es, die Eigenständigkeit der Gemeinden Südlohn und Oeding nach der kommunalen Neuordnung im Jahre 1969 zu erhalten. Als ausgleichende Persönlichkeit verstand er es, die beiden Ortsteile zusammenzuführen und Zukunftsperspektiven darzustellen. In besonderer Weise wurde Karl Frechen geehrt durch die Verleihung der Ehrenbürgerrechte.

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Funke, Franz

geboren:       07.06.1933
gestorben:    16.03.2017

Franz Funke ist als zweitjüngstes Kind von acht Geschwistern in der Doornte geboren. Er hat sein Leben der Musik gewidmet und war Musiker durch und durch.
Der Name Franz Funke ist verbunden mit einem Ereignis aus dem Jahre 1950: Junge Männer der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) gründeten einen Spielmannszug. Franz Funke war Gründungsmitglied, dem Spielmannszug blieb er sein ganzes Leben verbunden. Als Musiker, der das Schlagzeug beherrschte, war er über viele Jahre der erste Mann in der Formation des Zuges, gab den Takt vor und der Gruppe Sicherheit im Auftreten. Nicht nur die aktive Spielleidenschaft als Trommler zeichnete Franz Funke aus, mit der gleichen Leidenschaft gab er 40 Jahre lang sein Wissen als Ausbilder im Schlagwerkbereich an den jugendlichen Nachwuchs weiter. Die Erfolge des Spielmannszuges Südlohn sind begründet durch Mitglieder wie Franz Funke, die sich dauerhaft und mit Leidenschaft einbringen. Die Ergebnisse sind Beweis guter musikalischer Arbeit. Das größte Ereignis war die Teilnahme an der Steubenparade in New York, nach dem Erreichen des ersten Titels als Deutscher Meister. Verheiratet war Franz Funke mit Agnes Funke, geborene Hillenkötter.

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Gehling, Josef

geboren: 24.03.1935
gestorben: 24.12.1992

Josef Gehling hat den Beruf des Kraftfahrzeugmeisters erlernt. Im Jahre 1976 übernahm er von seinem Vater Paul Gehling das Busunternehmen „Gehling Reisen“. Im gleichen Jahr wurde die erste Reise des Ferienwerks St. Vitus nach Mellau (Vorarlberg / Österreich) durchgeführt. Zusammen mit seiner Ehefrau Margret Gehling, geb. Telöken, entwickelte er das Busunternehmen erfolgreich weiter. Nach seinem Tode wurde „Gehling Reisen“ von Ehefrau Margret bis zum Jahre 1994 weitergeführt.

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Gehling, Paul

geboren: 16.02.1906
gestorben: 12.04.1979

Der gelernte Klempner und Elektriker Paul Gehling machte sich 1938 als Omnibusunternehmer selbstständig. In den letzten Jahren des Zweiten Weltkrieges wurde er zur Wehrmacht eingezogen und 1946 aus englischer Kriegsgefangenschaft entlassen. Nach der Währungsreform 1948 kaufte er ein Lastwagen-Fahrgestell und rüstete das Fahrzeug mit einfachsten Mitteln zu einem Omnibus aus. Aus diesen Anfängen heraus entwickelt sich das Busunternehmen „Gehling Reisen“ mit Taxibetrieb. Vielen Südlohnern ist Paul Gehling bekannt durch die Fahrten für das Ferienwerk St. Vitus nach Mellau (Vorarlberg / Österreich). Die erste Fahrt nach Mellau fand im Jahre 1967 statt. Im gleichen Jahr wurde das Unternehmen von Sohn Josef Gehling übernommen.

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Gehling, Peter

geboren: 28.07.1941
gestorben: 06.11.2010

Peter Gehling war gelernter Gas- und Wasserinstallateur und Zentralheizungs- und Lüftungsbauer. Als Meister übernahm er 1960 das elterliche Geschäft von seinem Vater Theo Gehling. Das von seiner Ehefrau Mia Gehling, geb. Klostermann, betriebene Porzellan- und Haushaltswarengeschäft wird auch nach seinem Tod weitergeführt. Aus der Ehe gingen vier Kinder hervor. Peter Gehling war engagierter Bürger der Gemeinde. Er war 20 Jahre Hauptmann des St. Vitus-Schützenvereins und viele Jahre Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Südlohn.

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Geuking, Bernhard

geboren: 04.12.1948
gestorben: 25.03.2006

Der Name Bernhard Geuking ist verbunden mit einem bedeutenden Wahrzeichen der Gemeinde Südlohn: dem „Haus Lohn“, 1785 im frühklassizistischen Stil errichtet. Die Familie Büscher-Geuking erwarb 1856 Haus und Hof Lohn. Aufgewachsen auf dem elterlichen Hof von „Haus Lohn“ übernahm er nach seiner Ausbildung zum landwirtschaftlichen Meister die Bewirtschaftung des väterlichen Hofes. Es war das besondere Anliegen von Bernhard Geuking, diesen Familiensitz zu erhalten und zu pflegen. Bernhard Geuking engagierte sich in vielen gesellschaftlichen Bereichen. Er war Mitglied des Rates der Gemeinde Südlohn, Vorstandsmitglied der Raiffeisen Westmünsterland und viele Jahrzehnte Offizier des St. Vitus-Schützenvereins. Verheiratet war Bernhard Geuking mit Mathilde Geuking, geb. Ossing aus Gemenwirthe, die heute die Tradition des „Hauses Lohn“ aufrecht erhält. Aus der Ehe gingen vier Töchter hervor.

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Glünz, Franziska

geboren: 03.12.1902
gestorben: 03.10.1997

Ihre erste Stelle als Lehrerin absolvierte Franziska Glünz in Nordwalde. Im August 1933 wurde sie an die Südlohner Volksschule versetzt. Sie unterrichtete überwiegend die Mädchen – Oberklassen, besonders nennenswert sind die jährlich ausgestellten Hand- und Werkarbeiten. Sie erfreute sich großer Beliebtheit. Beim Bombenangriff auf Südlohn am 22. März 1945 wurde Frau Glünz aus den Trümmern im Hause Bucks (früher Hoff) geborgen. Verwundet durch Bombensplitter hat sie lange im Lazarett Maria Veen gelegen. Viele Verdienste hat sich Frau Glünz durch den Wiederaufbau der beschädigten Schule erworben.

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Höing, Hannes

geboren: 18.01.1949
gestorben: 17.03.2018

Bodenständig, heimatverbunden, ursprünglich und beharrlich – diese Eigenschaften treffen auf Johannes Höing zu. Das gilt für alle Lebensbereiche – privat, beruflich und in der Freizeit. Neben seiner Naturverbundenheit war der Südlohner Schachverein 1956 e.V. seine Leidenschaft. Im Alter von 14 Jahren entdeckte er den Schachsport für sich und schaffte aufgrund seiner Begabung schnell den Sprung nach ganz weit vorne. Zahlreiche Titel in Einzel-, Schnellschach sowie Blitzturnieren auf Vereins-, Bezirks- und Verbandsebene zeugen von seiner Schachkarriere. Johannes Höing war für viele Jahre der Mann für das Spitzenbrett. Mit ihm gelang der Sprung in die NRW-Liga, der zweithöchsten Klasse im deutschen Mannschaftsschach. Er war sportlich ein Vorbild, strahlte Ruhe und Gelassenheit aus. Sein Auftreten im Umfeld der Kämpfe brachte ihm Respekt auch bei seinen Gegnern ein. Die Förderung der Jugendarbeit war das besondere Anliegen von Johannes Höing. Den persönlichen Ehrgeiz stellte er stets hinter die Interessen der Mannschaft.

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Hinske, Hubert

geboren: 12.01.1918
gestorben: 20.04.1940

Der 2. Weltkrieg hat Südlohn erreicht: Am 20. April 1940 trifft in Südlohn die erste Gefallenennachricht ein. Der Soldat Hubert Hinske aus der Holzstraße ist als Soldat auf einem Schiff eingesetzt. Von einem Torpedo vor der norwegischen Küste getroffen, versinkt das Schiff und reißt Hubert Hinske mit vielen Kameraden in den Tod.

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Hoff, Maria

geboren: 21.10.1912
gestorben: 06.12.1976

Ihre Ausbildung erhielt Maria Hoff als Krankenschwester im Gesundheitsdienst und als Hebamme. Sie war in Krankenhäusern in Hamborn und Duisburg beschäftigt. Ab 1945 war sie beim Kreisgesundheitsamt in Ahaus tätig und ab 1946 als Kreisfürsorgerin. In Südlohn wurde sie bekannt als „Fürsorgerin“, die mit Rat und Tat allen Müttern – die aufgrund der Kriegsereignisse oft alleinerziehend waren – zur Seite stand und so manche großen und kleinen Probleme löste.

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Hollad, Bernhard

geboren: 10.07.1906
gestorben: 08.03.1980

Der Schneidermeister Bernhard Hollad eröffnete im Hause Bennemann in der Kirchstraße im April 1935 eine Schneiderwerkstatt. Ein Jahr später baute er ein neues Geschäftshaus in der Bahnhofstraße und legte damit im Jahre 1936 den Grundstein für das heutige Unternehmen. In den 1960er Jahren wurden die ersten größeren Erweiterungen entlang der Schlinge vorgenommen. Nach seinem Tod übernahm Sohn Martin mit Frau Irene das Geschäft und entwickelte es erfolgreich weiter.

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Hollad, Martin

geboren: 12.10.1937
gestorben: 23.02.2010

Martin Hollad war wie sein Vater Schneidermeister. In den 1960er Jahren nahm er zusammen mit seiner Frau Irene die erste Erweiterung des Modehauses vor. 1983 konnte mit der Überbauung der Schlinge begonnen werden. Anfang der 1990er Jahre wurde ein Teil des ehemaligen Krankenhauses erworben und abgerissen, danach wurde 1996 der große Umbau und Neubau abgeschlossen. Das Modehaus Hollad hat nun eine Verkaufsfläche von 3.000 qm. Nach dem Tod von Martin Hollad wurde das Geschäft von Sohn Christoph übernommen, der das Unternehmen in der dritten Generation weiterführt. Hollad hat sich nicht nur in Südlohn einen Namen gemacht. Bis ins Ruhrgebiet und über die niederländische Grenze hinaus reicht das Einzugsgebiet des Modehauses.

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Hollstegge, Josef, ehemals „Frieling Jupp“

geboren: 17.08.1926
gestorben: 12.01.2016

„Du fehlst uns: liebender Ehemann und fünffacher Vater, Gärtnermeister, Friedhofsgärtner, erfolgreicher Lehrmeister von Vielen, Ratsmitglied, Mitglied im Kolping-, Heimat- und Schützenverein, engagiert im Gemeinderat und für Flüchtlinge, Kritiker, Pedant, westfälischer Sturkopp, leidenschaftlicher präziser Denker, geradeaus Handelnder, Wortverdreher und Rechthaber, Tierfreund, Musikliebhaber, Walzertänzer und Romantiker …. mit einer Schwäche für die Schwachen, aber hartnäckig im Kampf gegen das Unrecht – auch der Starken.“ So beschreibt die Familie den Charakter von Josef Hollstegge auf dem Totenzettel.

Inbrunst, Temperament und Faszination prägten sein gesellschaftliches wie berufliches Leben. Mit Leidenschaft setzte er sich für die Gärtnerei, den Blumenladen und den Südlohner Friedhof ein. Zusammen mit seinem ebenfalls sehr gläubigen Vater legte er die parkähnliche Ruhestätte in christlicher Tradition an und gestaltete und pflegte sie gewissenhaft. Verbunden mit der Südlohner Geschichte und Gegenwart, beteiligte er sich an Veranstaltungen des Heimatvereins, die er mit seinem fundierten Wissen bereicherte. Bei fast allem stand ihm 57 Jahre seine Ehefrau Gunilda, geb. Busch, zur Seite. Noch 2016 sagte er über „seine“ Floristin, Geschäfts- und Lebenspartnerin: „Sie ist das Beste was mir im Leben passiert ist“.

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Hövel, Gustav

geboren: 25.11.1920
gestorben: 01.07.1989

Gustav Hövel war der Zwillingsbruder von Heinrich Hövel. Beide haben Südlohn geprägt. Nach Beendigung der zweijährigen Lehrzeit bei der Amtsverwaltung Stadtlohn wurde Gustav Hövel zur Wehrmacht eingezogen. Seine Verwaltungsprüfungen legte er während seiner Kriegsdienstzeit ab. Der Amtsoberinspektor Gustav Hövel war Leiter der Sozial- und Versicherungsabteilung in der Amtsverwaltung Stadtlohn. Als überaus hilfsbereiter Beamter war Gustav Hövel beliebt, vielen Südlohner Bürgern hat der Amtsleiter in sozialen und versicherungsrechtlichen Angelegenheiten geholfen. Gustav Hövel war nach dem Zweiten Weltkrieg der erste Schützenkönig in Südlohn: 1949 mit Anny Osterholt als Königin.

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Hövel, Heinrich

Hövel, Margret

Hövel, Heinrich
geboren: 25.11.1920
gestorben: 12.12.1991

Hövel, Margret
geboren: 20.11.1926
gestorben: 10.12.1994

Heinrich Hövel war der Zwillingsbruder von Gustav Hövel. Beide haben Südlohn geprägt. Die Namen Heinrich Hövel und Margret Hövel sind in der Region Westmünsterland verbunden mit dem Betrieb von Lichtspielhäusern. Das im Jahre 1955 von den Eheleuten Heinrich und Margret Hövel an der Bahnhofstraße errichtete Capitol-Film-Theater entsprach modernen Anforderungen und war schon bei Inbetriebnahme ausgerichtet auf Breitwand-und CinemaScope-Technik. Die Bühne stand auch für Theateraufführungen zur Verfügung. Das Einzugsgebiet der Gemeinde Südlohn erwies sich als zu klein für den dauerhaften Betrieb eines Lichtspielhauses. Nach dem Tode von Heinrich Hövel übernahm Sohn Karl die Verantwortung und errichtete in Ahaus, Coesfeld und Dülmen die „Cinema-Theater“. Die Schützenkönigswürde errang Heinrich Hövel 1956 mit Martha Kemper als Königin.

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Hummels, August
Hummels, Elisabeth, geb. Thomes

Hummels, Elisabeth
geboren: 26.09.1900
gestorben: 15.09.1987

Hummels, August
geboren: 28.08.1899
gestorben: 18.04.1983

Der Fleischermeister August Hummels übernahm im Oktober 1949 das Fleischergeschäft seines Schwiegervaters Heinrich Thomes. Zusammen mit seiner Ehefrau Elisabeth führte er das Geschäft. Zusätzlich wurde in Burlo ein Filialgeschäft eröffnet. August Hummels war aktiv im Schützenverein. 1950 errang er die Königswürde – mit der Königin Anna Hövelbrinks. Er starb im Jahre 1983, sein Sohn Heinz-Josef Hummels übernahm im Januar 1967 das Geschäft.

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Hummels, Heinz-Josef

geboren: 20.10.1938
gestorben: 21.02.2006

Hummels, Magdalene geb. Honekamp

geboren: 07.11.1939
gestorben: 07.03.1993

Heinz-Josef Hummels trat in die Fußstapfen seines Vaters August Hummels. Er übernahm das Fleischerfachgeschäft in der Holzstraße und führte es zusammen mit seiner Frau Magdalene Hummels, geb.Honekamp, die schon 1993 verstorben ist. Beide waren in der Bevölkerung überaus beliebt. Magdalene Hummels wurde im Jahre 1979 Schützenkönigin – mit dem König Karl-Heinz Tenbrake, zudem war sie Kaiserin. Nach dem Tode von Heinz-Josef Hummels wurde das Fleischergeschäft 2006 verpachtet und bis zum Jahre 2013 betrieben.

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Icking, Heinrich

geboren: 02.10.1917
gestorben: 31.12.1992

Während und nach des Zweiten Weltkrieges studierte Heinrich Icking Philologie in Münster Im Anschluss daran war er als Studienrat in Dortmund und als wissenschaftlicher Mitarbeiter für den Pädagogischen Verlag Stockmann in Bochum tätig. Während dieser Zeit blieb er Südlohn immer eng verbunden. Nach dem Krieg war er maßgeblich am Neuaufbau des SC Südlohn 28 beteiligt. Die Jugendarbeit lag ihm besonders am Herzen, der Aufbau der Jugend- und Schülerabteilung war weitgehend sein Werk. In den frühen 1950er Jahren vollzog sich unter seiner Führung die Gründung des Südlohner Schachvereins. Die rasante sportliche Entwicklung des Schachvereins mit dem Aufstieg in die Bundesklasse 1962 war weitgehend Heinrich Icking zu verdanken. Als Schachfunktionär trat er auch überregional in Erscheinung. Er war Organisator von schachlichen Großereignissen wie dem Simultanturnier mit Exweltmeister Michail Tal 1961 und der Internationalen Deutschen Jugendmeisterschaft 1974/75.

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Isferding, Elisabeth
geb. Lütjann

geboren: 25.02.1918
gestorben: 21.06.2002

Als Elisabeth Isferding am 25. Februar 1918 in Oeding geboren wurde, tobte noch der 1. Weltkrieg. Nach Kriegsende wurde aus dem Kaiserreich wurde eine Republik. Unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg besuchte Elisabeth Isferding die Hebammenschule und machte sich 1947 als Hebamme selbstständig. In dieser Funktion wurde sie in Südlohn und Oeding bekannt. Bis zum Jahre 1958 besuchte sie die zu betreuenden Mütter ausschließlich mit dem Fahrrad oder Moped. Erst im Alter von 40 Jahren erwarb Elisabeth Isferding ihren PKW Führerschein. In den späteren Berufsjahren war sie als angestellte Hebamme in den Krankenhäusern Bocholt, Rhede und Vreden tätig. Für Elisabeth Isferding war die ausgeübte Tätigkeit die schönste, die man sich vorstellen konnte. Bei über 4.000 Kindern hat sie Geburtshilfe geleistet und die anschließende Betreuung der jungen Mütter übernommen. Mit ihrer ruhigen und besonnenen Art war sie vielen Müttern nach der Geburt Ratgeberin und leistete Hilfestellung jedweder Art. Dementsprechend beliebt und anerkannt war Elisabeth Isferding in der Bevölkerung. Verheiratet war Elisabeth Isferding mit Heinrich Isferding, aus der Ehe gingen 2 Kinder hervor.

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Klier, Josef

geboren: 10.10.1901
gestorben: unbekannt

Der in Schwaderbach im Sudetenland geborene Josef Klier studierte Pädagogik in Prag. In seiner Heimatstadt war er als Lehrer tätig, bis er im Zweiten Weltkrieg zur Wehrmacht einberufen wurde. Nach der Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft kam er mit seiner Familie nach Südlohn. Hier nahm er am 5. Oktober 1948 den Dienst an der Volksschule auf, zu deren Konrektor er am 1. Mai 1957 befördert wurde. Im März 1966 wurde Josef Klier aus dem aktiven Schuldiensts verabschiedet.

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Knuth, Helene

geboren: 04.10.1915 in Kauffung in Niederschlesien
gestorben: 28.06.2016 in Südlohn in Westfalen

Wenn ein Mensch über 100 Jahre alt geworden ist, kann er auf ein Leben mit vielen Erfahrungen und Erlebnissen an Freude und Leid zurückblicken. Für Helene Knuth trifft das in ganz besonderer Weise zu. Sie erlebte den Zweiten Weltkrieg, der Ehemann stirbt 1945 als Soldat im Lazarett zu Bamberg. Ein Schlüsselerlebnis war die Vertreibung aus der schlesischen Heimat im Juli 1946 mit den Kindern Sigrid und Wolfgang. In dem von Helmuth Emmerich 2011 erschienenen Buch „Niemand ist vergessen. Nichts ist vergessen.“ ist zu lesen: „Nach zweiwöchiger Eisenbahnfahrt im Güterwaggon finden die drei nach den Stationen Rheine und Gronau in Südlohn eine Bleibe. Ihnen wird zwei Kilometer weiter in einem Kötterhaus eine Bleibe zugewiesen.“ Die vertriebene Familie muss sich zurechtfinden, der plattdeutsche Dialekt ist ihnen fremd, es fehlen soziale Kontakte. Helene Knuth steht beispielhaft für eine ganze Generation der Vertriebenen, die ihre über alles geliebte Heimat verloren haben. Sie haben sich in eine für sie fremde Umgebung eingelebt und mitgewirkt am Wiederaufbau nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges.

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Kloster, Gerhard

geboren: 28.05.1928
gestorben: 20.04.1993

Der gebürtige Stadtlohner Gerhard Kloster war Friseurmeister und kam 1953 nach Südlohn, um sich hier mit einem Friseursalon niederzulassen. Die ersten Standorte waren am Kirchplatz neben Schreibwaren-Telöken und anschließend in dem Gebäude der heutigen Bücherei. 1965 hat Gerhard Kloster das Haus Schwieters in der Kirchstraße 11 erworben und neu errichtet, 1967 wurde der neue Friseursalon eröffnet. Nach dem Tod von Gerhard Kloster wird das Geschäft weitergeführt von Tochter Ute Oetker.

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Köhne, Heinrich

geboren: 07.08.1925
gestorben: 31.05.2013

Im Leben von Heinrich Köhne spiegeln sich die Erlebnisse einer ganzen Generation wider. Als zweites von fünf Kindern ist er auf dem Hof seiner Eltern in der Horst aufgewachsen. 1943 wurde er zum Arbeitsdienst eingezogen, es folgte der Stellungsbefehl zur Wehrmacht zum europaweiten Einsatz. Nach Kriegsende absolvierte Heinrich Köhne eine Ausbildung zum Landwirt. Diesen Beruf übte er mit dem Stolz eines erd- und heimat- verbundenen Menschen aus. Die Interessen von Heinrich Köhne waren vielseitig: er war langjähriger Vorsteher des Wasser- und Bodenverbandes, viele Jahre Major im Allgemeinen Bauernschützenverein Südlohn e.V., lange Zeit Vorstand des landwirtschaftlichen Ortsverbandes, leidenschaftlicher erfolgreicher Rotbuntzüchter und Anhänger des SC Südlohn 28. Zeitlebens war der elterliche Hof sein Zuhause.

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Köster, Gregor

geboren: 21.09.1929
gestorben: 12.12.1995

Gregor Kösters – genannt Ömmes – führte die Gastwirtschaft „Birkenhof“ an der Eschstraße. Die Gastwirtschaft mit 2 Kegelbahnen entwickelte sich in den 1970er Jahren zu einem Treffpunkt der Südlohner. Das war die Zeit, als die Theken der Gaststätten am Sonntagmorgen von den Familienvätern noch in 3-er Reihen besetzt waren. So manches „Döneken“ wurde erzählt und so manches Mal kamen die männlichen Besucher zu spät zum Mittagessen. Schützenkönig war Gregor Köster im Jahre 1963 mit der Königin Regina Demes.

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Krämer, Wilhelm

geboren: 18.03.1901
gestorben: 10.06.1983

Wilhelm Krämer kam gebürtig aus Neuenkirchen im Kreis Melle (Hann.). Im Jahre 1916 trat er seinen Dienst bei der Reichsbahn im Bahnhof Osnabrück-Eversburg an. Nach verschiedenen Stationen in Deutschland kam er 1947 als Bahnhofsvorstand nach Südlohn, hier wurde er zum Bahn-Obersekretär befördert. Ganz besondere Verdienste erwarb er sich, als im Jahre 1951 der „Grenzland-Express“ eingesetzt wurde und dieser durch seine Bemühungen auch in Südlohn Station machte. In der Bevölkerung war Wilhelm Krämer wegen seines ehrlichen und korrekten Wesens beliebt.

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Krüchting, Bernhard

geboren: 29.03.1917
gestorben: 19.05.2010

Bernhard Krüchting gehörte jahrzehntelang zu den angesehenen Bürgern der Gemeinde. Er war Teilnehmer des Zweiten Weltkrieges und kehrte 1949 aus der Kriegsgefangenschaft zurück. In der Nachkriegszeit organisierte er mit Pferd und Wagen die (noch nicht staubfreie) Müllabfuhr und betrieb eine Kohlen-und Briketthandlung. So war Bernhard Krüchting im ganzen Dorf bekannt. Später, als die Ölheizungen langsam aber sicher die Kohleöfen ersetzten, handelte er auch mit Öl. Jahrzehnte lang war Bernhard Krüchting aktives Mitglied und eine tragende Säule im Schützenverein.

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Krüchting, Josef

geboren: 09.01.1927
gestorben: 04.06.2017

Hausmeister erfüllen vielfältige Aufgaben rund um Gebäude und deren angegliederten Einrichtungen. Josef Krüchting nahm diese Aufgabe von 1966 bis 1971 an der katholischen Volksschule – der späteren St. Vitus Grundschule – wahr. Von 1971 bis 1990 war er der Hausmeister an der Roncalli-Gemeinschafts-Hauptschule an der Doornte in Südlohn. Der Aufgabenbereich eines Hausmeisters ist in besonderer Weise vielseitig und verantwortungsvoll. Praktisch-technische Arbeiten sind ebenso durchzuführen wie Gartenpflege und Bedienung der technischen Anlagen. Sie sind Ansprechpartner der Schulleitung, des Lehrkörpers und auch der Kinder in der Schule. Josef Krüchting hat diese Aufgaben mit Leib und Seele erfüllt. Er war den Kindern und Jugendlichen zugewandt und oft genug auch Vertrauensperson. Die Schule war „sein Haus.“ Dementsprechend groß war die Anerkennung seiner Arbeit – von der Schulleitung, von der Gemeinde Südlohn als Arbeitgeber und nicht zuletzt von den Kindern, die ihn herzlich in den Ruhestand verabschiedet haben.

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Langheim, Richard

geboren: 21.11.1933
gestorben: 09.07.1987

Von 1960 bis 1987 lebte der gebürtige Borkener Richard Langheim in Südlohn. Er war kaufmännischer Angestellter der VEW. Richard Langheim hat sich durch seine Liebe zur Musik in Südlohn verdient gemacht. Vom Vater bekam er die erste semi-professionelle Ausbildung zum Pianisten. An der Musikhochschule in Münster absolvierte er die Ausbildung zum Dirigenten und Chorleiter. Richard Langheim war Mitglied des Kirchenchores St. Vitus, Chorleiter und nebenamtlicher Organist. Hauptamtlicher Dirigent der Musikkapelle Südlohn war er von 1970 bis 1980. Auf seine Initiative hin wurde das erste Jugendorchester der Musikkapelle Südlohn gegründet und fanden die ersten professionellen Schallplattenaufnahmen statt.

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Lehmkuhl, Ernst

geboren: 24.02.1933
gestorben: 25.02.2005

Der in Ramsdorf geborene Ernst Lehmkuhl erlernte den Beruf des Bäckers. Nach seinem Abschluss als Bäckermeister führte er in Holtwick eine eigene Bäckerei und war im Außenhandel tätig. Anfang der 1970er Jahre war er Posthalter der Poststelle Südlohn. Diese Tätigkeit führte er bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand aus. Für die Südlohner Bevölkerung verkörperte er als Postbeamter das Gesicht der Institution Post, zu jener Zeit noch ein „echtes Postamt“ mit Schalterbetrieb im Postgebäude an der Bahnhofstraße. Ernst Lehmkuhl war als begeisterter Sportler viele Jahre aktiv in der Jedermann-Sportgrupe unter der Leitung von Winfried Lohmann. Als talentierter Hobbymusiker und Alleinunterhalter begleitete er unzählige Feste und Feierlichkeiten.

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Liesner, Bernhard

geboren: 16.12.1928
Priesterweihe: 27.03.1965
gestorben: 28.07.2013

Bernhard Liesner absolvierte zunächst eine Schneider- und Weberlehre. Nach dem Theologiestudium empfing er am 27. März 1965 in Münster die Priesterweihe. 1970 übernahm er eine Kaplanstelle in Rheine – Mesum, 1974 wechselte er als Pfarrer nach Oer-Erkenschwick. Hier wirkte er in der Bauernschaft Rapen. Als Bernhard Liesner 2002 verabschiedet wurde, sagte er: „Münster ist weit, Rom noch weiter. Aber Rapen ist hier um die Ecke“. Und „um die Ecke“ hat er viel geleistet. In ganz Rapen war er beliebt und geachtet, ein Südlohner ist er trotzdem geblieben.

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Liesner, Franz

geboren: 01.06.1889
gestorben: 30.01.1953

Der Südlohner Bürger Franz Liesner war 42 Jahre lang bei der Weberei Föcking & Cohausz beschäftigt. Als Prokurist hatte er Mitverantwortung und nahm so teil am Aufbau und an der Entwicklung des Unternehmens, in dem viele Südlohner Lohn und Brot fanden. Franz Liesner war eine geachtete Persönlichkeit und über seine beruflichen Verpflichtungen hinaus im Kuratorium des Henricus-Hospitals und in der Amtsvertretung Stadtlohn aktiv. Als Mitglied des Kuratoriums forcierte er nach dem Zweiten Weltkrieg den Wiederaufbau des Henricus-Hospitals.

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Liesner, Franz-Josef

geboren: 14.06.1927
gestorben: 27.07.2007

Nach seinen Studium an der pädagogischen Akademie in Essen trat er seine erste Lehrerstelle in Raesfeld an. 1951 wurde er an die einklassige Schule in Homer versetzt, im Anschluss daran war er Hauptlehrer an der Schule Nordvelen, hier wurde er zum Konrektor ernannt. Von 1970 bis 1988 leitete er als erster Rektor die Roncalli-Hauptschule in Südlohn. Im Jahre 1964 war Franz-Josef Liesner Mitbegründer des Heimatvereins Südlohn e.V.

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Lövelt, Ferdinand

geboren: 30.09.1927
gestorben: 04.12.1987

Ferdinand Lövelt – wer kannte ihn nicht? Als Gastwirt baute er in den 1960er und 1970er Jahren die bestehende Gaststätte zu einem modern geführten Betrieb aus – mit Hotelzimmern, Veranstaltungssaal und Kegelbahnen. Neben dem Hotel Föcking war das Haus Lövelt das erste Haus am Platze. Legendär sind die abendlichen Knobelrunden an Ferdis Theke. Nach seinem Tod wurde die Gaststätte vom Sohn Eduard bis zum Jahr 2013 weitergeführt.

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Markötter, Pater Elpidius O.F.M.

geboren 08.10.1911
Priesterweihe: 26.03.1939
gestorben 28.06.1942

Das Elternhaus von Josef Markötter stand in der Doornte. Im Januar 1940 wurde Pater Elpidius zur Ausbildung der Novizen in das Kloster Warendorf versetzt, wo er auch in der Seelsorge tätig war. Im Mai 1940 hält er eine Predigt über das allumfassende Liebesgebot. Am 4. Juni 1940 wird er aufgrund seiner Predigt von der Geheimen Staatspolizei (Gestapo) verhaftet. Am 13. Januar 1941 bringt man ihn mit einem Gefangenentransport nach Sachsenhausen, im September 1941 wird er nach Dachau überführt. Am 28. Juni 1942 ist er aufgrund der Entbehrungen gestorben. In seiner alten Nachbarschaft Doornte wurde zu seinem Gedenken eine Straße nach ihm benannt, die Elpidiusstraße, und ein Gedenkstein errichtet.

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Meimberg, Dr. med. Anton

geboren: 10.05.1897
gestorben: 22.03.1957

Dr. med. Anton Meimberg war gebürtiger Münsteraner, 1926 kam er als junger Arzt nach Südlohn. Das Dorf wurde ihm zur zweiten Heimat. Dr. Meimberg wirkte 30 Jahre lang in Südlohn. Sein fachliches Können und seine Opferbereitschaft für die Kranken haben ihn die Achtung aller Südlohner erfahren lassen. Auch sein Wirken als Sportarzt war vorbildlich. Die Mitglieder des SC trauerten um ihn, der so viele von ihnen mit Sportverletzungen behandelte. Nach seinem Tod wurde die Praxis weitergeführt von seinem Schwiegersohn Dr. med. Bernhard Vedder. Dr. med. Bernhard Vedder starb 1996. Dessen Sohn Dr. med. Thomas Vedder führt die Praxis in der dritten Generation weiter.

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Meinert, Anton

geboren: 25.02.1937
gestorben: 29.03.2002

Nach Entlassung aus der Volksschule erlernte Anton Meinert bei der Fleischerei Ganten in Gescher den Beruf des Metzgers. Als Metzgergeselle folgten Arbeitsstellen in Stadtlohn und Bottrop. Diesen Beruf hat er „von der Pike auf“ gelernt. Mit diesem Hintergrund hat sich Anton Meinert 1967 auf der elterlichen Hofstelle im Brink (heute Eichendorffstraße) selbstständig gemacht. Zu dieser Zeit hatte die Eigenversorgung der Südlohner Bevölkerung einen hohen Stellenwert. Viele Familien bewirtschafteten für die Eigenversorgung einen Nutzgarten, oft in Verbindung mit der Haltung eines Schweines und einer Hühnerschar. Anton Meinert führte Hausschlachtungen durch und war in dieser Funktion ein anerkannter und gern gesehener Fachmann. Mit Fachwissen und Humor hat er die Tätigkeit des Hausschlachters bis 1994 ausgeübt.

Menke, Bernhard

geboren: 12.03.1908
gestorben: 02.10.1989

Wer sich Südlohn von Norden und Osten nähert, wird von einem Wahrzeichen der Gemeinde Südlohn begrüßt: der Menke Mühle. Dabei ist den Besuchern nicht klar, dass ohne den Einsatz von Bernhard Menke dieses Wahrzeichen nicht mehr existieren würde. Bernhard Menke erlernte den Beruf des Müllers. 1924 trat er in die Fußstapfen seines Vaters Josef Menke. Überlegungen zum Abbruch der Mühle wurden verworfen, stattdessen investierte Bernhard Menke in die heute noch vorhandene funktionsfähige Mühlentechnik. Seit dem Tode von Bernhard Menke verwaltet seine Tochter Maria Menke das Erbe mit viel Liebe zum Detail. Die seit 1984 unter Denkmalschutz gestellte Mühle ist ein bedeutendes Beispiel der Arbeits- und Produkti-onsverhältnisse des 19. und 20. Jahrhunderts.

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Meyer, Bernhard

geboren: 08.06.1929
gestorben: 14.03.2013

Der gebürtig aus Vreden stammende Bernhard Meyer war Tischlermeister. Schon 1944 trat er in die Freiwillige Feuerwehr Vreden ein. Von 1954 bis 1989 war er aktives Mitglied der Feuerwehr Südlohn. Von 1958 bis 1976 war er Leiter des Löschzuges Südlohn und von 1976 bis 1983 Leiter der Freiwilligen Feuerwehr. Für sein langjähriges Ehrenamt wurde ihm 1979 der Deutsche Feuerwehr-Ehrenkranz in Silber verliehen.

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Möllering, August

geboren: 07.04.1897
Priesterweihe: 26.05.1923
gestorben: 17.07.1973

August Möllering wurde in Neuenkirchen bei Rheine geboren. Die Priesterweihe empfing er am 26. Mai 1923 im Dom zu Münster. Als kriegsversehrter Priester kam er 1952 nach Südlohn und war Pfarrer von St. Vitus bis 1967. In den 15 Jahren seines Wirkens hat er deutliche Spuren hinterlassen. Unvergessen ist sein Einsatz für die Beschaffung von Wohnraum für die Südlohner Bevölkerung. Auf sein Betreiben wurden 44 Erbpachtgrundstücke im Hagerkamp zur Verfügung gestellt, die schnell bebaut wurden. Ein ganz neues Viertel ist entstanden. Beerdigt ist Pastor Möllering auf dem Südlohner Friedhof. Südlohn war ihm zur zweiten Heimat geworden.

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Nagel, Alois

geboren: 06.02.1916
gestorben: 20.09.1967

Alois Nagel war das vierte von neun Kindern. Er besuchte die Realschule in Stadtlohn und machte eine Ausbildung zum Schreiner bei der Tischlerei Röttger. Nach Arbeits- und Wehrdienst kehrte er im August 1945 aus der Gefangenschaft zurück und begann mit dem Wiederaufbau des elterlichen Gasthauses. Von 1954 bis 1958 war Alois Nagel Brandmeister der Freiwilligen Feuerwehr. Verheiratet war er mit Elisabeth Nagel geb. Schrieverhoff. Aus der Ehe gingen fünf Kinder hervor. Nach dem Tode von Alois Nagel wurde die Gaststätte von Ehefrau Elisabeth Nagel unter Mithilfe aller Kinder weitergeführt. Heute wird die Gaststätte von Sohn Josef Nagel geführt, der den Gaststätten- und Saalbetrieb um ein Hotel erweiterte. Der Name Nagel steht für 160 Jahre Familientradition und ist im Gemeindeleben fest verankert.

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Neuer, Wilhelm

geboren: 10.02.1892
gestorben: 26.12.1960

Wilhelm Neuer wurde in Münster geboren. Nach seiner Ausbildung im Lehrerseminar in Coesfeld erhielt er 1912 seine erste Anstellung als Lehrer an der Landschule in Vreden-Dömern. Sein Wirken in Dömern wurde unterbrochen durch Teilnahme am Ersten Weltkrieg. Nach 30 Jahren Dienst in Dömern wurde er am Ende des Zweiten Weltkrieges zum Volkssturm eingezogen und kam in englische Gefangenschaft. Nach seiner Entlassung kam Wilhelm Neuer am 01.09.1948 an die St. Vitus Volksschule Südlohn. Hier erfolgte 1953 die Ernennung zum Konrektor. Wilhelm Neuer war der Jugend zugewandt wie kein zweiter. Im Vereinsleben engagierte er sich in der KAB, aus der später auch der Spielmannszug hervorging. Am 01.04.1957 erfolgte nach 45 Jahren Schuldienst die Verabschiedung in den Ruhestand.

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Niehaus, Arnold

geboren: 08.09.1933
gestorben: 23.01.2002

Nach seiner Schulentlassung im Jahre 1947 erlernte Arnold Niehaus den Beruf des Bäckers. Lehrbetrieb war die Südlohner Bäckerei Bomkamp-Tenk. Nach seiner Gesellenprüfung arbeitete Arnold Niehaus in der Stadtlohner Bäckerei Schlüter. Hier bot sich ihm in der gleichzeitig betriebenen Gaststätte die Gelegenheit, sich in die Kunst des Kochens einweihen zu lassen. Das war seine Leidenschaft. Bekannt war Arnold Niehaus durch seine anschließende jahrelange Tätigkeit als Postangestellter beim Postamt Borken und als Postbote in der Gemeinde Südlohn. „Arnold bringt die Post“ – das war lange Zeit geflügeltes Wort in der Gemeinde. Als Postbote trat er in die Fußstapfen seines Vaters Gerhard Niehaus (geb. 1894, gest. 1985), der ebenfalls diesen Beruf ausübte.

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Niehaus, Bernhard

geboren: 29.10.1898
gestorben: 28.09.1977

Bernhard Niehaus ist als 5. von 6 Kindern von Ferdinand und Marianne Niehaus, geb. Heisterborg, in Südlohn geboren. Er wohnte zeitlebens in seinem Elternhaus an der Eschstraße. Nach seiner Ausbildung zum Schuster diente er im 1. Weltkrieg auf einem Kriegsschiff der Marine und wurde nochmals am Anfang des 2. Weltkrieges eingezogen. Er wurde aber aufgrund seines Alters und als mehrfacher Vater vom Kriegsdienst befreit. Einer breiten Bevölkerung von Südlohn wurde Bernhard Niehaus durch seine Tätigkeit als Kutscher bekannt. Über viele Jahre überführte er Leichname mit Pferd und Kutsche von der Leichenhalle am Krankenhaus (heute Henricus-Stift) über die Friedhofstraße zum Friedhof.

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Niehaus, Franz-Josef
Niehaus, Gerda – geb. Oenning

Niehaus, Franz-Josef
geboren: 23.12.1934
gestorben: 06.09.1995

Niehaus, Gerda – geb. Oenning
geboren: 04.04.1935
gestorben: 23.09.2014

Das Elternhaus von Franz-Josef Niehaus stand an der Eschstraße / Ecke Breul. Er wurde als 6. von 11 Kindern der Eheleute Bernhard und Anna Niehaus geboren. Nach seiner Lehre als Schreiner hat er bei der Firma Schmeing in der Doornte und über 40 Jahre bei Sitzmöbel Deelmann gearbeitet. Er war zeitlebens gesellschaftlich engagiert: 30 Jahre Betriebsratsvorsitzender bei Deelmann, über 10 Jahre in der Prüfungskommission der Schreinerausbildung, mehrere Jahre Hooksvorsitzender des Hagerkamps und viele Jahre im Rat der Gemeinde Südlohn.

Gerda Niehaus, geb. Oenning, wurde in Velen geboren und ist mit 17 Jahren als Kindermädchen und Hausangestellte in der Villa Cohausz am Breul nach Südlohn gekommen. In der Nachbarschaft lernte sie ihren späteren Mann Franz-Josef Niehaus kennen. Gerda Niehaus war viele Jahre im Frauenchor und in der Theatergruppe der Frauengemeinschaft aktiv. Als Mitglied im „Rosenclub“, der aus der Throngemeinschaft Konrad Tegeler und Agatha Röttger hervorging, machte sie fast zwei Jahrzehnte die Rosen für den St. Vitus Bürgerschützenverein. Gerda Niehaus starb 2014 im Urlaub in Kolberg, dem heutigen Kolobrzeg in Polen.

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Niehoff, Leo

geboren: 29.06.1925
gestorben: 03.01.2012

Der Kaufmann Leo Niehoff übernahm in den 1950er Jahren das hohe Giebelhaus am Marktplatz, welches die Bombardierung 1945 überstanden hatte. Es wurde 1959 abgerissen, um einem modernen Geschäftshaus Platz zu machen. Leo Niehoff betrieb Jahrzehnte lang zusammen mit seiner Ehefrau Bernhardine ein Lebensmittelgeschäft. Leo Niehoff war begeisterter Sportler und seit dem 1972 Mitglied in der von Winfried Lohmann gegründeten Jedermann-Sportgruppe im SC-Südlohn, der er bis zu seinem Tod verbunden blieb.

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Oing, Johannes

geboren: 11.03.1906
gestorben: 16.05.1991

Der Schriftsetzermeister Johannes Oing machte sich nach seiner Lehre bei der Firma Diehl in Stadtlohn 1928 selbständig. Im Jahre 1933 kam er nach Südlohn, um einen Buchdruckereibetrieb aufzubauen. Aus kleinsten Anfängen heraus hat sich die Firma zu einem modernen graphischen Betrieb entwickelt. Im Jahre 1979 siedelte das Unternehmen um zur Ramsdorfer Straße. Seine beiden Söhne Bernhard und Günter Oing führten den Betrieb weiter. Seit 2002 wird der Betrieb von den Enkelkindern Bernd und Hans-Günter geführt.

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Oing, Günther

geboren: 07.11.1933
gestorben: 03.04.2015

Günther Oing lernte den Beruf des Schriftsetzers und legte 1959 die Meisterprüfung ab. Im Jahre 1971 übernahm er gemeinsam mit seinem Bruder Bernhard Oing den 1928 vom Vater Johannes Oing gegründeten Buchdruckereibetrieb. Im Jahre 1979 siedelte das Unternehmen von der Kirchstraße zur Ramsdorfer Straße um. Hier entstand ein moderner graphischer Be-trieb, der spezialisiert ist auf Akzidenzdrucksachen von der privaten Einladungskarte bis hin zu umfangreichen Produktkatalogen. Kunden sind Werbeagenturen, Verlage, Industrie- und Handwerksbetriebe, öffentliche Institutionen sowie Privatkunden. Das Unternehmen „Oing-Druck“ wurde von Günther und Bernhard Oing bis zum Jahre 1994 geführt. Der Sohn von Günther Oing, Hans Günther Oing und der Sohn von Bernhard Oing, Bernd Oing, führen den Betrieb in dritter Generation weiter.

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Opitz, Ernst

geboren: 1876
gestorben: 22.01.1964

Ernst Opitz wurde in Ostpreußen geboren und diente im kaiserlichen Heer, 1914 wurde er mit dem EK 1 ausgezeichnet. Nach dem Zweiten Weltkrieg fand er Beschäftigung bei der Zeche Rhein-Preußen in Moers und leitete dort die Bergmannskapelle, die einen großen Namen hatte. Nach seiner Pensionierung 1936 zog Ernst Opitz nach Südlohn, wo er sofort die Leitung der Musikkapelle übernahm. Er formte den Klangkörper zu einem Spitzenkorps. Erst 1957, als er schon 82 Jahre alt war, übergab er seinem Nachfolger den Dirigentenstab.

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Osterholt, Franz

geboren: 17.09.1899
gestorben: 20.11.1975

Geboren wurde Franz Osterholt in Ramsdorf-Holthausen, er kam schon in früher Kindheit nach Südlohn. Hier übernahm er die Bahnhofsgaststätte und eröffnete später ein Geschäft für Landprodukte. Franz Osterholt war Mitbegründer des Heimatvereins Südlohn. Er hat jahrelang die Geschichte Südlohns erforscht und sich große Verdienste erworben. Ebenfalls war er Schriftführer und Vorstandsmitglied des Allgemeinen Bürgerschützenvereins.

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Paß, Hubert

geboren: 27.12.1914
gestorben: 13.07.1985

Hubert Paß ist geboren auf dem Hof Paß – Brinkmann in Oeding-Nichtern. Nach dem Besuch der Volksschule besuchte er die Textilschule in Reutlingen, um dann bei dem damaligen größten Arbeitgeber der Gemeinde – der Firma Gebr. Schulten – als Textilkaufmann zu arbei-ten. Im Jahre 1951 machte er sich als Textil – Großhandelskaufmann für Bettwäsche und Aus-steuerwaren selbstständig. In dieser Funktion bereiste er überwiegend den süddeutschen Raum bis er im Jahre 1976 in Ruhestand ging. Verheiratet war Hubert Paß mit Christine Paß geborene van Almsick. Aus der Ehe ging ein Sohn hervor – Alexander Paß, der zusammen mit seiner Ehefrau in die Fußstapfen seines Vaters trat und in Südlohn von 1977 bis 1988 ein Bettenfachgeschäft führte.

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Praest, Josef

geboren: 22.04.1914
gestorben: 14.06.1991

Der gebürtig aus Bocholt stammende Fahrradmechaniker Josef Praest hat im Zweiten Weltkrieg in Norwegen bei der Wehrmacht gedient. Nach Rückkehr aus dem Kriegsdienst heiratete er 1946 die Witwe Johanna Meihs. Gleichzeitig übernahm er das Zweiradgeschäft des verstorbenen Paul Meihs. Im Jahre 1949 wurde an der Eschstraße 23 ein Geschäftshaus für Fahrräder mit Reparaturwerkstatt und angeschlossener Tankstelle errichtet. Das Geschäft wurde bis 1985 in Eigenregie betrieben und anschließend verpachtet.

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Rasper, Erich

geboren: 07.12.1903
gestorben: 16.01.1982

Der Lebensweg von Erich Rasper ist gezeichnet von der Vertreibung aus seinem Heimatort Mauer im Landkreis Löwenberg / Schlesien. Mit dem Vertriebenentreck landete er zunächst in Visbek im Oldenburger Münsterland, um dann im Jahre 1950 in Südlohn sesshaft zu werden und eine neue Existenz aufzubauen. Hierzu kaufte er das Anwesen Eschstraße 9, die frühere Gaststätte und Metzgerei Thies vom Metzgermeister Alfons Thies. In diesem Haus wurde seit 1928 eine Gaststätte betrieben. Erich Rasper führte die Gaststätte zusammen mit seiner Frau Clara, geborene Weigert. Aus der Ehe gingen zwei Töchter hervor. Am 1. Januar 1980 meldete Erich Rasper sein Gewerbe als Gastwirt ab und trat in den Ruhestand.

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Resing, Josef

geboren: 31.03.1889
gestorben: 04.04.1971

Der älteste amtierende Kommunalpolitiker im Kreis Ahaus war Josef Resing. Nach dem zweiten Weltkrieg war Josef Resing Mitbegründer der CDU und gehörte sofort dem ersten Kreistag an. Als Südlohner Kommunalpolitiker genoss er hohes Ansehen. 1964 wurde er stellvertretender Bürgermeister, 1964 Bürgermeister der Gemeinde. Als Anerkennung für seine Tätigkeiten wurde ihm 1959 das Bundesverdienstkreuz verliehen.

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Robben, Aloys

geboren: 11.07.1928
gestorben: 14.04.2010

Das Wort „Küster“ stammt vom lateinischen „custos“ und bedeutet übersetzt so viel wie „Hüter“ oder „Wächter“. Oft sind Küster auch Kirchenmusiker, das traf auf Aloys Robben in besonderer Weise zu. Aloys Robben stammt aus Peheim, einem Ort der Gemeinde Molbergen im Landkreis Cloppenburg. Schon sein Vater war Küster und Organist in Peheim, auch der Sohn Aloys absolvierte eine Ausbildung als Küster, Organist und Chorleiter mit C- und B Prüfung in Münster und Vechta. 1966 erfolgte der Umzug nach Südlohn. Unter dem damaligen Pfarrer August Möllering war er der Küster und Kirchenmusiker von St. Vitus. Er war Leiter des Cecilienkirchenchores und gründete 1976 den Kinderchor und später den ersten Frauenchor. Aloys Robben war Akkordeon-, Klavier- und Orgelspieler in Südlohn und an der Musikschule in Vreden. Unvergessen sind seine musikalischen Darbietungen in der Kirche, sowohl an der Orgel als auch von den Chören, deren Dirigent er war. Auch über sein Rentenalter hinaus hat er sich als Organist in den Dienst der Kirche gestellt.

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Robers, Alfred

geboren: 24.04.1937
gestorben: 13.11.1986

Der gelernte Maschinenbauermeister Alfred Robers machte sich im August 1964 selbstständig mit einer Werkstatt für Schmiedearbeiten. Seine Kreativität kam ihm beim Entwerfen und bei der Entwicklung von Kunstschmiedeprodukten zugute. Das Unternehmen entwickelte sich positiv und war bekannt für anspruchsvolle Produkte des Schmiedehandwerks. Nach seinem Tod wurde das Unternehmen von Ehefrau Monika Robers geführt. Sohn Alexander – Meister im Schmiedehandwerk – übernahm das Unternehmen 1990. Die in sorgfältiger Handarbeit geschmiedeten Produkte genießen besten Ruf und werden weltweit vertrieben. Die Referenzliste des Unternehmens ist beeindruckend: sie reicht von der Ausstattung des Bayreuther Festspielhauses über historische Straßenbeleuchtungen von Hohenschwangau bis hin zum Disneyland in Paris, Hongkong, Tokio oder Orlando/Florida.

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Robers, August

geboren: 19.06.1933
gestorben: 16.04.1994

Der älteste Sohn von Bernhard Robers aus der Holzstraße besuchte nach der Volksschule die Landwirtschaftsschule und absolvierte ein Fremdjahr in Geseke in der Soester Börde. Er arbeitete 8 Jahre im elterlichen Bierverlag und bewirtschaftete die kleine Landwirtschaft, bevor er eine Lehre zum Maurer abschloss. Er war bekannt als „sauberer Maurer“ und verlegte immer häufiger Fliesen. 1976 machte er sich selbstständig und verlegte Fliesen, Naturstein und errichtete Öfen und Kachelöfen. 1992 erfolgte die Übergabe an den ältesten Sohn Dieter. Heute wird das Unternehmen vom ehemaligen Mitarbeiter Jürgen Schücker geführt. August Robers war verheiratet mit Maria Robers, geb. Sparwel, die am 18.12.2013 verstarb. Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor.

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Robers, Bernhard

geboren: 26.08.1906
gestorben: 26.04.1972

Der Vater von Bernhard Robers, August Robers, begann 1922 damit, mit seinem Pferdewagen von der Holzstraße aus Getränke auszuliefern. Bernhard Robers übernahm das Geschäft im Jahre 1935. Neben seinem beruflichen Engagement war Bernhard Robers dem Schützenwesen und der Südlohner Bevölkerung eng verbunden. 1969 wurde die ehemalige Molkerei an der Bahnhofstraße gekauft und unter Leitung von Sohn Josef Robers und Anette Robers geb. Thies zu einem überregional bekannten Getränkefachgroßhandel ausgebaut. Heute wird das Unternehmen in der vierten Generation geführt von Sohn Michael Robers und Schwiegersohn Thomas Fangmann.

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Robers, Bernhard

Robers, Josef

Robers, Bernhard

geboren: 18.11.1891
gestorben: 05.01.1977

Robers, Josef

geboren: 19.06.1901
gestorben: 12.01.1991

Der Ursprung des heutigen Unternehmens Gebr. Robers – Holzpackmittel + Exportverpackungen – geht auf die Gebrüder Bernhard und Josef Robers zurück. Beide hatten das Holzschuhmacherhandwerk erlernt und gründeten 1926 die Firma Gebrüder Robers als Holzschuh-fabrik. Die Werkstatt befand sich im Mühlenkamp 20. Im Jahre 1936 wurde der Betrieb in die Nähe des Südlohner Bahnhofs, heute Lohnergartenstraße, verlegt. Nach dem Zweiten Welt-krieg wurden zusätzlich Holzhandel und ein Sägewerk betrieben. Wegen der geringen Nach-frage nach „Klumpen“ (Holzschuhe) entstand ein Holzbearbeitungsbetrieb. Ab 1972 wurde der Betrieb von Gerhard Robers geleitet. Heute existiert das Familienunternehmen, welches immer noch unter „Gebrüder Robers“ firmiert, an der Robert-Bosch-Straße im Südlohner In-dustriegebiet. Geführt wird das Unternehmen in dritter Generation von Manfred Robers und Josef Tenk. Auch die vierte Generation ist bereits im Geschäft tätig.

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Robers, Gerhard

geboren: 26.11.1931
gestorben: 08.01.2015

Gerhard Robers war das zweite von sieben Kindern der Eheleute Josef und Klara Robers aus dem Mühlenkamp. Im Jahr 1949, nach dem Abschluss der Handelsschule in Dortmund, trat Gerhard Robers in den von Josef und Bernhard Robers gegründeten Holzbearbeitungsbetrieb die Firma Gebrüder Robers ein. In den Ursprüngen wurden „Klumpen“ (Holzschuhe) gefertigt. 1960 wurden erste Überlegungen angestellt, sich von der Holzschuhfertigung zu einem Sägewerk zu entwickeln. Die Umsetzung dieser Pläne war der Ursprung der erfolgreichen Unternehmensentwicklung der Firma Gebr. Robers. Nach der Aussiedlung in das Industriegebiet an der Robert-Bosch-Straße im Jahre 1978 entwickelte sich das Unternehmen zu einem Logistik-Dienstleister rund um Holzpackmittel, Paletten und Exportverpackungen. Seit 1996 wird das Unternehmen vom Sohn Manfred Robers und Josef Tenk geführt. Auch die vierte Generation ist bereits im Geschäft tätig. Gerhard Robers war verheiratet mit Angela Robers geb. Hemmer, aus der Ehe gingen drei Kinder hervor.

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Robers, Josef

geboren: 21.04.1939
gestorben: 04.06.2016

Nach dem Besuch der Handelsschule übernahm Josef Robers von seinem Vater Bernhard Robers den in der Holzstraße angesiedelten Getränkehandel. Da die Möglichkeiten der Geschäftserweiterung in der Holzstraße begrenzt waren, wurde 1969 die ehemalige Molkerei an der Bahnhofstraße käuflich erworben. Josef Robers heiratete Anette Robers, geb. Thies. Aus der Ehe gingen 4 Kinder hervor. Im Laufe der Jahre entwickelte er mit seiner Frau Anette das Geschäft weiter zu einem weit über die Grenzen von Südlohn hinaus bedeutenden Getränkefachgroßhandel mit angeschlossenem Facheinzelhandel für Getränke und Wein. Seine Aktivitäten waren allumfassend: 1961 König beim Junggesellen-Schützenfest. 65 Jahre war er Mitglied des SC-Südlohn 28 e.V., davon 24 Jahre der 1. Vorsitzende. Er förderte den Verein mit seiner Aktivität, er war Gönner, Förderer und Sponsor gleichermaßen. Von 1975 bis 1979 war er Mitglied des Rates der Gemeinde Südlohn. Dem Kegelclub „Fall um“ war Josef Robers fast 50 Jahre verbunden. Mit dem Tod von Josef Robers verlor die Gemeinde einen Zeit seines Lebens den Menschen zugewandten Bürger der Gemeinde.

2017 © – heimatverein-suedlohn.de

Robers, Joseph

geboren: 12.02.1944
gestorben: 31.08.2011

Bilder von Joseph Robers sind an prominenter Stelle weltweit auf allen Kontinenten zu sehen: In den Empfang- und Arbeitsräumen von über fünfzig Botschaften und Generalkonsulaten der Bundesrepublik Deutschland. So unter anderem in den deutschen Vertretungen in Paris, Santo Domingo, Kuala Lumpur, Abu Dhabi, Washington, Sydney, Shanghai, Riga Guatemala und San Salvador. Und natürlich in vielen Südlohner Wohnungen verschönern Bilder des Südlohner Joseph Robers das Wohnumfeld.

Nach der schulischen Ausbildung begann Joseph Robers im Jahre 1973 mit dem Studium an der Fachhochschule Münster bei Prof. M. Vojska und E. Hartwig im Fachbereich Design. 1977 legte er sein Examen als Diplom Designer ab. Joseph Robers lebte und arbeitete als freischaffender Grafiker und Maler in Münster / Westfalen. In Einzelausstellungen hat der Künstler seine Arbeiten u.a. in Münster, Den Haag, Kassel, Essen, Dortmund, Hannover, Düsseldorf, Hamburg, Monte Carlo und Luxemburg gezeigt.

© – 2016 heimatverein-suedlohn.de

Röttger, Ferdinand

geboren: 02.12.1886
gestorben: 31.12.1981

Ferdinand Röttger wurde 1886 in Südlohn geboren. Beruflich folgte er als ältester Sohn seinem Vater und wurde 1924 Geschäftsführer der Bäuerlichen Bezugs- und Absatzgenossenschaft Südlohn-Oeding. Im Hause Röttger in der Kirchstraße betrieb er eine Gastwirtschaft, in dem sich auch die Geschäftsräume der Bäuerli-chen und der Spadaka befanden. Bei der Bombardierung Südlohns 1945 wurde es völlig zerstört. Unter den neun Toten im Hause waren seine Ehefrau und seine Tochter. Zuvor waren bereits zwei Söhne im Kriege gefallen. Bei seiner Verabschiedung als Geschäftsführer 1960 wurde er mit der goldenen Ehrennadel des Raiffeisen-Verbandes ausgezeichnet. Hohes Ansehen genoss Ferdinand Röttger auch wegen seiner aktiven Tätigkeit im Bürgerschützenverein und in der Feuerwehr.

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Röttger, Heinz

geboren: 19.02.1929
gestorben: 20.05.2011

Heinz Röttger wurde 1929 in Südlohn als 7. von 8 Kindern des Kaufmanns Ferdinand Röttger geboren. Nachdem seine älteren Brüder den Zweiten Weltkrieg Krieg nicht überlebt hatten, begann er am Ende des Krieges eine kaufmännische Ausbildung, um die Nachfolge seines Vaters bei der Bäuerlichen Bezugs- und Absatzgenossenschaft Südlohn-Oeding in dritter Generation anzutreten. Von 1960 bis zur Verabschiedung in den Ruhestand im Jahre 1993 war er Geschäftsführer der BBAG in Südlohn. Neben seinem beruflichen Engagement für die Landwirtschaft nahm Heinz Röttger rege am Südlohner Vereinsleben teil. So war er Schützenkönig beim 1. Junggesellenschützenfest nach dem Kriege im Jahre 1953.

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Röttger, Heinz

geboren: 18.07.1935
gestorben: 24.11.2006

Heinz Röttger war ein echter „Möllenkämper“, als viertes von fünf Kindern auf dem elterli-chen Hof im Mühlenkamp 22 geboren. Nach dem Besuch der Volksschule und der Landwirt-schaftsschule in Vreden übernahm er von seinen Eltern Bernhard und Josefine Röttger den Hof, den er bis 1980 bewirtschaftete. Heinz Röttger engagierte sich im Mühlenkamp und in Südlohn: Über viele Jahre war er Präsident der Nachbarschaft Mühlenkamp-West. Dem St. Vitus Schützenverein 1606 e.V. war Heinz Röttger als Vorstandsmitglied und Ehrenmitglied verbunden. Bekannt wurde Heinz Röttger in Südlohn als „Trecker-Buer“. Er verfügte über acht Oldtimer-Trecker, die er mit seinem Sohn Bernd in aufwändiger Arbeit liebevoll restau-rierte und pflegte. Verheiratet war Heinz Röttger mit Agatha Röttger, geborene Picker. Aus der 1966 geschlossenen Ehe gingen drei Kinder hervor.

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Rüther, Franz

geboren: 1897
gestorben: unbekannt

Am 1. Mai 1933 kam der Lehrer Franz Rüther nach Südlohn. Von Anfang 1945 bis März 1954 war Franz Rüther Schulleiter der St. Vitus Volksschule. Neben der Wissensvermittlung in schwierigen Zeiten war sein Hauptverdienst, das vorhandene Schuleigentum nach dem Fliegerangriff des 22. März 1945 zu bergen. Unter seiner Leitung begannen die älteren Schüler mit den Aufräumarbeiten. Nach dem Angriff erteilte er mit einigen Kolleginnen im Kirchensaal und in der Sakristei von St. Vitus Unterricht. Lehrer Franz Rüther erwarb sich die Achtung der Südlohner Bevölkerung. Franz Rüther schied 1952 wegen angeschlagener Gesundheit aus dem Schuldienst aus und hat sich zurückgezogen in seinen Heimatort Höxter an der Weser.

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Schmeing, Aloys

geboren: 16.02.1914
gestorben: 22.06.1967

Nach seiner Ausbildung als Schlosser besuchte Aloys Schmeing die Ingenieurschule in Lage / Detmold. Als Maschinenbauingenieur gründete er 1947 mit seiner Ehefrau Franziska im Mühlenkamp in einem angemieteten Schuppen eine Handlung für Landmaschinen mit Reparaturwerkstatt. 1952 wurde ein Grundstück an der Bahnhofstraße erworben und bebaut. Nach seinem Tod wurde der Betrieb von seiner Ehefrau und von Josef Keppelhoff weitergeführt. Verstärkt wurden Stahlkonstruktionen für den Hallenbau hergestellt. 1978 entstand ein neues Betriebsgebäude am Weseker Weg. Die Söhne Gregor und Berthold Schmeing traten 1980 in das Unternehmen ein und entwickelten es weiter zu einem erfolgreichen Unternehmen mit drei Säulen: Schmeing Stahlbau, Landtechnik und Werkmarkt.

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Schmeing, Gerhard

geboren: 04.02.1922
gestorben: 16.10.2012

Mit Gerhard Schmeing sind viele Südlohnerinnen und Südlohner zur Schule, zur Arbeit, auf Reisen und in die Ferien gefahren. Er gehörte als Busfahrer zum Team, das 1967 die erste Fahrt nach Mellau unternahm. Gerhard Schmeing war bekannt für seinen Humor und immer zu einem Pröötken bereit. Er konnte mit Begeisterung singen, kannte unzählige, auch plattdeutsche Lieder und begleitete diese gern mit seinem Trecksack. Ab den 60er Jahren leitete Gerhard Schmeing mehr als ein Jahrzehnt lang als Sitzungspräsident den beliebten Kappenball der Kolpingfamilie. Er war vor allem der Kirchengemeinde eng verbunden. In den 70er und 80er Jahren vertrat er als Vorsitzender des Pfarrgemeinderates und später als Vorsitzender des Kirchenvorstandes mit großem Engagement die Interessen der St.-Vitus-Gemeinde.

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Schmeing, Johann

geboren: 08.01.1911
gestorben: 28.07.1960

Der in Weseke geborene Johann Schmeing erlernte den Beruf des Maurers. Die Meisterprüfung absolvierte er 1937 in Bielefeld. Im Zweiten Weltkrieg war er im Fronteinsatz, wurde in Stalingrad verletzt und vor der Einkesselung ausgeflogen. Nach dem Kriege übernahm er das von seinem Vater gegründete Baugeschäft und baute dies in der Folgezeit erfolgreich aus. Johann Schmeing war begeisterter Sportler, er spielte in den Gründerjahren in der 1. Fußballmannschaft des SC Südlohn 28, war aktives Mitglied der Turnergruppe und musizierte in dem damaligen Mandolinenclub mit. Aus der 1947 geschlossenen Ehe mit Josefine Schmeing geb. Bennemann gingen sieben Töchter hervor.

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Schmittmann-Wehning, Wilhelm

geboren: 14.08.1920
gestorben: 10.10.2002

Geboren wurde Wilhelm Wehning als 6. von 12 Kindern im Wienkamp rechts 9. Nach dem Besuch der Volksschule absolvierte er in Vreden eine landwirtschaftliche Ausbildung. Auch Wilhelm wurde – wie fünf seiner Brüder – zur Wehrmacht eingezogen. Nach sechs Wochen in russischer Gefangenschaft kam er abgemagert zu Fuß wieder in Südlohn an. Nach Tätigkeit als Landwirtschaftsgehilfe in Stadtlohn und Borken kam er 1950 auf den Geburtshof seiner Mutter – den Hof Schmittmann in der Tünte. Er wurde adoptiert und nahm den Namen Schmittmann an. Handwerklich geschickt und an Vielem interessiert, modernisierte er den Hof und brachte ihn zu wirtschaftlicher Blüte. Wilhelm Schmittmann-Wehning gehörte zu den Gründern der Südlohner Landjugend. Er war heimatverbunden, zusammen mit seinem Bruder Gerhard Wehning gehörte er im Jahr 1964 zu den Gründungsvätern des Heimatvereins und wirkte in den Folgejahren am Aufbau des Vereins mit.

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Schmitz, Paul

geboren: 24.03.1920
gestorben: 16.09.1993

Das Wirken von Paul Schmitz erlangte über die Gemeinde Südlohn hinaus für die ganze Region besondere Bedeutung. Seit 1952 war er als hauptamtlicher Sekretär der Katholischen-Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) tätig. Als Mitglied der Amtsvertretung des Amtes Stadtlohn, als langjähriges Mitglied des Gemeinderates, des Kreistages und des Landtages versuchte er, auf politischer Ebene die Ziele der katholischen Soziallehre umzusetzen. Für sein Engagement wurde er vielfach ausgezeichnet. Südlohn hat Paul Schmitz viel zu verdanken. Er unterstützte mit seinem Einfluss unterschiedliche Projekte in Südlohn. Den Neubau des im Jahre 1994 eingeweihten Henricus-Stiftes – entstanden aus dem Henricus-Krankenhaus – trieb er gemeinsam mit Pfarrer Walter Winkelhues voran. Dieses Objekt steht stellvertretend für viele andere Aktivitäten.

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Schreiber, Walter

geboren: 10.11.1919
gestorben: 23.03.2006

Ein Dorfpolizist muss so sein wie Walter Schreiber: mit einem Auge des Gesetzes auf Recht und Ordnung achtend und mit dem anderen Auge die Verbundenheit zur Bevölkerung lebend. Geboren wurde Walter Schreiber in Emden. Nach der kaufmännischen Lehre diente er während des Zweiten Weltkrieges bei der Kriegsmarine auf dem Hilfskreuzer „Komet“. Walter Schreiber besuchte 1944/45 die Polizeischule in Münster. 1947 wurde er als Polizist in Velen eingesetzt. Von 1953 bis zum Eintritt in den Ruhestand 1979 war er 26 Jahre Polizist in Südlohn. Walter Schreiber hatte viele Interessen: Schützenverein, Schachverein und den Kegelclub „Pudel“, für den er Jahrzehnte die Chronik führte, heute ein Buch der Zeitgeschichte. 63 Jahre war Walter Schreiber mit Marianne Schreiber, geb. Wehmeier, aus Anholt verheiratet. Aus der Ehe gingen drei Töchter hervor.

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Schrieverhoff, Bernhard

geboren: 05.04.1915
gestorben: 03.11.1996

Bernhard Schrieverhoff war von 1979 bis 1984 Mitglied des Rates der Gemeinde Südlohn und Mitglied in verschiedenen Ausschüssen. Er war viele Jahre der Ortsvorsitzende der Freien Demokratischen Partei. (FDP) Darüber hinaus war er im Landwirtschaftlichen Betriebshilfsdienst und im Wasser-und Bodenverband aktiv. Für sein Engagement erhielt er am 25. Januar 1990 die Verdienstmedaille der Bundesrepublik Deutschland.

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Schrote, Leo

geboren: 11.04.1925
gestorben: 24.07.1998

Der Ursprung der Bäckerei Schrote geht auf das Jahr 1871 zurück. Leo Schrote hat in Düsseldorf das Bäckerhandwerk gelernt. Wie so viele wurde auch er zur Wehrmacht eingezogen und war Teilnehmer des Zweiten Weltkrieges. Als Kriegsversehrter kam er in die Heimat zurück. Anfang der 1950er Jahre übernahm er das Geschäft von seinem Vater, der mit Vornamen ebenfalls Leo hieß. (geb. 17.11.1881, gest. 01.07.1964) Der „Leo-Bogen“ – am Südwall gelegen – erinnert noch heute an den traditionsreichen Namen. Aus der Ehe mit Gisela Schrote, geb. Weber, aus Düsseldorf gingen fünf Kinder hervor. Im Jahre 1980 wurde die Bäckerei von seinem Sohn übernommen, der traditionsgemäß ebenfalls den Namen Leo trägt.

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Siemens, Peter

geboren: 31.08.1928
gestorben: 24.11.2016

Der Lebensweg von Peter Siemens zeigt das Schicksal einer ganzen Generation auf, verursacht durch die Wirren des Zweiten Weltkrieges in Deutschland und ganz Europa. Bis 1943 war die Familie Siemens in Blumenfeld in der Ukraine beheimatet. Beim Rückzug der Wehrmacht fand die Familie in Polen einen neuen Aufenthalt. Die Mutter wurde am 16. Januar 1945 durch die Sowjetarmee nach Sibirien verschleppt. Peter Siemens Flucht endete zunächst in Siegen, später dann im Rahmen einer „Hamsterfahrt“ zufällig in Südlohn. Er landete auf dem Hof von Heinrich und Sophia Eping, die den jungen Mann mit Essen versorgten und aufnahmen. Mit 21 Jahren wurde Peter Siemens von Pfarrer Bleister in der St. Vitus-Kirche getauft, 1952 heiratete er Hedwig Loker, gründete eine Familie und arbeitete bei der Firma Wehling & Busert und beim Textilunternehmen Schulten. Erst im Jahre 1956 hat er seine Mutter über den Suchdienst des DRK wieder gefunden und 1979 wieder gesehen. Vielen Südlohnern wurde Peter Siemens bekannt als Kastellan im Haus der Vereine von 1972 – 1980. Er war in der Gemeinde bestens integriert und aktiv in der Feuerwehr und im Schützenverein. 1966 gelang ihm der Königsschuss, seine Königin war Adelgunde Frechen. Im Jahre 2016 wurde Peter Siemens als erster Goldkönig des Schützenvereins geehrt.

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Sparwel, Heinz

geboren: 02.05.1939
gestorben: 02.05.2017

Heinz Sparwel war gelernter Maurer, die Maurerlehre absolvierte er beim Baugeschäft Josef Ehling in Borken. Sein Vater Theodor Sparwel war Inhaber des gleichnamigen Baugeschäftes, er verunglückte tödlich durch einen Motorradunfall im Jahre 1954. Im Alter von gerade einmal 20 Jahren übernahm Heinz Sparwel 1959 das Baugeschäft im Beckedahl und führte es weiter. Viele Bauvorhaben Südlohner Bewohner und darüber hinaus wurden von Heinz Sparwel verwirklicht. Als interessierter Bürger der Gemeinde war Heinz Sparwel vielfach aktiv: im Schützenverein St. Vitus, im Sportverein SC Südlohn 28, 50 Jahre Mitglied im Kegelklub „Fall um“ und natürlich in seiner Nachbarschaft Beckedahl. Hier errichtete er 1978 mit Hilfe vieler Nachbarn die Schutzhütte des Spielplatzes an der Rosenstraße.  Seitdem ist diese Schutzhütte Treffpunkt der Nachbarschaft für groß und klein. Verheiratet war Heinz Sparwel mit Ursula Sparwel, geborene Klöpper. Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor.

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Stegemann, Georg

geboren: 29.04.1901
gestorben: 12.03.1973

Georg Stegemann wurde in Sinsen bei Marl geboren. Berufsbedingt zog er 1928 nach Südlohn und folgte dem Ruf von Heinrich Deelmann, um als Buchhalter in die damalige Holzschuhfabrik einzutreten. Diese Tätigkeit führte er bis zum Jahre 1949 aus. In Südlohn war Georg Stegemann vielfältig aktiv: er war von 1945 bis 1967 Rendant der katholischen Kirchengemeinde St. Vitus unter den Pfarrern Bleister und Möllering. Sein Nachfolger wurde Josef Brinkmann. Von 1932 bis 1970 war Georg Stegemann Schriftführer und Kassierer des Arbeitervereins St. Josef, der späteren Katholischen Arbeitnehmer Bewegung. (KAB) Für die KAB war er jahrzehntelang Organisator der Nikolaus-Umzüge. Aber nicht nur das: er war Mitglied der Kolping-Familie, aktiv im Kirchenchor St- Cäcilia von 1928 bis 1973 und aktiv in der Freiwilligen Feuerwehr Südlohn von 1930 bis 1946.

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Schulze Herking, Bernhard

geboren: 12.03.1926
gestorben: 13.08.1995

Der Name Schulze Herking ist in Südlohn verbunden mit bäuerlichem Engagement: 1883 stiftete Heinrich Herking 2.000 Taler für den Bau des Südlohner Krankenhauses. Dessen Urenkel Bernhard Schulze Herking war der jüngste von fünf Kindern, aufgewachsen auf dem elterlichen Hof im Eschlohn 4. Nach dem Besuch des Gymnasiums in Borken wurde er – wie so viele andere auch – als junger Mann 1943 zur Wehrmacht eingezogen. Nach Rückkehr aus der Gefangenschaft übernahm er 1952 nach dem Tod seines Vaters den elterlichen Hof und bewirtschaftete ihn bis 1982, sein Sohn Hermann führt den Hof weiter. Aus der im Jahre 1956 geschlossenen Ehe mit Elisabeth Schulze Herking, geborene Wigger, gingen sechs Kinder hervor. Zeit seines Lebens war Bernhard Schulze Herking Bauer mit Leib und Seele, tiefgläubig und geradlinig mit allen Tugenden bäuerlicher Handelns.

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Schültingkemper, Hermann

geboren: 19.11.1906
gestorben: 04.05.1984

Nach dem Besuch der Südlohner Volksschule war Hermann Schültingkemper bei der Weberei Föcking & Cohausz beschäftigt. Wie so viele Männer der Generation wurde auch er zur Wehrmacht einberufen. Nach Rückkehr aus russischer Gefangenschaft im Jahre 1946 betrieb Hermann Schültingkemper im Nebenerwerb seine Landwirtschaft. In Südlohn hat sich Hermann Schültingkemper ehrenamtlich engagiert. Als Vorstandsmitglied der Katholischen Arbeitnehmerschaft (KAB) und als Kirchenvorstand trieb er den Wiederaufbau des durch Bomben zerstörten Vereinshauses voran. Ebenso sorgte er gemeinsam mit dem damaligen Pfarrer August Möllering für die Erschließung des Baugebietes Hagerkamp. Bekannt wurde Hermann Schültingkemper auch durch seine Tätigkeit als Fleisch- und Trichinenbeschauer bei den damals üblichen Hausschlachtungen. Darüber hinaus war er als Schiedsmann tätig in der vorgerichtlichten Streitschlichtung nach dem Motto: schlichten – nicht richten.

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Schulze Wehninck-Oenning, Josef

geboren: 30.10.1933
gestorben: 04.10.2006

Josef Schulze Wehninck-Oenning war jahrelang in Südlohn kommunalpolitisch tätig. Von 1975 bis 1989 war er ehrenamtlicher Bürgermeister der Gemeinde. Dieses Engagement würdigte der Rat mit der Verleihung des Ehrenringes der Gemeinde Südlohn. Der Ehrenring wurde aufgrund der besonderen Verdienste von Josef Schulze Wehninck-Oenning zum ersten Mal verliehen.

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Schulze Wehninck-Siebing, Elisabeth

geboren: 14.12.1913
gestorben: 10.09.1995

Frau Elisabeth Schulze Wehninck-Siebing, geb. Schulze Herking, wuchs unbeschwert auf ihrem elterlichen Hof auf. Nach der Heirat 1937 war sie aktiver Mittelpunkt des Hofes Siebing. Sie war den Menschen in besonderer Weise zugewandt, ihre Gastfreundschaft und Heimatliebe waren bezeichnend. Elisabeth Schulze Wehninck – Siebing war dem Südlohner Heimatverein eng verbunden. 13 Jahre lang – von 1972 bis 1985 – war sie die erste Vorsitzende des Heimatvereins. Während dieser Zeit hat sie den Verein geprägt und nach der ersten Gründungsphase 1964 in stabiles Fahrwasser geführt und zukunftsfähig gemacht. Der Heimatverein Südlohn hat Elisabeth Schulze Wehninck-Siebing viel zu verdanken.

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Schwieters, Dr. Anton

geboren: 12.09.1884
gestorben: 19.09.1955

Anton Schwieters war geborener Legdener, im Mai 1911 kam er nach Südlohn als Nachfolger von Dr. Söbbeke. Er versorgte seine Patienten auch in den Nachbargemeinden Oeding, Burlo, Weseke und Holthausen. Den Krieg 1914/18 machte Anton Schwieters als Feldarzt mit. In den Bombennächten des zweiten Weltkrieges blieb der Arzt Anton Schwieters helfend im Dorf bei Verletzten, Verwundeten und Kranken. 44 Jahre hat er in Südlohn gewirkt, er erwarb sich das Vertrauen der ganzen Südlohner Bevölkerung.

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Südfels, Hubert

geboren: 28.09.1917
gestorben: 09.06.1984

Hubert Südfels hat bei der Firma Föcking & Cohausz den Beruf des Webers erlernt, später absolvierte er eine Ausbildung zum Mechaniker. Von 1939 bis 1945 hat er in der Wehrmacht gedient, als Kriegsteilnehmer war er überwiegend in Norwegen eingesetzt. Anfang der 1950-er Jahre machte er sich an der Eschstraße mit einer Kfz-Werkstatt selbstständig. Zusätzlich wurde eine Zweiradhandlung betrieben, ebenso ein Tankstellenbetrieb. Nach seinem Tod wurde das Unternehmen Mitte 1989 an den Kfz.-Meister Erwin Höing verkauft, der die Werkstatt bis heute weiterbetreibt.

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Sutterlütty, Gisela

geboren: 10.04.1919
gestorben: 14.09.2007

Ist Gisela Sutterlütty eine Südlohnerin? JA sagen schätzungsweise rund 3.000 Südlohner, die Teilnehmer des Ferienwerks der St. Vitus Kirchengemeinde in Mellau (Vorarlberg/Österreich) waren. Ziel war das Ferienheim der Familie Sutterlütty. Wie viele Südlohner danach in den Ferienzeiten den Ort als ihr Familienziel ausgewählt haben, kann nicht geschätzt werden. Frau Sutterlütty war über Jahrzehnte Gastgeberin, herzlich und zupackend gleichermaßen. Pastor Walter Winkelhues war der Initiator des Ferienwerkes. Die Leitung hatten Josef und Brigitte Wentingmann. Nach deren Tod wird das Ferienwerk weitergeführt von Pfarrer Stefan Scho, Jochen Albers, Hendrik Lukas, Manfred Schlichte und Margret Wentingmann.

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Tecker, Hubert

geboren: 22.03.1945
gestorben: 23.03.1992

Hubert Tecker – genannt „Hutek“ war ein Original im Südlohner Dorfleben. Seine freiberufliche Tätigkeit als fahrender Händler für Gastronomiebedarf gab ihm Raum für vielfache Aktivitäten im dörflichen Zusammenleben: Aktives Mitglied im Traditionsclub Schalke 04, Aktivitäten auf der Kegelbahn, Organisation von Kegelturnieren, Schiedsrichter des SC 28, Schützenkönig 1983 und.. und.. und…! Der plötzliche Tod hat viele Südlohner betroffen gemacht.

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Telöken, Ewald

geboren: 17.02.1938
gestorben: 09.05.2011

Das Akkordeon – im Volksmund „Schifferklavier“ – gehörte zum Handwerkszeug von Ewald Telöken. Mit diesem Instrument und mit seinem Liedgut gehörte er unbestritten zu den Südlohner Originalen. Im Alter von 17 Jahren brachte er sich das Akkordeonspielen selbst bei und spielte seitdem auf ungezählten „Gratulieren“ und Hochzeiten. Ewald Telöken war mit seinen beruflichen Aktivitäten als Allianz Hauptvertreter und seinen privaten Interessen für Kegelsport, Schützenverein und die Jedermann-Sportgrupe aktives Mitglied der Gemeinde.

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Telöken, Franz

geboren: 26.04.1934
gestorben: 01.03.2018

Die große Leidenschaft von Franz Telöken war die Musik. Er war 70 Jahre Mitglied der Musikkapelle Südlohn 1908 e.V. Dort spielte er im Hauptorchester mit Begeisterung das Tenorhorn, welches in der Volksmusik und Blasmusik eine bedeutende Rolle spielt. In den letzten Jahren als Musiker gründete er mit einigen Mitspielern die Seniorenkapelle und eignete sich noch das Saxophon spielen an. Mit der gleichen Leidenschaft sang er auch jahrelang im Südlohner Männerchor e.V. Franz Telöken war ein geselliger Mensch. Er war Mitglied im Kolping und lange Zeit Präsident der Nachbarschaft Beckedahl.

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Telöken, Heinrich

geboren: 28.12.1919
gestorben: 12.07.2015

Als Heinrich Telöken im Jahre 1919 geboren wurde, war der Erste Weltkrieg gerade beendet, der deutsche Kaiser Wilhelm II. war im Exil im niederländischen Haus Doorn. Nach seiner Ausbildung zum Fotografen wurde er zur Wehrmacht einberufen. Der Zweite Weltkrieg endete für Heinrich Telöken in Kriegsgefangenschaft. Hier hat er ein Dokument der Zeitgeschichte geschaffen. In Tagebucheintragungen beschrieb er seine Zeit als Soldat an der Ostfront, über seine Verwundung, als Kriegsgefangener und über die Rückkehr nach Südlohn im Jahre 1948. Alles war zerstört, das elterliche Schreibwarengeschäft geplündert. In den Trümmern fand Heinrich Telöken eine noch funktionierende Kamera mit einem Film. Damit sind Bilder des zerstörten Südlohn entstanden, ebenfalls Dokumente der Zeitgeschichte. Die Nachkriegszeit stand im Zeichen des Aufbaus des Geschäftes am Kirchplatz Nr. 6. Zusammen mit seiner Ehefrau Elisabeth führte er das Schreibwarengeschäft bis 1990. Heute wird „Schreibwaren Telöken“ von der Tochter Maria und dem Schwiegersohn Hans-Werner Terhechte in dritter Generation geführt.

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Tenbrake, Berta – geb. Hoff

geboren:       18.04.1924
gestorben:    31.08.2017

In jeder Gemeinde gibt es Bewohner, die besonders eng mit dem Gemeinwesen verbunden sind. Für Südlohn trifft das auch auf Berta Tenbrake zu. Sie war stets interessiert am gemeindlichen Leben und in besonderer Weise dem Heimatverein verbunden. Von 2002 bis 2005 war Berta Tenbrake Mitglied des Vorstandes. Viele Jahre lang war sie als Verwaltungsangestellte beim Amtsgericht Vreden und bei der Verbandssparkasse Vreden beschäftigt. Der Heimatverein profitierte von ihren Kenntnissen und Fähigkeiten als Verwaltungsangestellte. Sie hat sich vielfach eingebracht. So hat sie als Zeitzeugin sehr eindrucksvoll über ihre Erlebnisse während des Bombenangriffes am 22. März 1945 berichtet. Die Darstellungen von Berta Tenbrake in dem 2006 vom Heimatverein produzierten Film „775 Jahre Südlohn – Ein Gang durch die Geschichte“ sind Zeugnisse der Geschehnisse und Mahnung an die Nachwelt, diese nicht zu vergessen. Verheiratet war Berta Tenbrake mit dem 1999 verstorbenen Südlohner Bernhard Tenbrake von der Friedhofstraße.

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Tenbrake, Karl-Heinz

geboren: 18.04.1948
gestorben: 02.06.2012

Der Name Karl-Heinz Tenbrake ist verbunden mit dem Schützenwesen in Südlohn. Sein Engagement begann 1979 mit dem Königsschuss und anschließender jahrzehntelanger Vorstandsarbeit. Er war Kassierer, Geschäftsführer, Oberst und 12 Jahre Präsident des St. Vitus Schützenvereins Südlohn 1606 e.V. Nach seiner Verabschiedung als Präsident im Jahre 2011 wurde Karl-Heinz Tenbrake von der Generalversammlung zum Ehrenpräsidenten des Schützenvereins ernannt.

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Tenhagen, Johanna

geboren: 04.02.1939
gestorben: 29.03.2015

Es gibt Menschen, die gerne im Hintergrund wirken. Als Johanna Tenhagen im Jahre 2009 für ihr ehrenamtliches Engagement den Bürgerpreis der Gemeinde erhielt, war die Aussage von ihr: „Ich möchte das nicht, was ich tue, ist doch selbstverständlich“. Über 30 Jahre war sie im Vereinshaus tätig und sorgte für die Ausrichtung der Treffen der Frauengemeinschaft. Sie richtete das Frühstück aus Anlass der Jubelkommunionen. Sie war Gründungsmitglied der Kleiderstube und sorgte Jahrzehnte für Organisation und Abwicklung. Jeden Monat rückt sie die Tische und Stühle für das Treffen der Senioren und besorgte Einkäufe für das Frühstück. Hunderte Kinder schätzten „Hanni“ Tenhagen über Jahre als bewährte Kochfrau in den Ferienlagern von St. Vitus in Lembeck und im Sauerland. Johanna Tenhagen hat gezeigt, wie Ehrenamt funktioniert.

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Tenhagen, Dr. Josef

geboren: 04.09.1906
gestorben: 12.12.1972

Josef Tenhagen ist gebürtiger Alstätter. Nach dem Besuch der Volksschule legte er am Gymnasium Paulinum in Münster im Jahr 1926 das Abitur ab. Er studierte anschließend Zahnmedizin an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster. 1932 schloss er das Studium mit der Promotion zum Dr. med. dent. ab. Zunächst arbeitete er in Luxemburg als Medizinalassistent, um sich dann in Südlohn als Zahnarzt niederzulassen. 1939 wurde er zum Kriegsdienst eingezogen. Nach der Entlassung aus britischer Gefangenschaft im Juni 1945 war Dr. Tenhagen wieder als Zahnarzt in Südlohn tätig, hier praktizierte er bis Januar 1972. Viele Jahre war er im Schützenverein und im Fußball eine tragende Säule. Aktiv war er auch im Kirchenvorstand und im Krankenhauskuratorium.

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Tenk, Heinrich

geboren: 22.04.1918
gestorben: 25.05.1987

Der aus Weseke stammende Bäckermeister Heinrich Tenk heiratete 1947 die Tochter des Gründerehepaares, Auguste Bomkamp. An der Kirchstraße wurde eine Bäckerei und Konditorei betrieben. Sohn Heinrich Tenk (geb. 1950) übernahm den Betrieb 1974. Dessen Sohn Michael führt die Bäckerei seit Januar 2006. Im Jahre 2002 konnte die Familie auf eine 100-jährige Tradition zurückblicken. Heute ist das Familienunternehmen die einzige bestehende Bäckerei, in der noch wirklich gebacken wird. Der Name „Tenk-Bomkamp“ ist in Südlohn ein Begriff für traditionelles Bäcker- und Konditorhandwerk.

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Terbrack, Gerhard

geboren: 24.07.1897
gestorben: 10.12.1983

Wofür erhalten Menschen ein Bundesverdienstkreuz? Verliehen wird es in Anerkennung besonderer Verdienste um den Staat und für das Volk. Gerhard Terbrack erhielt das Verdienstkreuz am Bande am 1. Mai 1962, verliehen vom Bundespräsidenten Heinrich Lübke und überreicht vom damaligen Regierungspräsidenten Dr. Schneeberger. Gerhard Terbrack war Vater von sechs Kindern und ein Leben lang bei der Sitzmöbelfabrik Gebr. Deelmann beschäftigt. Sein Sohn hat ebenfalls bei Deelmann gearbeitet, genau wie schon sein Vater. Die über 50-jährige Betriebstreue war dann auch der Grund für die Verleihung des Verdienstkreuzes. Was hat Gerhard Terbrack in diesen 50 Jahren alles erlebt: 1912 Eintritt in die Firma, die Inflation von 1914 bis 1923, Machtergreifung 1933 und den anschließenden Nationalsozialismus, die furchtbaren Ereignisse des Zweiten Weltkrieges, die Judenverfolgungen, den Bombenangriff auf Südlohn und die Zeit des Wiederaufbaus. Ein ganzes Leben gelebt mit Erlebnissen, Erfahrungen und Arbeit bei einem Unternehmen – der Firma Deelmann.

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Terhedebrügge, Dr. med. vet. Hubert

geboren: 30.11.1909
gestorben: 11.11.1984

Hubert Terhedebrügge wurde auf dem Hof Hagemann in der Horst geboren. Seine Mutter wurde frühzeitig Witwe und heiratete Bernhard Terhedebrügge. Der Sohn Hubert besuchte das Gymnasium. Anschließend absolvierte er das Studium der Veterinärmedizin. Bereits vor dem Zweiten Weltkrieg führte er auf dem Hof Hagemann eine Tierarztpraxis, bevor er von 1939 bis 1945 zur Wehrmacht eingezogen wurde. Als Hauptmann und Stadtkommandant in der Normandie / Frankreich sah er sich nicht als Besatzer, er praktizierte als Tierarzt und erwarb sich die Achtung der einheimischen Bevölkerung. Die Tierarztpraxis in Südlohn führte er von 1945 bis 1978. Aus der 1947 geschlossenen Ehe mit Maria Terhedebrügge, geb. Stewering, aus Gemen gingen fünf Kinder hervor.

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Terhörne, Heinrich

geboren: 01.01.1935
gestorben: 23.04.2006

Zusammen mit seiner Frau Maria Terhörne, geb. Bone, gründete er im März 1979 eine Gaststätte am Weseker Weg. Aus kleinsten Anfängen heraus entwickelte sich im Laufe der Jahre die Gaststätte zu einem weit über die Grenzen von Südlohn bekannten gastronomischen Betrieb mit verschiedenen Veranstaltungsräumen, Kegelbahnen, der Festhalle für Großveranstaltungen und einem Taxibetrieb. Heinrich Terhörne war Gründungsmitglied des Fußballvereins Rot-Weiß Trimbach und des Tennisclubs Grün-Weiß Südlohn e.V. Nach seinem Tod wurde der Betrieb zunächst von seiner Frau Maria weitergeführt. Aus der Ehe gingen fünf Kinder hervor. Am 31.12.1999 übernahm Sohn Helmut mit seiner Ehefrau Nicole das Unternehmen „Haus Terhörne“ und entwickelte es erfolgreich weiter.

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ter Hürne, Otger

geboren: 10.02.1929
gestorben: 21.01.2017

Als Otger ter Hürne im März 1943 aus der Schule entlassen wurde, tobte der Zweite Weltkrieg. In diesem Umfeld ist Otger ter Hürne aufgewachsen und sicherlich auch geprägt worden. In den letzten Kriegsjahren erlernte er das Schreinerhandwerk und sammelte nach der Ausbildung Erfahrungen in Handwerksbetrieben und Möbelfabriken. Im Alter von 28 Jahren übernahm er die elterliche Schreinerei in Stadtlohn. Schon frühzeitig begannen seine Überlegungen zur industriellen Ausrichtung, die 1959 in der Gründung des Holzwerkes Otger ter Hürne in Südlohn mündete. Das Unternehmen wurde unter seiner Führung im Laufe der Jahre Marktführer für Paneele, Vertäfelungen und Parkettprodukte. Mit zeitweise mehr als 300 Mitarbeitern war / ist das Unternehmen ein bedeutender Wirtschaftsfaktor in Südlohn. Mitte der 1990er Jahre übergab er den Betrieb an seine Söhne Erwin und Bernhard. Neben seiner Tätigkeit als Unternehmer war Otger ter Hürne vielfach ehrenamtlich engagiert: Vorsitzender des SC Südlohn 28, Mitglied des IHK-Regionalausschusses, Gründungsstifter der Bürgerstiftung und Mitglied des Heimatvereins.

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Thesing Josef, Pater OMI

geboren: 23.11.1931
Priesterweihe: 10.04.1960
gestorben: 06.12.2015

Pater Josef Thesing wurde auf einem Bauernhof im Hessinghook in Oeding geboren. Schon früh wurde in ihm die Liebe zur Landwirtschaft geweckt, verbunden mit gelebtem christlichen Glauben. Er genoss eine gymnasiale Ausbildung in schulischen Einrichtungen der Oblaten. Das theologische Studium absolvierte er an der Philosophisch-Theologischen Hochschule der Oblaten im Bonifatiuskloster in Hünfeld. Am 10. April 1960 wurde er durch den Bischof von Fulda Adolf Bote zum Priester geweiht. Pater Josef Thesing wirkte als Religionslehrer an der Bergberufsschule in Gelsenkirchen. Nach seiner Pensionierung 1993 war er in der Pfarrseelsorge aktiv, 2004 wechselte er in das Kloster Mariengarden in Burlo. Der Landwirtschaft blieb Pater Thesing zeitlebens verbunden. Er kümmerte sich auch im hohen Alter in der Missionsscheune des Klosters um sein Federvieh und um Ordnung. Eine Frage um Mithilfe genügte, Pater Josef Thesing war immer bereit, in den Kirchengemeinden St. Vitus und St. Jakobus Dienste zu leisten. Die Gläubigen der Kirchengemeinden erinnern sich gerne an Messen in plattdeutscher Sprache. Eine Sprache, mit der Pater Thesing aufgewachsen ist und die er nicht vergessen hat.
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Thies, Alfred

geboren: 23.03.1924
gestorben: 24.06.1982

Wie viele junge Männer seiner Generation wurde auch Alfred Thies zur Wehrmacht eingezogen. Nach Rückkehr aus der Gefangenschaft hat er das zerstörte Elternhaus an der Eschstraße wieder aufgebaut und als Wirt betrieben. 1955 wurde Alfred Thies als Vertreter für Büromaschinen aktiv, 1968 wurde die Firma Alfred Thies Büro- und Reprotechnik gegründet. Das Unternehmen entwickelte sich gut, sodass 1972 ein Neubau mit Werkstatt, Büro und Lager errichtet wurde. Alfred Thies war dem Sport verbunden: Von 1965 bis 1980 im SC Südlohn, als 1. Vorsitzende von 1972 bis 1975. Er integrierte 1972 die Breitensportabteilung in den SC. Für die Kreisspruchkammer im Fußball war er 10 Jahre tätig. Nach seinem Tod übernahm Sohn Hubert Thies das Geschäft und entwickelte es erfolgreich weiter. 1993 wurde der Betrieb nach Stadtlohn verlagert.

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Thomes, Paul

geboren: 02.06.1935
gestorben: 14.08.1985

Bei dem Bauunternehmen Hemsing in Oeding lernte Paul Thomes den Beruf des Maurers. Nach einigen Gesellenjahren legte er im Jahre 1959 seine Meisterprüfung im Maurerhand-werk ab. Mit dem Meisterbrief in der Tasche machte er sich 1963 selbstständig als Bauunternehmer, gleichzeitig betrieb er ein Transportbetonunternehmen. Die Geschäfte führte Paul Thomes bis zu seinem Tod 1985. Paul Thomes war im Südlohner Dorfleben tief verankert: Im Cäcilia-Kirchenchor war er aktiv, ebenso im Kegelclub „Pudel“. Die Königswürde im Allgemeinen Bauernschützenverein Südlohn erlangte Paul Thomes mit seiner Königin Maria Vierhaus im Jahre 1977. Verheiratet war Paul Thomes mit Katharina Thomes geborene Hisker. Aus der Ehe gingen vier Kinder hervor.

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Tombrock, Josef

geboren: 01.06.1926
gestorben: 25.02.1998

Als 23-jähriger Mann kam Josef Tombrock im Jahre 1949 von Venne bei Senden nach Südlohn. Er heiratete die verwitwete Berta Rensing, geb. Große-Geldermann, mit sieben Kindern. Das 1936 von Bernhard Rensing gegründete Geschäft für Schuhe und Schuhreparaturen war angesiedelt im Katerhook. Ca. 1941 wurde das Haus am Marktplatz gekauft. Das Geschäft wurde 1950 von Josef Tombrock übernommen. Aus der Ehe mit Berta Rensing gingen 3 Kinder hervor. Nach dem Tode von Josef Tombrock wurde das Geschäft aufgelöst.

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Thies, Alfred

geboren: 23.03.1924
gestorben: 24.06.1982

Wie viele junge Männer seiner Generation wurde auch Alfred Thies zur Wehrmacht eingezogen. Nach Rückkehr aus der Gefangenschaft hat er das zerstörte Elternhaus an der Eschstraße wieder aufgebaut und als Wirt betrieben. 1955 wurde Alfred Thies als Vertreter für Büromaschinen aktiv, 1968 wurde die Firma Alfred Thies Büro- und Reprotechnik gegründet. Das Unternehmen entwickelte sich gut, sodass 1972 ein Neubau mit Werkstatt, Büro und Lager errichtet wurde. Alfred Thies war dem Sport verbunden: Von 1965 bis 1980 im SC Südlohn, als 1. Vorsitzende von 1972 bis 1975. Er integrierte 1972 die Breitensportabteilung in den SC. Für die Kreisspruchkammer im Fußball war er 10 Jahre tätig. Nach seinem Tod übernahm Sohn Hubert Thies das Geschäft und entwickelte es erfolgreich weiter. 1993 wurde der Betrieb nach Stadtlohn verlagert.

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Tophof, Dr. med. Hermann

geboren: 22.06.1913
gestorben: 07.04.1965

Im Herbst 1945 begann der aus dem Krieg heimgekehrte Münsteraner auf Veranlassung seines Onkels, des Landrates Felix Sümmermann, mit einer ärztlichen Praxis in der Doornte. Sein ärztliches Wissen und sein den Menschen zugewandtes heiteres und ehrliches Wesen fanden hohe Anerkennung. Die Südlohner Bevölkerung war tief betroffen vom plötzlichen Tod des beliebten Hausarztes. Dr. Hermann Tophof war über die Grenzen der Heimatgemeinde Südlohn bekannt und beliebt. Nach seinem Tod wurde die Praxis weitergeführt von seiner Ehefrau Dr. Reinhild Tophof und Sohn Franz Tophof.

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Uphaus, Bernhard

geboren: 28.10.1904
gestorben: 04.09.1967

Von seinem Vater übernahm Bernhard Uphaus im Jahre 1936 die elterliche Huf- und Wagen-schmiede in der Eschstraße. Bernhard Uphaus war das älteste der neun Kinder des Ehepaares Karl-Heinrich und Maria-Anna Uphaus. Nach der Lehre als Schmied und einer Weiterbildung in Münster, die ihn zum Hufbeschlag befähigte, übernahm er die Schmiede. Die Meisterprüfung im Schmiedehandwerk legte er 1934 ab, die Schmiede führte er bis Mitte 1967. Zur damaligen Zeit wurden die in der Landwirtschaft eingesetzten Pferde bei den Schmieden mit neuen Hufeisen versorgt. Heute werden Reit- und Hobbypferde in der Regel von mobilen Schmiedefahrzeugen aus versorgt. Verheiratet war Bernhard Uphaus mit Sofie Uphaus geborene Wehning, aus der Ehe gingen drei Kinder hervor.

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van Almsick, Franz

geboren: 22.03.1921
gestorben: 16.07.2006

Die Gründung des Schuhhauses van Almsick geht auf das Jahr 1886 zurück. Gerhard van Almsick eröffnete im Katerhook eine Schuhmacherwerkstatt. 1933 wurde der heutige Firmensitz in der Holzstraße gekauft. Der Sohn Josef van Almsick übernahm das Geschäft 1936 und führte auch den Ladenverkauf ein. Der Schuhmachermeister Franz van Almsick übernahm im Jahre 1954 das Geschäft und baute es weiter aus. 1978 übernahm Orthopädie-Schuhmachermeister Sohn Christian das Geschäft in der 4. Generation. Insgesamt kann das Schuhhaus van Almsick auf eine über 120-jährige Geschichte zurückblicken und gehört damit zu den etablierten alteingesessenen Betrieben der Gemeinde.

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Vedder, Dr. med. Bernhard

geboren: 24.09.1920
gestorben: 17.02.1996

Dr. Bernhard Vedder kam gebürtig aus Waltrop. Nach seinem Studium zum Dr. med. war er als Arzt in Münster, Essen und Datteln tätig. Im Jahr 1957 übernahm er die Praxis seines Schwiegervaters, des im gleichen Jahr verstorbenen Südlohner Arztes Dr. med. Anton Meimberg. Fast 40 Jahre – bis zu seinem Tod im Jahre 1996 – führte er die Praxis mit Hingabe und Leidenschaft. Unzähligen Südlohner Bewohnern war er nicht nur Arzt sondern auch Beistand und Ratgeber – ein echter Landarzt, eng verbunden mit der Bevölkerung. Aus der Ehe mit Gerda Meimberg gingen vier Kinder hervor. Der Sohn Dr. med. Thomas Vedder führt die Praxis in der dritten Generation weiter.

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Vierhaus, Dieter

geboren: 21.09.1943
gestorben: 15.08.2017

Vielen Südlohnern ist Dieter Vierhaus bekannt und in Erinnerung als Architekt und Baumeister. Geboren als 1. Kind des Schreinermeisters Josef Vierhaus an der „Alten Stadtlohner Straße“, war Dieter Vierhaus seit frühester Kindheit mit dem Thema Bauen und Wohnen verbunden. Nach dem Realschulabschluss absolvierte er im Jahre 1962 erfolgreich die Ingenieurschule in Aachen. Als Architekt machte er sich in Südlohn selbstständig und hat für viele Bewohner das Haus geplant und gebaut. Auch größere Objekte, wie 1975 der Bau von 31 Altenwohnungen am Henricus-Stift und 1981 der Neubau der Volksbank Südlohn am Nordwall tragen seine Handschrift. 1976 begann er am Standort Eichendorffstraße mit dem Entwurf und Bau von Treppen aus dem Werkstoff Holz. Dieter Vierhaus war Mitglied des Gemeinderates von 1975 bis 1980. Im Jahre 2006 übernahm Sohn Karsten Vierhaus das Treppengeschäft, der Standort wurde 2015 zur Ramsdorfer Straße 30 verlagert.

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Vieth, Karl

geboren: 22.06.1922
gestorben: 21.09.2001

Die erste Zweigstelle der Kreis-und Stadtsparkasse Ahaus wurde in Südlohn im Jahre 1927 im Hause des Kaufmanns Franz Vieth am Kirchplatz eröffnet. Franz Vieth hat die Zweigstelle 27 Jahre nebenamtlich verwaltet. Anfang 1955 übernahm der Sohn Karl Vieth die hauptamtliche Verwaltung der Zweigstelle. Nach 30 Jahren Leitung der Sparkassenfiliale in Südlohn wurde Karl Vieth im Juni 1985 verabschiedet. Seine Nachfolge trat der aus Legden stammende Sparkassenbetriebswirt Herbert Lenger an.

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Wanning, Heinrich

geboren: 21.12.1879
gestorben: 21.01.1961

Die Musikkapelle Südlohn wurde von Heinrich Wanning im Jahre 1908 gegründet. Mit Fleiß und Ausdauer hat er die Kapelle gegründet und so manches Mal in die Tasche gegriffen, wenn es galt, Instrumente und Noten zu kaufen. Bis in die 1960er Jahre nannte man die Musikkapelle einfach die „Wanningsche Kapelle“. Seinen Lebensunterhalt verdiente „Opa Wanning“ 31 Jahre als Gemeindearbeiter.

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Wansing, Josef

geboren: 18.12.1900
gestorben: 02.09.1983

Als zweites von acht Kindern der Eheleute Maria und Johann Wansing wuchs Josef Wansing in seinem Elternhaus im Wienkamp auf. Nach dem Besuch der Volksschule und weiterführenden Schule fühlte er sich zum Priesteramt berufen. Am 14. Juni 1924 empfing er im Dom zu Münster die Priesterweihe. Nach seinem Wirken als Kaplan in Osterwick, in Recklinghausen und Buer-Hassel übernahm er 1934 das Pfarrrektorat Christ-König in Bockum-Hövel. 1952 wurde er zum Pfarrer der St. Bartholomaeus-Gemeinde in Laer ernannt. Hier wirkte er bis 1973, um dann nach Dülmen zu gehen, wo er in der St. Viktor-Gemeinde weiterhin als Seelsorger für die Menschen da war. Josef Wansing hat fast 60 Jahre als Priester in den verschiedenen Gemeinden gewirkt. Ein Südlohner ist er immer geblieben.

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Wehning, Maria
geb. Böcker-Osseler

geboren: 19.09.1925
gestorben: 26.07.2018

Maria Wehning wurde als drittes von zehn Geschwistern in Weseke geboren. Sie heiratete am 05. Juni 1951 Gerhard Wehning und zog auf den Hof im Südlohner Wienkamp. Bei einem tragischen Unglücksfall im Wienkamp am 28. Januar 1985 mit 4 Toten kam der jüngste Sohn und Hoferbe Johannes um´s Leben, ein Schicksalsschlag für ganze Familie. Auch der dritte Sohn Josef verstarb viel zu früh mit 58 Jahren. Neben ihrer Arbeit in Haus und Hof engagierte sich Maria Wehning schon früh kirchlich als Lektorin und in der KFD, im Diözesanteam und im Heimatverein. Für über 40-jährige Treue zum Heimatverein wurde ihr im Jahre 2017 die Ehrenurkunde überreicht, denn sie hat sich in besonderer Weise um den Verein verdient gemacht. Für alle Aufgaben stand sie uneingeschränkt zur Verfügung und war Ansprechpartnerin für alle Belange. Von 2002 bis 2005 war Maria Wehning Mitglied des Vorstandes.

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Wehning, Gerhard Wilhelm

geboren: 13.11.1913
gestorben: 11.07.1988

Als ältester von 12 Geschwistern wurde Gerhard Wilhelm Wehning auf dem Hof seiner Eltern im Wienkamp rechts 9 geboren. Der Hof gehört zu den ältesten von Südlohn und wurde erstmalig 1341 urkundlich erwähnt unter der Eintragung von Wulfardus Weninc im damaligen „Eschlohner Esch“. Gerhard Wehning absolvierte eine landwirtschaftliche Ausbildung und übernahm nach dem Zweiten Weltkrieg den elterlichen Hof. Er war verheiratet mit Maria Böcker-Osseler, gebürtig aus Weseke. Aus der Ehe gingen fünf Kinder hervor. Ein schwerer Schicksalsschlag traf die Familie am 28. Januar 1985, als der designierte Hofnachfolger zusammen mit den Eltern eines Nachbarn und deren Sohn Bernd bei einem tragischen Unfall ums Leben kam. Gerhard Wehning war jahrelang Mitglied des Kirchenvorstandes, er war aktiv im Landwirtschaftlichen Ortsverein und Vorstand im Bauernschützenverein. Der Heimatverein hat Gerhard Wehning viel zu verdanken: er war Gründungsmitglied im Jahre 1964 und hat damit den Grundstein für die Vereinsarbeit gelegt.

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Wehr, Elisabeth, geb. Emmerich

geboren: 25.10.1901
gestorben: 13.05.1980

Als Elisabeth Wehr im Jahre 1932 die erste Tankstelle in Südlohn eröffnete, waren Automobile noch nicht weit verbreitet. Die Namen der Autobesitzer konnte man an zwei Händen abzählen: Dr. Meimberg, der Busunternehmer Paul Gehling, der Bierverlag Robers und wenige andere. Nach dem Umzug 1932 von Vreden nach Südlohn wurde auch das Dachdeckergeschäft eröffnet. Die Tankstelle wurde nach dem Tod von Elisabeth Wehr von Walburga Wehr bis zum Jahre 1998 betrieben. Das Dachdeckergeschäft übernahm Sohn Hubert, nach dessen Tod führt Sohn Reinhard Wehr das Dachdeckergeschäft in der dritten Generation weiter.

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Wehr, Hubert

geboren: 16.01.1927
gestorben: 16.05.1997

Der Name Wehr ist in Südlohn mit dem Dachdeckergeschäft Wehr verbunden. Der Vater Johannes Wehr gründete das Geschäft im Jahre 1927 in Vreden. 1932 erfolgte die Umsiedlung nach Südlohn. Seine Zwillingssöhne Hubert und Heinz erlernten in Ahaus Anfang der 1940er Jahre ebenfalls den Beruf des Dachdeckers. Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges wurde Hubert noch zur Wehrmacht eingezogen. Nach Rückkehr aus dem Kriegsdienst trat er in das elterliche Dachdeckergeschäft ein. Neben diesem wurde an der Bahnhofstraße von Ehefrau Walburga eine Tankstelle betrieben. 1999 erfolgte die Verlegung des Betriebsgebäudes an den Weseker Weg. Nach dem Tod von Hubert Wehr übernahm Sohn Reinhard das Geschäft in dritter Generation und führt es zusammen mit seiner Ehefrau Rita. Hubert Wehr war viele Jahre Vorstandsmitglied des Schützenvereins St. Vitus.

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Wentingmann, Brigitte

geboren: 11.05.1939
gestorben: 03.05.1991

Die Lehrerin und Pädagogin Brigitte Wentingmann unterrichtete seit 1963 an Südlohner Schulen. Zunächst an der Volksschule, ab 1971 an der Roncalli-Hauptschule. Zusammen mit Ihrem Mann Josef Wentingmann hat Brigitte Wentingmann das Ferienwerk der St. Vitus Kirchengemeinde aufgebaut und geleitet. Das Wirken von Brigitte Wentingmann wurde 1989 mit der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes gewürdigt.

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Wetter, Bernhard

geboren: 25.09.1928
gestorben: 26.08.2016

Nach seinem Schulbesuch absolvierte Bernhard Wetter bei der Tischlerei Tubes in Südlohn eine Lehre als Tischler. Es folgten Gesellenjahre und 1955 die Prüfung zum Tischlermeister. Bis Oktober 1961 arbeitet er in Oeding selbstständig mit dem Schreinermeister Gerhard Niehaus zusammen. Ende 1961 gründete Bernhard Wetter an der Eschlohner Straße 26 in Südlohn sein eigenes Unternehmen im Tischler- und Zimmereihandwerk. Ungezählte Dachstühle hat er im Laufe der Jahre gerichtet, ebenso Ausbauten im Innen- und Außenbereich der Häuser und landwirtschaftlichen Gebäude. 2005 wurde er mit dem „Goldenen Meisterbrief“ geehrt, der „Diamantene Meisterbrief“ folgte 2015. Bernhard Wetter war verbunden mit der Bevölkerung im Dorf und in den Bauerschaften. Als Handwerker war er Mitglied der Kolpingfamilie und 1962 Schützenkönig des Allgemeinen Bauernschützenvereins. Verheiratet war Bernhard Wetter mit Hildegard Wetter geb. Tenbusch, aus der Ehe gingen fünf Kinder hervor. Seinen Beruf führte Bernhard Wetter mit Leidenschaft aus. So machte er seinen Beruf zur „Berufung“. Die Schreinerwerkstatt war sein Leben – bis zu seinem Tod im Alter von fast 88 Jahren.

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Wentingmann, Josef

geboren: 23.03.1937
gestorben: 09.08.2009

Fast vier Jahrzehnte – von 1962 bis 2001 war Josef Wentingmann Lehrer in Südlohn. Zunächst an der Volksschule und ab 1971 an der Roncalli-Hauptschule. Ab dem 1. August 1988 war Josef Wentingmann Konrektor der Schule. Der gebürtige Billerbecker war vielfach aktiv: im Kirchenvorstand, im Pfarrgemeinderat und im Kreuzbund. Zusammen mit seiner Frau Brigitte baute er das Ferienwerk der St. Vitus Kirchengemeinde auf und leitete es über Jahrzehnte. Der Bundespräsident würdigte seine Verdienste mit der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes.

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Winkelhues, Walter

geboren: 11.11.1929
gestorben: 05.02.2003

Mit dem Tode von Pfarrer Walter Winkelhues verlor die Gemeinde Südlohn eine Persönlichkeit, die 32 Jahre segensreich gewirkt hat, nicht nur in der Kirchengemeinde, sondern für das gesamte Gemeinwesen. Bereits kurz nach seiner Ernennung zum Pfarrer von St. Vitus am 26. Februar 1967 widmete er sich der Verbesserung des Angebotes für Jugendliche. Er gründete das Ferienwerk der Kirchengemeinde. Viele Kinder und Jugendliche verlebten im österreichischen Mellau, im Sauerland und in der Midlicher Mühle ihre Ferienfreizeiten. Weit darüber hinaus gibt es eine große Anzahl Aktivitäten und Verdienste die unvergessen bleiben: Die Umgestaltung des Hauses der Vereine, Kindergärten, Bücherei, Henricus-Stift, Altenwohnungen, Erhalt der Pfarrkirche und vieles mehr wurde von Pastor Winkelhues angestoßen und durchgeführt. Am 29. November 1989 wurde Pastor Winkelhues anlässlich seines 40-jährigen Priesterjubiläums das Ehrenbürgerrecht der Gemeinde Südlohn verliehen.

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Worle, Gertrude, geb. Emmerich

geboren: 25.06.1910
gestorben: 05.03.2010

Gertrude Worle, geb. Emmerich, wanderte im Jahre 1936 nach New York aus. Zusammen mit ihrem aus Süddeutschland stammenden Ehemann Stephan Worle baute sie in New York ein Fleischwarengeschäft auf. In den schwierigen Nachkriegsjahren versorgte sie ihre Südlohner Verwandten mit Nahrungsmitteln. Ihrer Heimat blieb Gertrud Worle immer verbunden. Viele Besuche in der Heimat zeugten davon. Die plattdeutsche Sprache hatte sie nicht verlernt. Unvergessen für die Auswandererin Gertrud Worle und für Mitglieder des Südlohner Spielmannszuges war die Teilnahme an der Steubenparade in New York im Jahre 1985.

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Wullweber, Ewald

geboren: 26.11.1928
gestorben: 31.05.1995

Als Ewald Wullweber 1951 in die Feuerwehr eintrat, hatte diese 17 Mitglieder. Als Einsatzfahrzeug diente ein amerikanisches Militärfahrzeug. 1960 wurde Ewald Wullweber zum Truppführer ernannt, die Ernennung zum Brandmeister erfolgte 1967 und zum Oberbrandmeister 7 Jahre später. Die Führung des Löschzuges Südlohn wurde ihm 1981 übertragen. Mit dem Erreichen des 60. Geburtstages schied Ewald Wullweber nach 38 Jahren Freiwilligendienst aus der Feuerwehr aus.

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